Rauscher GmbH: Next Generation e2v line scan

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Von Kameras für industrielle Anwendungen wird längst verlangt, dass sie über CMOS Sensoren verfügen. So bieten Aptina, ON Semi oder CMOSIS und Sony entsprechend ausgestattete Modelle an. Diese Technologie ist die Basis für alle Weiterentwicklungen der Kameras, denn sie bietet die Möglichkeit, die Bildqualität, die Leistungsaufnahme, die Empfindlichkeit sowie die Auslesegeschwindigkeit in einer besonderen Balance zu halten.

Trend auch bei Zeilenkameras

CCD Sensoren haben bei Zeilenkameras nahezu ausgedient, auch hier wird in den meisten Fällen auf die neue Sensortechnik gesetzt. Die Firma e2v startete im Jahr 2010 ein Projekt, dessen Ergebnis der CMOS Multi-Line Sensor war, der monochrom oder in Farbe arbeiten kann. Das Design des Sensors wird immer noch optimiert, er selbst ist in den üblichen Zeilenkameras mit einer Auflösung von 8 oder 16k inzwischen Standard. Vor allem wird dieser Sensor für komplexe Applikationen eingesetzt, wie sie etwa in der Halbleiterproduktion oder bei der LCD-Inspektion vorkommen.

Höchste Anforderungen für Zeilenkameras

Anwendungen für Zeilenkameras kommen meist in höheren Stückzahlen daher. Eingesetzt werden sie in den Bereichen Papierproduktion, Labelinspektion oder Paket- und Postsortierung. Die physikalische Pixelauflösung muss hier nicht sehr hoch sein, wichtig ist jedoch die stetige Steigerung der Zeilengeschwindigkeiten. Dies ist notwendig, damit sich die Kamera an die optimierten Produktionsprozesse anpassen kann. Zugleich kommt es aber darauf an, dass die Kosten für solche Anwendungen nicht explodieren. Die e2v stellt daher eine neue Kameraserie vor, die ihren Fokus auf Kosteneinsparungen und hohe Geschwindigkeiten legt. Die UNiiQA+ basiert auf den iCMOS-Sensoren.

Ausstattungsmerkmale

Die genannte UNiiQA+ ist monochrom oder in Farbe erhältlich. Das Design der Sensoren ist ein- bzw. zweizeilig und vergleichbar mit den ELiiXA+ Kameras. Die Auflösungen werden mit 512, 1024 und 2048 Pixeln angegeben, auch eine Ausführung mit 4096 Pixeln ist erhältlich. Das optische Set-up muss nicht zwingend verändert werden, möglich ist aber auch der Einsatz einer C-Mount Optik mit großem Bildkreis. Dies bedeutet vergleichsweise geringe Gesamtkosten.

Die Vorteile der Kamera liegen im CMOS Sensor, der Geschwindigkeiten von bis zu 100 kHz erreichen kann. Der Fill-Faktor beträgt 100 Prozent, die Empfindlichkeit ist besonders hoch und reicht bis in den Nah-Infrarot-Bereich hinein. Die Linearität ist herausragend.

Bedeutsame Pluspunkte der Kameras

Die UNiiQA+ Kameras arbeiten sehr genügsam und sind überaus kompakt. Sie wiegen nur etwa 150 Gramm und ihre Abmessungen betragen dabei 60 x 60 mm. Die Leistungsaufnahme liegt bei 3,5 Watt. Die Verlustleistung ist damit äußerst gering, was bedeutet, dass die Kamera auch bei Umgebungstemperaturen von rund 55 °C betrieben werden kann.

Kontrollierbarkeit, Transferleistung und Stabilität sind sehr hoch. Die Datenraten betragen bis zu 400 MB pro Sekunde, damit liegt eine deutlich höhere Transferleistung als bei der GigE Vision vor.

Diese neue Kamera der Rauscher GmbH sorgt dafür, dass sie für viele verschiedene Anwendungen infrage kommt. Sämtliche Branchen profitieren von diesen Modellen, die auf die bewährten Sensoren setzen und über eine Vielfalt an Wahlmöglichkeiten und Auflösungen verfügen.


Bildnachweis: © pressebox.de

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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