COMAU: Maschinenautomatisierung und ihr Einsatz in der Industrie

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Für viele Unternehmen aus unterschiedlichen Industriezweigen hat in der Vergangenheit in erster Linie ein Aspekt an Bedeutung gewonnen: die verstärkte Automatisierung der Produktionsprozesse und -abläufe. Unternehmen aus dem Bereich „Automation und Robotics“, wie etwa die italienische Firma COMAU, profitiert von der gestiegenen Nachfrage.

Vor allem auch, weil sie die Unternehmen noch weiter spezialisieren. So sind es bei COMAU z.B. Roboter mit Spezial-Steuerungselektronik, die immer mehr in die Linienautomatisierung integriert werden.

Roboter und Maschinenautomatisierung in der Automobilindustrie

Etwa ab den mittleren 80er-Jahren kam es in der Automobilindustrie verstärkt zum Einsatz von Robotern und innovativen High-End-Lösungen sowie später zur zunehmenden Automation von Anlagen und Maschinen innerhalb der Produktionskette, vom Presswerk bis hin zur Lackierung.

In keiner anderen Branche ist die Maschinenautomatisierung kontinuierlich so weit vorangeschritten, vor allem im Karosseriebau kommen Roboter und selbstständig arbeitende Maschinen zum Einsatz. Wie die „Welt am Sonntag“ vor einiger Zeit berichtete, plant VW angeblich, in den nächsten Jahren auch im Bereich der Montage, immer mehr vollautomatisierte Anlagen und Maschinen einzusetzen.

Der Personalvorstand begründete diesen Schritt damit, dass die Arbeiter somit nicht mehr den körperlich anstrengenden, schweren und stupiden Arbeiten ausgesetzt wären. Natürlich fiel auch der Begriff der „Kostensenkung“. Modellprojekte zur Mensch-Maschinen-Kooperation in der Serienproduktion von Kraftfahrzeugen liefen bereits in den USA, so die Mitteldeutsche Zeitung.

Maschinenautomatisierung ist dabei natürlich längst nicht mehr nur auf den industriellen sowie Automobil-Sektor oder riesige Maschinenparks beschränkt, sondern kommt z.B. auch im Dienstleitungsbereich (z.B. automatisch erstelle Stromabrechnung bis hin zum automatisierten Zahlungsverkehr bei Banken) und nicht zuletzt täglich in fast allen Haushalten zur Anwendung.

Denn auch Wasch- oder Spülmaschinen sind nichts anderes als vollautomatische, leistungsfähige Anlagen, die uns die monotonen Arbeiten des Spülens oder Waschens zum Glück schon seit vielen Jahren ersparen. Auch wollen viele Menschen, dass das Licht von alleine angeht, wenn wir das Wohnzimmer betreten oder sich die Sprinkleranlage zur Bewässerung des Rasens zur gewünscht Zeit ganz selbstständig anstellt.

Auch in der Autoindustrie nicht mehr wegzudenken

Auch in der Autoindustrie nicht mehr wegzudenken (#01)

COMAU plant Ausweitung der Maschinenautomatisierung auf andere Branchen

Geplant ist in naher Zukunft aber auch die Ausweitung der Maschinenautomatisierung auf andere Branchen. So will z.B. COMAU in fünf Jahren genauso viele Roboter und automatisierte Anlagen an die allgemeine Industrie verkaufen wie an die Automobilbranche. Dazu soll das Produktspektrum erweitert werden.

Aktuell gehen noch 75 Prozent aller COMAU-Roboter an die Automobil-branche, 25 Prozent werden an die allgemeine Industrie verkauft. „Unser Ziel ist ein Verhältnis von 50 zu 50, das wir in den kommenden fünf Jahren erreichen wollen“, sagte Mathias Wiklund, COO Robotics bei COMAU, zu dem Thema.

Es hat sich seit den 80er-Jahren viel getan, was Robotics und den Grad der Maschinenautomatisierung anbelangt. Aus den störanfälligen, für die Unternehmen oft kostenintensiven Robotern und Anlagen sind immer modernere, zuverlässigere und flexibler einsetzbare Maschinen geworden.

Und dem verstärkten Einsatz von Maschinenautomatisierung scheinen keine Grenzen gesetzt, im Gegenteil: durch das Wachstum der Automobilbranche vor allem in den letzten zehn bis 15 Jahren, braucht es immer bessere, modifizierte Fertigungsstraßen und Produktionsstätten.

Und die Maschinenautomatisierungs-Industrie, zu denen auch COMAU gehört, liefert den Unternehmen das, was sie brauchen: verbesserte Lösungen, Innovationen, hochwertige Robotic und frische Automatisierungs-Generationen. Vor allem im Bereich Automobilbranchen -Automation aktive Firmen wie COMAU produzieren noch intelligentere Steuerungssysteme, Hardware und Kinematiken. Neue, hochkomplexe Verfahren und Techniken also, die auf noch mehr Produktivität und Leistung abzielen.

