Laserschneiden: Checkliste für das Outsourcing

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War es lange Zeit nur der IT-Bereich, der für das Outsourcing relevant war, spielt das Thema seit einiger Zeit auch in der Industrie eine wichtige Rolle. Mithilfe einer Checkliste findet sich der passende Partner.

Partnersuche in der Industrie: Checkliste für das Outsourcing

Wir kennen alle die Werbung, bei der für eine Dating-Website geworben wird. Auch die Industrie „parshipt“ jetzt und ist auf der Suche nach attraktiven Partnern, um Leistungen auszulagern.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Die Produktionskosten werden gesenkt, es können größere Auftragsmengen abgearbeitet und Liefertermine zuverlässiger eingehalten werden.

Beispielsweise das Laserschneiden ist eine gute Option für das Outsourcing. Diese Möglichkeit der Metallbearbeitung unterliegt einer immer stärkeren Nachfrage, denn die Einsatzvarianten sind vielfältig, zeitgleich ist diese Bearbeitungsform vergleichsweise günstig umzusetzen.

  • Ist die Maschine erst einmal eingerichtet, arbeitet sie zuverlässig die angelegten Aufträge ab.
  • Allerdings ist die Laseranlage für weitere Aufträge gesperrt.
  • Was, wenn eine überaus lukrative Kundenanfrage eintrifft, die im Sinne des Unternehmenserfolg keinesfalls abgelehnt werden darf?

Hier kommt das Outsourcing ins Spiel, mit dem sich die Vorteile des Laserschneidens richtig nutzen lassen:

Zeitgleich können dank zuverlässiger Partner mehrere Aufträge abgearbeitet werden, die Kunden bekommen pünktlich ihre Lieferung. Dies ist ein wichtiges Kriterium, denn häufig hängt vom Zulieferer die gesamte weitere Fertigung und Termineinhaltung ab.

Das hat zur Folge, dass die Produktion stillsteht, wenn das Partnerunternehmen nicht pünktlich liefert. Die Kosten für ein solches Versäumnis werden oft auf das auftragnehmende Unternehmen umgelegt, das sich diese umständlich und nicht selten gerichtlich vom Outsourcing-Partner zurückholen muss.

Auf dieses Team ist Verlass. Sie sind der Kopf der Firma. (#01)

Auf dieses Team ist Verlass. Sie sind der Kopf der Firma. (#01)

Eine sorgfältige Partnerwahl ist daher das A und O für den Erfolg!

Bei der Auswahl der Partner für das Outsourcing sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Referenzen checken: Was kann das Unternehmen, wofür steht es, was kann es vorweisen?
  • Ist die benötigte Technik und personelle Ausstattung (Anlagen, Maschinen, Software, Bediener) vorhanden?
  • Hat der potenzielle Partner bereits Erfahrung in der gewünschten Fachrichtung?
  • Ist das Unternehmen vertrauenswürdig? Gilt es gar als Experte auf dem Gebiet?
  • Kann das Unternehmen besichtigt werden? Gibt es Videos von der Arbeit?
  • Gibt es Pressemeldungen oder Kundenstimmen über das Unternehmen?
  • Sind Zertifizierungen vorhanden? Soll das Unternehmen zertifiziert werden?
  • Werden die üblichen Qualitätsstandards eingehalten?
  • Welche Sprachen werden gesprochen? Ist eine Kommunikation problemlos und auf mehreren Wegen möglich? Ist ein technisches (fachspezifisches) Sprachverständnis vorhanden?

Je nach Umfang der Zusammenarbeit muss diese Checkliste individuell erweitert werden. Wer nur kleine Aufträge auslagern möchte, weil damit Auftragsspitzen abzufangen sind, wird seinen Partner anders aussuchen als jemand, der große, wichtige Aufträge outsourcen will, von denen vielleicht sogar der eigene Unternehmenserfolg abhängig ist.

Beispielsweise das Laserschneiden ist eine gute Option für das Outsourcing. (#02)

Beispielsweise das Laserschneiden ist eine gute Option für das Outsourcing. (#02)

Risiken beim Outsourcing

Kann ein Unternehmen sämtliche Aufträge selbst ausführen und die Kundenwünsche abdecken, liegt die gesamte Verantwortung in der Hand des ausführenden Unternehmens. Es trägt dafür Sorge, dass der Auftrag wie gewünscht produziert wird, dass eventuelle Nachbesserungen vorgenommen und dass Lieferzeiten eingehalten werden. Dies ist auch beim Outsourcen so, allerdings ist das ausführende Unternehmen ein anderes. Man stelle sich das folgende Konstrukt vor:

  1. Kunde gibt Unternehmen 1 einen Auftrag zum Laserschneiden
  2. Unternehmen 1 lagert die Ausführung an Unternehmen 2 aus
  3. Unternehmen 2 bemerkt bei der Ausführung einen Messfehler nicht
  4. Unternehmen 2 liefert an Unternehmen 1, Unternehmen 1 liefert an den Kunden
  5. Kunde bemerkt den Messfehler: Teile passen nicht!
  6. Kunde wendet sich an Unternehmen 1, das für Nachbesserung sorgen muss

Probleme bei der Nachbesserung sind vorprogrammiert, außerdem werden die Wege für selbige sehr lang. Um dieses Risiko abzufangen, kommt es auf die Wahl des richtigen Partners an.

Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Erfahrung stehen an erster Stelle.

Auch diese Arbeit sollte möglichst im Outsourcing erledigt werden. (#03)

Auch diese Arbeit sollte möglichst im Outsourcing erledigt werden. (#03)

Wer meint den richtigen Partner gefunden zu haben, der

  • flexibel,
  • zuverlässig,
  • schnell und mit der gewünschten Technologie arbeitet,

findet über das Outsourcing eine perfekte Möglichkeit, Kundenwünsche zu erfüllen und diese in die Tat umzusetzen.

