Business Intelligence Dashboard: Tool zur Datenvisualisierung

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Auf einem Business Intelligence Dashboard werden die Ergebnisse der Datenanalysen im Kontext von Big Data anschaulich und prägnant dargestellt. Auf diese Weise erhält das Management einen genauen Überblick über den Status der Metriken und Key Performance Indikatoren (KPIs) des Unternehmens. Die Informationen auf dem Business Intelligence Dashboard dienen der Fundierung unternehmerischer Entscheidungen. Das Dashboard kann mit einem Armaturenbrett verglichen werden. Es zeigt den aktuellen Status und gibt Hinweise auf Handlungsnotwendigkeiten.

Business Intelligence Dashboard: Übersichtliche Darstellung wichtiger Indikatoren

Das Business Intelligence Dashboard hat sich in vielen Firmen bereits als unverzichtbares Tool bei der täglichen Arbeit etabliert. Das Management erhält damit einen Überblick über die wichtigsten, stark verdichteten Indikatoren und kann diese bei seinen Entscheidungen einbeziehen. Eine große Menge an Zahlen wird über eine grafische Anzeige zusammengeführt.

Im Rahmen der Business Intelligence werden automatisierte Verfahren angewendet, um IT-gestützt Massendaten zu sammeln, zu speichern, zu bereinigen und schließlich zu analysieren und die Ergebnisse dieser Datenanalysen dann zu visualisieren. Zu diesem Zweck nutzen die Firmen nicht nur die unternehmensinternen Datensätze, sondern beziehen auch Datensätze der Konkurrenten, Social Media Daten der Kunden, Sensordaten, Geodaten, demografische Daten und viele andere Datenquellen mit in die Betrachtung ein.

Ziel ist es, mit Business Analytics ein möglichst umfassendes Bild von der Umwelt, in der das Unternehmen agiert, zu erhalten. Auf diese Weise werden Chancen und Risiken schneller erkannt und eine Firma kann gezielt Trends mitgestalten, anstatt sich ihnen ausschließlich anzupassen.

Die Analyseergebnisse dienen als Grundlage für operative und strategische Entscheidungen im Unternehmen und verändern somit den Prozess der Entscheidungsfindung ganz erheblich. Gelingt es einer Firma, Entscheidungen mit den nötigen Informationen abzusichern, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass mit den Entscheidungen die Entwicklung der Firma positiv beeinflusst werden kann und das Unternehmen sich besser im Wettbewerb behaupten wird.

Die zunehmende Konkurrenz auf globalisierten Märkten erfordert auch von mittelständischen Unternehmen, die Potentiale der Analytics Software zu nutzen. Praktikable Instrumente wie die Business Intelligence Dashboards, erleichtern diesen Firmen den Einstieg in die moderne Technologie und helfen dabei, Widerstände und Hemmschwellen abzubauen.

 

Business Intelligence Dashboard: Open Source Anwendungen erleichtern den Einstieg (#01)

Business Intelligence Dashboard: Open Source Anwendungen erleichtern den Einstieg (#01)

Aufgaben eines Business Intelligence Dashboards

Mit diesem Tool werden die durch Analytics Software gewonnenen Erkenntnisse übersichtlich visuell dargestellt:

  • Darstellung verdichteter Analyseergebnisse
  • Anzeige des Status wichtiger KPIs
  • Anzeige aller wichtigen Kennzahlen der Firma
  • Zusammenführung und Verdichtung der verschiedenen Zahlen sowie Metriken
  • Visualisierung in einfach verständlicher Darstellungsart
  • individuelle Anpassbarkeit an unterschiedliche Nutzer
  • Realtime Verarbeitung und Analyse von Datensätzen unterschiedlichster Quellen

Dashboards können auf Basis einer Software zur Tabellenkalkulation erstellt werden. Die Anbieter von BI Anwendungen haben meist auch eine Software für Business Intelligence Dashboards im Programm. Oft werden anschauliche Darstellungsformen wie Zeigerdiagramme, Ampeln oder Skalensysteme gewählt, damit der User sich schnell und einfach einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen kann.

Intuitiv bedienbare User Interfaces sorgen dafür, dass die Dashboards an bestimmte Nutzerrollen und Informationsbedarfe angepasst werden können. Somit sind diese Tools flexible Entscheidungshilfen, die sicherstellen, dass die Erkenntnisse, die sich aus der professionellen Datenanalyse ergeben, auch praktisch genutzt werden.

Zentrale Merkmale von Business Intelligence Dashboards

Wichtigstes Merkmal eines Business Intelligence Dashboards ist die Übersichtlichkeit, die dadurch erreicht wird, dass einfache Darstellungsformen gewählt werden. Die wesentlichen Informationen sollen möglichst auf einen Blick erfasst werden. Das verbessert auch die Zusammenarbeit in Teams, deren Mitglieder aus verschiedenen Fachbereichen kommen und die zunächst auf einen gemeinsamen Informationslevel gebracht werden müssen.