So können heute beispielsweise bestimmte Motion-Control- und Steuerungsplattformen für bestimmte Maschinenarten hergestellt werden. Diese sorgen für die komplette Automatisierung der Anlagen. Die Vorteile: optimierte Bewegungsabläufe und vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Ein Ende der Entwicklung ist noch längst nicht in Sicht. Vielmehr überkommt einem manchmal das Gefühl, es gehe gerade erst los.

Fortschritt bei Automation dank Innovation

Auf den damit einhergehenden, zunehmenden Bedarf an Fachkräften und Ingenieuren, reagieren auch die Hochschulen. Neue, interdisziplinäre Studiengänge wie z.B. „Robotik und Automation“ entstehen, um den Nachwuchs und die Robotik-Experten von morgen fundiert auszubilden.

Die Studieninhalte reichen dabei von der Robotermechanik und Robotic-Programmierung über die Mess- und Sensorentechnik bis hin zu Simulations-, Leit- und Regelungsanwendungen. Wege in Jobs der Bereiche Automatik und Automatisierung führen auch über die „klassischen“ Studiengänge, wie etwa Elektrotechnik oder Informatik.

Denn in Zukunft geht gerade auf dem Feld der Maschinenautomatisierung nichts mehr ohne die entsprechende Software. Experten raten dazu, sich entsprechend gut auszubilden, um auf dem umkämpften Markt einen guten Job zu finden.

Maschinenautomatisierung zielt darauf ab, Maschinen und Anlagen in Industrie so selbstständig arbeiten zu lassen, dass Menschen zur Bedienung nicht mehr benötigt werden. In vielen Branchen und Unternehmen gehört es zum allgemein ausgegebenen Ziel, einen möglichst hohen Automatisierungsgrad zu erzielen.

Je höher der Automationsgrad z.B. einer komplexen Anlage in einem Druckwerk, desto weniger benötigt diese Anlage einen Menschen, um ihre Aufgaben zu verrichten. Innovationen, Fortschritte und Lösungen für schwierige Probleme in den Bereichen „Signalerfassung“ und „(elektronische) Signalverarbeitung“ waren u.a. in den letzten Jahren dafür verantwortlich, dass Maschinen immer selbstständiger arbeiten konnten. Innovation – dieses Thema stellt ein zentrales Leitmotiv bei COMAU dar. Design, Stil, langjährige Erfahrung und hochtechnologisches Know-How gehen hier Hand in Hand. Die beiden wichtigsten Innovationssäulen von COMAU: Anwenderfreundliche und fortschrittliche Lösungen.

Nicht mehr wegzudenken, so werden Autos hergestellt

Nicht mehr wegzudenken, so werden Autos hergestellt ( #02)

Maschinenautomatisierung: Pro und Contra

Je weiter die Maschinenautomatisierung, deren Entwicklung und zunehmender Einsatz voranschreiten, desto häufiger werden auch kritische Auseinandersetzungen und hitzige Debatten, die um dieses Thema geführt werden.

Dabei liegen die Vorteile der Maschinenautomatisierung zunächst klar auf der Hand: durch die Maschinen kann man gewährleisten, dass Arbeiter keinen allzu routinemäßigen, anstrengenden und natürlich gefährlichen Tätigkeiten mehr ausgesetzt werden.

Die Automatisierung sorgt zudem für Entlastung und demzufolge den gezielteren Einsatz von Ressourcen und Arbeitskraft. Für Unternehmen und Firmenbosse liegt bei der Maschinenautomatisierung einer der wichtigsten, nämlich wirtschaftlichen, Faktoren auf der Hand: Maschinen verbessern häufig die Qualität, sind leistungsfähiger, schneller und senken durch den verstärkten Einsatz in den unterschiedlichen Zweigen und Branchen die Kosten für Personal.

Befürworter: Innovationen bei Automatisierung schaffen Arbeitsplätze

Die Befürworter dieser Entwicklung führen zudem an, dass zunehmende Maschinenautomatisierung mit Nichten zu einem drastischen Wegfall von Arbeitsplätzen führe. Vielmehr sei die menschliche Arbeitskraft dann an anderer Stelle von Nöten, etwa um Störungen zu beseitigen, die Anlage zu warten bzw. zu reparieren und für Materialnachschub zu sorgen.

Zudem, so eines der Hauptargumente der Automations-Befürworter, würden doch gerade durch die fortschreitende Maschinenautomatisierung neue Arbeitsplätze geschaffen. Arbeiter und Fachkräfte würden gerade deshalb in hoher Anzahl benötigt, um bessere, leistungsfähigere Maschinen herzustellen. Für die Herstellung dieser Maschinen seien z.B. wiederrum leistungsstarke Sensoren nötig, die auch erst wieder produziert werden müssen, wozu menschliche Arbeitskraft gebraucht wird. Diesen Kreislauf könnte man noch ewig so fortführen.