Im zweiten Schritt muss man unbedingt schauen, wie diese Firma arbeitet. Wenn die Firma um die Ecke ist, unbedingt vorbeifahren und sich den Produktionsprozess genau anschauen und auch erklären lassen.

Outsourcing: In- oder Ausland wählen?

Für das Outsourcing eignet sich kaum ein inländisches Unternehmen, weil damit die Preise zu hoch werden.

Generell sind die Produktionskosten in Deutschland sehr hoch. Würde das auftragnehmende Unternehmen Aufträge an andere innerdeutsche Firmen auslagern, die ebenfalls hohe Preise verlangen, wäre der vom Kunden zu zahlende Endpreis nicht mehr konkurrenzfähig.

Kaum ein Kunde würde dies zahlen, für weniger Geld würde aber kein Unternehmen produzieren!  Es rechnet sich einfach nicht, die Gewinnspanne wird zu klein.

Für das Outsourcing eignet sich kaum ein inländisches Unternehmen, weil damit die Preise zu hoch werden. (#04)

Für das Outsourcing eignet sich kaum ein inländisches Unternehmen, weil damit die Preise zu hoch werden. (#04)

Outsourcing ins Ausland

Was tun, wenn der neue Geschäftspartner aber in einem anderen Land sitzt? Hier sollte man unbedingt schauen, ob es Videos bei Youtube gibt. Falls diese nicht vorhanden oder wenig aussagekräftig sind, einfach einmal beim neuen Wunschpartner nachfragen, vielleicht gibt es solche Videos ja doch noch auf der eigenen Firmenwebseite. Am Beispiel der Firma Kovinc zeigen wir, wie man dabei vorgehen kann.

Video: Kovinc Metallbearbeitung – Unternehmenspräsentation (2018)

Probleme beim Auslagern ins Ausland

Wird hingegen ins Ausland ausgelagert, bestehen häufig die Bedenken, dass angesichts der niedrigen Preise auch keine gute Qualität zu erwarten ist. Bei manchen Produktionsbetrieben mag das durchaus zutreffend sein, denn nicht alle arbeiten auf höchstem Niveau. Unser Beispiel: Kovinc  zeigt in seinen Videos genau, wie die Firma arbeitet und man bekommt einen guten Eindruck, ob das zu den eigenen Erwartungen passt.

Video: Blech-Laserschneiden – Kovinc Metallbearbeitung

Moderne Produktion als Kriterium

Viele Unternehmen sind gut aufgestellt: Moderne Maschinen und Anlagen, gut ausgebildete Mitarbeiter, vorhandene Zertifizierung nach ISO 9001. Allerdings gilt das nicht für die gesamte Unternehmenstätigkeit, denn nur allzu häufig wird in der Folge versäumt, die Anpassung an den aktuellen Markt und die Anforderungen der Kunden vorzunehmen. So wird aus dem anfänglich gut aufgestellten Unternehmen eines, das zwar noch Aufträge ausführen kann, allerdings nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technologie arbeitet. Oder Mitarbeiter beschäftigt, die sich mit der neuesten Software nicht auskennen. Grundsätzlich wird jedoch durch den Markt gefordert, dass die Produktion jederzeit auf höchstem Niveau stattfindet, wozu auch die Anpassung aktuelle Standards gehört. Bei der Auswahl des Partners für das Outsourcing sollten Sie daher darauf achten, dass alle erforderliche Zertifikate und Dokumente vorhanden und vor allem aktuell sind. Dass Mitarbeiter mit den Aufgaben betraut sind, die sich weiterbilden und dass die verwendeten Anlagen, Maschinen und Softwares den derzeitigen Standards entsprechen. Nur dann ist es möglich, Kundenwünsche zu erfüllen.

Video: Rohr-Laserschneiden / 3D Rohrlasern – Kovinc Metallbearbeitung

Spezialisierung gewünscht

Wenn man einen Spezialisten sucht, verlässt man sich am besten auf Empfehlungen. Hat sich die ausgesuchte Firma auf leichte und mittelschwere Metallbaukonstruktionen spezialisiert, auf die innere und äußere Ausstattung sowie auf Metallelemente, die für die Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes nötig sind?

Eine solche Spezialisierung ist das perfekte Aushängeschild für jeden Partner im Outsourcing, stellt sie doch sicher, dass das nötige Know-how vorhanden ist.

Ein Allrounder-Unternehmen mag für wenige Aufträge durchaus sinnvoll sein und kann diverse Teile produzieren, die keinem allzu hohen Anspruch unterliegen.

Geht es jedoch um spezialisierte Ausführungen und Zusatzteile, brauchen Sie einen Zulieferer, der genau auf den Punkt arbeiten kann. Der weiß, worum es geht, worauf es ankommt und was zu tun ist, damit der zu beliefernde Kunde zufrieden ist. Eine Spezialisierung geht mit der nötigen Technik einher, mit einem Fachwissen, das grundsätzlich nicht in allen Bereichen in diesem Umfang zu erwerben ist.

Bemerkenswert ist bei Kovinc, dass derzeit mit Partnern aus insgesamt sieben Ländern zusammengearbeitet wird, was wiederum für den nötigen fachlichen Austausch sorgt. Für jeden Auftrag steht ein Expertenteam zur Verfügung, welches sein Know-how für die Konstruktion und Fertigung einsetzt und in der Lage ist, punktgenau auf Kundenwünsche einzugehen.


Bildnachweis:©Bilder: Kovinc

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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