Die Darstellung orientiert sich an der Zielgruppe und soll benutzerdefinierte Informationsbedarfe befriedigen. Dabei ist die Herleitung der Informationen in diesem Stadium der Entscheidungsgenerierung nicht mehr Gegenstand der Betrachtung. Es werden übergreifende, allgemein verständliche Kennzahlen gewählt, sodass auf eine zu starke Spezialisierung verzichtet wird. Es ist wichtig, dass die Informationen auf dem Business Intelligence Dashboard konsistent sind mit den anderen Ergebnissen der Analytics Anwendungen.

Video: Dashboard Excel

Welche Vorteile ergeben sich aus der Nutzung von Business Intelligence Dashboards?

Die Anwendung der modernen Dashboards wird immer beliebter, denn es ergeben sich aus seiner Nutzung entscheidende Vorteile:

  • Trends werden frühzeitig erkannt
  • negativen Trends kann entgegengesteuert werden
  • effiziente und ineffiziente Prozesse werden identifiziert
  • neue Entwicklungen werden visuell dargestellt
  • Entscheidungen werden zahlenbasiert unterstützt
  • Strategien und Unternehmensziele werden abgeglichen
  • zeitsparender als das Erstellen von Einzelreports
  • übersichtliche Darstellung aller Kennzahlen

Welche Anforderungen sollten Business Intelligence Dashboards erfüllen?

Um zu einer effektiven Unterstützung bei der Entscheidungsfindung zu werden, sollten die BI Tools folgende Anforderungen erfüllen:

  • Cloud basiert und für mobile Anwendung geeignet
  • Echtzeit-Datenanalysen möglich
  • einfache Visualisierung mit Drag & Drop-Bearbeitung
  • automatisierte Datenaktualisierungen
  • Terminierung von Dashboard-Publikationen
  • Plattformübergreifender Zugriff (Windows, Mac, Linux-Kompatibilität)
  • benutzerdefinierte Benachrichtigungsoptionen
  • Datenansichten pro Benutzer und pro Team möglich

Optimal ist es, wenn man Diagramme beliebig vergrößern und verkleinern oder Zeitskalen verschieben kann. Gruppierungen nach Monaten, Quartalen oder Jahren sollten mit einem einfachen Klick möglich sein. Dafür sind sind sowohl Flexibilität als auch Benutzerfreundlichkeit nötig. Dashboard Tools können außerdem für das Reporting eingesetzt werden.

 

Business Intelligence Dashboard: Cloud basierte Lösungen sind auf dem Vormarsch (#02)

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Beispiele für interaktive Dashboards

Business Intelligence Dashboards werden in allen Branchen, in verschiedenen Unternehmensbereichen und auf unterschiedlichen Ebenen eingesetzt und erfüllen dort spezifische Funktionen. Im Folgenden werden einige Beispiele aufgeführt.

Executive-Dashboard

Diese Tools werden von der Geschäftsführung genutzt, um Metriken, Trends und KPIs von einer Metaebene, also aus der Vogelperspektive, zu überwachen. Bei Auffälligkeiten oder Klärungsbedarfen werden detaillierter Details dieses Live-Dashboards abgerufen oder Ad hoc Analysen erstellt.

Einzelhandels-Analyse-Dashboard

Mit diesem Tool kann die Performance einzelner Marken überwacht werden oder genau dargestellt werden, welche Kundensegmente sich für welche Produkte entscheiden. Es werden besonders profitable Regionen identifiziert und Aussagen über die demografischen Merkmale der Käufergruppen ermöglicht. Künftige Engpässe werden vermieden und die Konversion erhöht.

Marketing-Kampagnen-Dashboard

Kosten und ROI von Marketingkampagnen können bewertet und somit das Marketingbudget in Zukunft optimal verteilt werden. Es wird analysiert, welche Regionen am besten abschneiden und wie sich die Konversion auf verschiedenen Zielseiten gestaltet. Auch die Darstellung langfristiger Trends ist möglich.

Lead-Generation-Dashboard

Dieses Tool kommt in Marketingabteilungen und Werbeagenturen zum Einsatz. Mit aussagekräftigen Diagrammen, Karten und Reports werden Leads von Marketingkampagnen, Zielseiten und Konversionsraten überwacht. Es können sowohl die Gesamtleistung als auch die durchschnittlichen Kosten und die wichtigsten KPIs dargestellt werden. Auf diese Weise werden die Effekte der einzelnen Marketingstrategien sichtbar und künftige Entscheidungen in diesem Bereich optimiert.

E-Commerce-Dashboard

Mit einem E-Commerce-Dashboard werden die Umsätze und Zielmärkte einer E-Commerce-Website analysiert. E-Commerce-Vorgänge werden somit besser und leichter verständlich. Umsätze können regional, nach demografischen Kriterien oder anderen Aspekten beurteilt werden, indem die entsprechenden Analyseergebnisse anschaulich in Diagrammen oder Reports dargestellt werden.