Contra Maschinenautomatisierung: Beispiellose Arbeitsplatzverluste

Führende Ökonomen und Arbeitsmarkt-Experten sind jedoch nicht selten anderer Meinung, was den Verlust von Arbeitsplätzen durch den zunehmenden Einsatz von Robotik und automatisierten Maschinen angeht. Der Software-Unternehmer und Autor stellt in seinem in seinem Buch „The Rise of the Robots“ die These auf, dass der Welt bei weiterer Zunahme Automation, eine „unausweichliche Massenarbeitslosigkeit“ drohe.

Auch die beiden renommierten US-Ökonomen Carl Benedikt Frey und Michael Osborne sind dieser Ansicht. Sie untersuchten, wie die fortschreitende Maschinenautomatisierung in Zukunft den Menschen noch weiter ersetzen könnte.

Sie analysierten dazu die Zukunftsaussichten in über 700 Berufen und kamen zu einem erschreckenden Ergebnis: demnach komme es durch die starke Automatisierung bis 2035 zu „beispiellosen Arbeitsplatzverlusten.“

Fast 50 Prozent aller Jobs könnten verloren gehen, die Betonung muss hier aber auf dem Wort „könnten“ liegen. Gesichert ist nichts, vielleicht tritt auch die gegenteilige Entwicklung ein und mehr Arbeitsplätze entstehen, aufgrund des unaufhaltsamen Wachstums im Segment Maschinenautomatisierung.

Video: BMW 3er-Reihe (F30), Produktion: Karosseriebau


Gegner führen auch die möglicherweise von der neuen, verbesserten Technik ausgehenden Gefahren für den Menschen an. Sie sagen: je besser und technisch komplexer die Maschinen sind, desto unberechenbarer sei auch ihr automatisiertes „Verhalten“ im Arbeitsalltag.

Aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen findet man die Maschinen in den Produktionshallen daher ohnehin oft hinter Metallgittern oder Schutzwänden. Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten sie daher nicht immer.

Dort, im gesicherten Raum und hinter den Absperrungen, schweißen, lackieren und montieren sie dann vor sich hin, unter Hochgeschwindigkeit und mit gewaltiger Effizienz.
Maschinenautomatisierung und ihre Grenzen

Die Automatisierung stößt in der Praxis häufig dann noch an ihre Grenzen, wenn Bewegungsabläufe oder Arbeitsschritte, die etwa bei der Produktion eines für den Einsatz im Auto benötigten Ersatzteils nötig wären, zu komplex und langwierig sind.

An dieser Stelle müsste man auf hochwertige, komplexe äußerst leistungsfähige Robotics zurückgreifen, was sich für viele (kleinere) Unternehmen häufig finanziell nicht rechnet oder schlicht nicht wirtschaftlich genug ist.
Auch stößt + hochentwickelte Automatisierung – trotz der gewaltigen technischen Möglichkeiten und des Forschungsstands – dann an seine Grenzen, wenn im Berufsalltag Ideenreichtum, Flexibilität oder schnelle Entscheidungen gefragt sind.

Menschliche Kreativität und die Fähigkeit, Probleme schnell und mit logischem Verstand zu lösen, können Maschinen, Roboter und die Automatisierungstechnik nämlich längst noch nicht ersetzen.

Karosserie Auto Fabrik auch da hat ide Maschinenautomatisierung Einzug gehalten

Karosserie Auto Fabrik auch da hat ide Maschinenautomatisierung Einzug gehalten (#03)

Vor der Automatisierung: Planung, Installation, Dokumentation

Um die Maschinenautomatisierung oder „automatisierte Umrüstung“ in einem Unternehmen weiter voranzutreiben, braucht es viel Vorlauf, Zeit und eine sorgfältige Planung. Auf Robotik und Automation spezialisierte Unternehmen wie z.B. COMAU, durchlaufen mit ihren Kunden und Auftraggebern erst verschiedene Phasen der Planung um zu klären, für welche Zwecke und zu welchen Bedingungen neue Anlagen zum Einsatz kommen sollen.

Neben der Funktions- und Elektroplanung (Fragestellung z.B.: welche Sensorik und welche elektromechanischen Antriebe kommen zum Einsatz?) müssen auch Fragen der Programmierung und Hardware geklärt werden.

Schaltschränke müssen installiert und die Steuerungsanlagen programmiert werden. Im Anschluss müssen Arbeiter die Anlagen verkabeln, vernetzen und in Betrieb nehmen. Bevor die Anlage endlich eingesetzt werden und ihre technisch und mechanisch hoch anspruchsvollen Aufgaben erledigen kann, benötigt es also erst eine ebensolche anspruchsvolle, ausgiebige Planung, Installation und Dokumentation.

Fazit: Ob es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eher zu menschenleeren, von automatisierten Maschinen dominierten Fabriken kommt, oder ob die Angst vor dem weiteren Vormarsch der Automatisierungstechnik unbegründet ist, bleibt abzuwarten. Spannend ist die Frage nach der Zukunft der Maschinenautomatisierung allemal.


Bildnachweis:© Fotolia  Titelbild: Nataliya Hora -# 01: Nataliya Hora – #02: Rainer Plendl -# 03: RAM

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