Der „Brexit“-Poker

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„Die Europäische Union ist dem britischen Ministerpräsidenten Cameron bei seinen Reformwünschen weit entgegengekommen. Doch damit ist der Brexit, also der Austritt von Großbritannien aus der EU, noch nicht abgewendet.“ so schreibt die Wirtschaftswoche. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der britischen Bevölkerung für einen „Brexit“ wäre. Sollte sich dies bis zum Ende nicht mehr ändern, könnte das der Europäischen Union schaden und weitere Konsequenzen nach sich ziehen.

Im Tagesspiegel ist währenddessen zu lesen, dass die polnische Regierung bei der Diskussion über eine EU-Reform keine Lösung akzeptieren will, die die Privilegien von Polen schwächt, die in Großbritannien leben und arbeiten. Die polische Regierung rund um die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) ist zwigespalten was die „Brexit“-Frage betrifft.

Das Handelsblatt bezeichnet das Thema „Brexit“ als „Geist aus der Flasche“ und schreibt von möglichen Auswirkungen der ganzen Thematik auf die EU. So könnten weitere Länder der Europäischen Union Forderungen wie Großbritannien stellen. Doch offenbar steuert der britische Premier David Cameron auf eine Einigung mit der EU zu.

Die Deutsche Welle nennt den EU-Austritt ein wirtschaftliches Desaster für Großbritannien. Man rechnet mit erheblichen Einbrüchen beim Wachstum und dem Pfundkurs. In Zahlen hieße das, dass das Wirtschaftswachstum bei einem weichen Ausstieg GBs aus der Europäischen Union um 0,6 Prozent, bei einer vollständigen Isolierung sogar bis zu 3,0 Prozent zurückgehen könnte. Das Britische Pfund könnte bis zu 20 Prozent an Wert verlieren und auch der Handel wäre betroffen: Ganze 50 Prozent der britischen Exporte gehen in den EU-Binnenmarkt. Die Auswirkungen dessen würden auch der deutsche Handel deutlich zu spüren bekommen.


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