HR-Dashboard

In allen Branchen nutzen die Personalabteilungen Dashboards, um Berichte zu erstellen. Dafür werden detaillierte Personaldaten analysiert, um die strategischen Entscheidungen im Bereich Human Resources Management abzusichern. Die HR-Daten stammen aus den Abrechnungssystemen, Einstellungs- und Vergütungsverhandlungen und beziehen auch gesetzliche Vorgaben ein. Auf dieser breiten Datenbasis identifiziert die HR-Abteilung Muster und Kausalitäten. Es wird auf einen Blick erkannt, in welchen Bereichen ein Handlungsbedarf besteht, welche Schulungsmaßnahmen sinnvoll sind und wie die Mitarbeitermotivation gestärkt werden kann.

Investor-Dashboard

Mit einem Investor-Dashboard können Investoren ihre Entscheidungen auf Basis der Analyse und Verdichtung einer Vielzahl von Informationen treffen, die beispielsweise in einer Datenbank wie CrunchBase von Sisense zusammengetragen wurden. Investitionen, Neugründungen und Übernahmen werden nicht intuitiv, sondern aufgrund von umfassenden Informationen getroffen.

 

Business Intelligence Dashboard: Mobilität ist eine Kernkompetenz der Software (#03)

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BI Dashboard Best Practices: die Macht des Wissens im Zeitalter der Digitalisierung

Im Zusammenhang mit Big Data wurden auch die Dashboard Anwendungen in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Nie zuvor waren derartig viele Datenquellen verfügbar und die Nutzung dieser Informationen ermöglicht es den Firmen, Wettbewerbsvorteile zu generieren. Unternehmerischer Erfolg korreliert mit der Professionalität der IT-gestützten Datenverarbeitung, also der Anwendung von Business Intelligence Tools. Firmen, die sachliche Entscheidungen aufgrund von Informationen treffen, werden sich gegenüber ihren Mitbewerbern behaupten.

Dashboards sind ein perfektes Analytics Tool, mit dem die digitale Transformation vorangetrieben werden kann. Sie erfüllen die Informationsbedürfnisse der Entscheider auf eine besonders intuitive Art und sind somit ein Garant dafür, dass die Ergebnisse der Datenanalysen nicht in Schubladen verschwinden, sondern in der täglichen Entscheidungsfindung genutzt werden.

Es sind folgende fünf BI Dashboard Best Practises zu beobachten, mit denen der Start in diese Art der Datenanalyse und -visualisierung gelingt:

Best Practise Bedeutung Vorteile
Kenntnis der Dashboard-Varianten Welches Dashboard-Design passt zur Firma? strategische Dashboards (wohin entwickelt sich die Firma)
analytische Dashboards (allgemeiner Zustand wird überwacht)
operative Dashboards (KPIs im Fokus)
Data Design vermeidet Datenchaos effektive Kommunikation hat oberste Priorität Daten werden gut platziert und sauber gruppiert
vergleichbare Elemente werden zusammen gruppiert
Datenlücken werden geschlossen
es werden optisch Gruppen durch Umrandung oder Schattierung gebildet
Kontinuität der Integration linearer Elemente
direkte Darstellung linearer Verbindungen
Data Design mit klarer visueller Struktur saubere Datenpräsentation durch visuelle Ordnung konsistente Anordnung: beispielsweise alle Daten oben links
Leerraum muss sinnvoll genutzt werden (z.B. für interaktive Analysen)
Kontrast muss im Zusammenhang mit dem Leerraum optimiert werden
Datenkontext zur Verfügung stellen alle Adressaten müssen den Kontext verstehen umfassende Information aller User nötig
wichtige Bereiche sind die zeitliche Gültigkeit der Dashboard-Daten
die Aktualität der Metriken und Datenpunkte
Webbasierter Zugriff Webfähigkeit ist unverzichtbare Bedingung ein breiteres Publikum wird erreicht
Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche wird vereinfacht
Transparenz über die Datensätze wird verbessert

Business Intelligence Dashboards erweisen sich als effektive Tools, mit denen im Zeitalter der Digitalisierung und im Zusammenhang mit Big Data das Unternehmenswachstum gefördert und die Gewinnsituation verbessert wird. Firmen treffen bessere und schnellere Entscheidungen und können aktiv in die Marktgeschehnisse eingreifen, anstatt nur auf bereits stattgefundene Ereignisse zu reagieren. Alle renommierten Anbieter wie Microsoft, SAP, Oracle oder IBM bieten Dashboard-Tools an. Für kleinere und mittlere Firmen sind die Lösungen von Anbietern wie Datapine, Geckoboard oder Cyfe eine interessante Alternative.

Eine kostenlose Testversion stellt sicher, dass ein gewähltes Dashboard-Tool sich auch im Unternehmensalltag bewährt. Open Source Anwendungen ermöglichen sogar einen völlig kostenlosen Einstieg in diese innovative Form der Datenvisualisierung und des Reporting. Die Lösungen der großen Anbieter wie SAP wurden zunächst speziell für Großunternehmen konfiguriert. Mittlerweile gibt es jedoch auch Versionen für den Mittelstand und Möglichkeiten, die Software individuell auf die Bedürfnisse der Firma abzustimmen.


Bildnachweis:© Shutterstock – Titelbild: Khakimullin Aleksandr – #01: Rawpixel.com – #02: Lightspring – #03: Scanrail

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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