Projekt Proxyham plötzlich doch gestorben?

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Viele Internetnutzer haben auf den August gewartet, denn dann sollte Proxyham vorgestellt werden. Mit diesem Gerät wollten US-Entwickler für Internetuser die Möglichkeit schaffen, sich besser zu schützen. Das soll es nun jedoch nicht geben.

Die Idee hinter Proxyham ist so einfach wie effektiv: Internetuser, die das Gerät nutzen, sollen auf diese Weise ihren Standort verbergen können und sich so vor Verfolgung schützen. Der US-Sicherheitsforscher Benjamin Caudill hat mit diesem Projekt den Zahn der Zeit getroffen.

Bei Proxyham handelt es sich um zwei Antennen sowie einen Minirechner von Rasperry-Pi. Das Gerät ist WLAN-fähig und sorgt dafür, dass der Nutzer sich mit freiem WLAN verbinden kann. Die Funkverbindung zum heimischen PC ermöglicht es, eine Verbindung zu schaffen. Auf diese Weise verwendet der heimische Rechner die IP-Adresse des offenen WLANs und ließe sich so nicht zurückverfolgen.

Vor allem für Journalisten und Dissidenten sollte diese neue Technik von Vorteil sein. Ideal würde sie sich auch in Verbindung mit einem Virtual Private Network (VPN) machen. Auf der Hackerkonferenz DEF CON in Las Vegas sollte Proxyham vorgestellt und angeboten werden. Sowohl die Veröffentlichung des Gerätes als auch des Quellcodes wurde nun aber abgesagt. Die Arbeit an Proxyham sei auf Eis gelegt.

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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