Patentieren: BLG Logistics Group schützt innovatives Lager- und Transportsystem durch Patent

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Patentieren ließ sich die BLG Logistics Group AG den „Sleeper„. Die Offshore Windindustrie wird Sleeper zur Reduzierung ihrer Kosten einsetzen. Windenergie Logistik ist ein Geschäftsfeld der BLG Logistics. Jetzt hat das Deutsche Patentamt den Beschluss zur Erteilung des Patents gefasst. Ein großer Schritt für die BLG Logistics Group AG aus Bremen.

Windenergie Logistik: BLG lässt Sleeper patentieren

Für die Offshore Windindustrie (Wind Energy Industry) hat die BLG Logistics Group den Sleeper entwickelt. Dort werden Großkomponenten mit bis zu 3.800 Tonnen Gewicht auf großen Flächen gelagert. Optimal ist bei der Lagerung dieser schwersten Windenergy-Komponenten eine effektive Lastverteilung in den Grund. Mit dem von der BLG Logistics Group entwickelten Lagerträgersystem Sleeper ist dies nun möglich. Vorteil für den Betreiber: für die Lagerfläche können die sonst benötigten und sehr umfangreichen Flächenertüchtigungsmaßnahmen eingespart werden.

Sleeper-Patent: effektive Lastverteilung in den Grund

Sleeper bewirkt nicht nur eine effektive Lastverteilung. Vielmehr unterstützt Sleeper auch ein flexibles Handling der Komponenten zu, wenn Lagerflächen umdisponiert werden. Zu dem System von Sleeper gehören auch speziell konstruierte Adapterplatten. Den Adapterplatten liegt das Baukastenprinzip zugrunde; es macht den Sleeper universell einsetzbar. Auf den Adapterplatten ruhen auch allergrößte Komponenten sicher: die riesigen Tripods, Piles und vieles mehr. Die Adapterplatten dienen dabei sowohl dem Transport als auch der Lagerung.

Sleeper: Patent erhalten und Design-Zertifikat des Germanischen Lloyd

Während das Deutsche Patentamt die Einzigartigkeit des Systems des Sleeper bescheinigt, attestiert der Germanische Lloyd dem Sleeper Marktnähe und Lösungskompetenz. Für den Wind-Energy-Nearshore-Transport zeichnete der Germanische Lloyd den Sleeper mit einem Design-Zertifikat aus.

Der Feeder ist integraler Bestandteil einer optimierten Prozesskette im Bereich Wind-Ebergie, wie am Beispiel des Tripoden-Transports verdeutlicht werden kann. Zu Beginn des Bewegungsprozesses wird unter jeden Fuß der Tripode ein Adapterplatten-Element des Sleepers montiert. Die Gründungsstrukturen – die Tripoden – werden dann in einem zweiten Schritt mit drei Self-Propelled-Modular Transportern (SPMT) auf eine Zwischenlagerfläche transportiert. Auf der Zwischenlagerfläche stehen weitere Sleeper-Elemente bereit. Diese weiteren Elemente des Sleepers werden nun zu einem Gesamtsystem verbunden.

BLG lässt den Sleeper nun international patentieren

Schon jetzt hat die BLG Logistics Group AG für den Sleeper eine Reihe von Anfragen aus dem Ausland erhalten. Dies nimmt die BLG zum Anlass den Sleeper auch international patentieren zu lassen. Die internationale Patenterteilung wurde eingeleitet.

BLG Logistics Group: Innovationsmotor für Logisticlösungen

Für die Windindustrie entwickelt die BLG Logistics Group schon seit langem Lösungen zur Optimierung der Windenergie Logistik.

Ponton „OFFSHORE BHV 1“: mit Schienensystem und Seafastening

Großkomponenten in der Windenergie Logistik sind gekennzeichnet durch ein sehr hohes Eigengewicht, wie beispielsweise die teils 900 Tonnen schweren Fundamente und Tripoden. Für den Transport von Großkomponenten entwickelte die BLG Logistics Group den Spezialponton OFFSHORE BHV 1. Der Spezialponton fußt auf siebzehn Balasttanks. Er kann mittels eines speziellen Kupplungssystems an der Kaje festmachen. Die Verladung der gigantischen Frachtstücke übernehmen Self-Propelled-Modular Transporter (SPMT). Damit kann die Verladung wesentlich kostengünstiger erfolgen, als dies früher mit Kranen möglich war.

In den Spezialponton BHV 1 wurde zudem ein Schienensystem integriert. Das Schienensystem macht ein Be- und Entladen mit elektro-hydraulischen Schienenfahrzeugen möglich. Ebenfalls neu in der Windenergie Logistik ist das Befestigungssystem auf dem Spezialponton. Musste man bisher die „Frachtstücke“ durch Schweißen auf Deck befestigen, so ermöglichen jetzt auf Deck eingelassene Schwerlast-Laschtöpfe eine Arretierung der Lasten ohne Schweißen: per „Seafastening„.

Mobiles Verwiegesystem für Großkomponenten mit Ermittlung des Schwerpunkts

Den Unterschied zwischen Theorie und Praxis lernt man in der Offshore Windenergie Logistik beim Soll- und Ist-Gewicht von Großkomponenten kennen. Der Verbau von Großkomponenten im Baufeld geht vom Sollgewicht der Komponente aus. Weicht das Ist-Gewicht erheblich davon ab, kann der Einbau unmöglich werden. Ein kostspieliger Rücktransport kann notwendig werden.

Für den Abgleich von Soll- und Ist-Gewicht des Umschlagsguts noch im Hafen hat die BLG Logistics Group ein mobiles Verwiegesystem entwickelt. Das Verwiegesystem ermöglicht das standortunabhängige Wiegen der Großkomponenten noch während der Zwischenlagerung bzw. später nach Umlagerung auf einen Self-Propelled-Modular Transporter. Das Tüpfelchen auf dem „i“ ist die Ermittlung des Schwerpunkts des „Wiegeguts“ in der Ebene. Die mobile Waage kann Großkomponenten aus dem Bereich Windenergy mit einem Gesamtgewicht von bis zu 4.800 Tonnen wiegen. Ein innovativer Mosaikstein in der Windenergie Logistik (Wind Energy Logistic).


Bildnachweis: © BLG Logistics Group AG

Klaus Müller-Stern

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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