Cisco stellt sich auf Kundenseite – keine Hintertüren für Spähangriffe der NSA

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Als amerikanischer Netzwerkausrüster wird Cisco häufig in Anspruch genommen. Das Unternehmen macht nun deutlich, dass Loyalität zu den Kunden wichtiger ist, als Hintertüren für die NSA offen zu lassen.

Chuck Robbins ist der neue Chef von Cisco und äußerte sich nun darüber in einem Interview mit dem Spiegel. Der Standpunkt des Unternehmens wurde klar deutlich gemacht. Cisco spricht sich frei davon, eine Kooperation mit dem Geheimdienst einzugehen und diesem einen Zugriff auf Netzwerk-Produkte zu ermöglichen. Eine Herausgabe der Quellcodes oder die Einrichtung von Hintertüren in den Produkten wird es von Seiten Cisco nicht geben.

Das Unternehmen gehört mit zu den größten Anbietern im Rahmen von Netzwerktechnologien. Cisco reagiert mit diesem Gespräch nun auf Vorwürfe, die bereits seit mehreren Jahren im Raum stehen. Schon mehrfach wurde darauf verwiesen, dass die NSA die Produkte unter anderem auch von Cisco infiltriert hat. Die NSA soll Pakete von Cisco abgefangen und die Produkte mit Überwachungstechnik ausgestattet haben.

Das Unternehmen hat unter diesen Eindrücken zu leiden, denn das Vertrauen der Kunden hat stark nachgelassen. Die Einbußen nach den Enthüllungen belaufen sich auf mehrere Milliarden. Nun macht Cisco deutlich, dass für das Unternehmen die Kunden an erster Stelle stehen.

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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