Konsolidierungssoftware: die Top 3

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Konsolidierungssoftware zu vergleichen ist ebenso notwendig wie schwierig. Softwarelösungen zur Konzernrechnungslegung, also zur Konsolidierung mehrerer Einzelabschlüsse zu einem Konzernabschluss, werden zahlreich angeboten. Wir haben uns unter den Top-Produkten umgesehen und zeigen, was man von Konsolidierungssoftware erwarten darf.

Konsolidierungssoftware: die Top-3-Anbieter

Das Portal „controllingportal.de“ listet sechzehn Anbieter von Konsolidierungssoftware. Welches nun für den Einsatz in Ihrem System das Richtige ist, beantwortet die dortige Tabelle nicht sofort. Dies hängt auch vor allem von den Auswahlkriterien Ihres Unternehmens ab. Dennoch greifen wir hier die ersten drei Einträge der Produkttabelle heraus.

Anbieter #1 von Konsolidierungssoftware: S+S SoftwarePartner GmbH

Die Software-Lösung ISC-Controlling als Controlling-Lösung für Mittelständler deckt verschiedene Bereiche des Controllings ab: Investitionscontrolling, Finanzbuchhaltung, Cash-Management, Anlagenverwaltung, Wertpapierverwaltung. DIE ISC-Software ist GOB- und GDPdU-zertifiziert, mandanten- und konzernfähig und ermöglicht die Rechnungslegung nach HGB, IFRS und US-GAAP.

Anbieter #2 von Konsolidierungssoftware: FibuNet GmbH

Die Software-Lösung FibuNet Controlling deckt die Bereiche Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Kostenrechnung, Planung, Analyse, Reporting ab. Die ERP-Zufriedenheitsstudie 2014 der COMPUTERWOCHE und der Trovarit AG hat das für die FibuNet erfreuliche Ergebnis, die mit Abstand zufriedensten Kunden zu besitzen.

Anbieter #3 von Konsolidierungssoftware: elKomSolutions GmbH

Die Software-Lösung elKomSolutions deckt die Bereiche Vertriebs- und Logistikcontrolling, Finanz-Berichtswesen, Investitionsplanung und Investitionsanalyse, Management-Informationssystem, Produktionscontrolling, Projektcontrolling, Kennzahlensysteme, Basel II, EVA, Ergebnis-Rechnung und DB-Rechnung ab.

Konsolidierungssoftware: per Definition ein Allrounder

Nicht nur in der Zusammenführung der Zahlen zum Konzernergebnis, auch in der Betrachtung der Zahlen in den Teilbereichen eines einzelnen Unternehmens zeigt sich die Flexibilität der Software. Die Ergebniszahlen werden teils für die interne Berichterstattung aufbereitet, teils für die Übergabe, den Export zusammengestellt. Nutzer der exportierten Daten kann beispielsweise eine Bank sein, die für eine anstehende Kreditvergabe eine Bonitätsprüfung vornimmt.

Durch die transparente Aufbereitung der Unternehmenszahlen lassen sich auch oft kleinere Schätze heben. Potenziale und Risiken können aufgedeckt werden. Auch die Liquidität des Unternehmens lässt sich feingliedriger planen, das Kapital also besser ausnutzen.

Ist eine Software zur Konsolidierung tatsächlich nötig?

Hut ab vor den Controllern, die „ihre Zahlen“ im Excel im Griff haben. Solange alle Formeln korrekt sind, mag dies noch angehen. Andererseits ist das Risiko versteckter Kalkulationsfehler immens hoch. Auch die Abhängigkeit der Berichtserstellung von eben der einen Person des Controllers stellt für sich bereits ein Unternehmensrisiko dar.

Insofern ist es dringend anzuraten, die Konsolidierung und auch schon das Controlling generell mit einer Standardsoftware durchzuführen, deren Benutzer austauschbarer sind und die vor allem geprüft und frei von Fehlern sind. Eine einfache Koordination für Berichts- und Konsolidierungsabläufe ist somit auch leicht durchsetzbar.

Konsolidierung: die Software und die Voraussetzungen

Die Größe und Ausrichtung des Unternehmens bestimmen die Auswahl der Software. Während kleine Unternehmen oftmals mit einer vereinfachten Ausführung der Software arbeiten können, ist ein stufenweiser Ausbau der genutzten Leistungsmerkmale in einem solchen Fall ein wichtige Option. Die Anpassbarkeit an die Prozesse des Unternehmens steht natürlich im Vordergrund. Andererseits kann sich ein kleines Unternehmen mit seinen Prozessen oftmals noch leichter an die Architektur eines Softwarepakets anpassen. Hier ist eher die intuitive Bedienbarkeit der Software ein Entscheidungsmerkmal.

Konsolidierungssoftware wird im Allgemeinen sowohl für die Legalkonsolidierung als auch für die Managementkonsolidierung genutzt. Anbieter von Softwarepaketen mit solchen Features sind beispielsweise SAP, IBM, IDL oder Infor. Standardmäßig bieten alle diese Konsolidierungssoftware-Pakete den Im- und Export aller Daten, sowie die Nutzung der Reportingfunktion für interne und externe Ziele. So können erstellte Berichte sowohl an Tochtergesellschaften als auch Banken oder das Hauptunternehmen transferiert werden.

Betrachtung der Finanzlage des Unternehmens

Die Daten aus der Konsolidierungssoftware ermöglichen eine Betrachtung der Finanzplanung des Unternehmens ebenso wie verschiedene Szenarien einer Investition. So lässt sich für ein Investitionsvorhaben ein optimiertes Feintuning betreiben, das eine Anpassung der Investition an die finanztechnische Gesamtlage des Unternehmens ermöglicht.

Die Informationen aus der Konsolidierungssoftware werden in den verschiedenen Bereichen des Unternehmens weitergenutzt. Sie müssen nur nach Bedarf eine Aufbereitung erfahren. Dabei kann es teilweise nötig werden, die Informationen aus den einzelnen Bereichen zu einem ganzheitlichen Bericht zusammenzuführen, um die Sichtweise des Teilausschnitts des Unternehmens zu verlassen. Die Daten werden so auch einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Fehler in der Datenaufbereitung werden so schneller erkannt und künftig vermieden. Eine Anpassung an internationale Rechnungslegungsstandards wie beispielsweise IFRS ist hier möglich.

Auswahlkriterien für eine Investition in eine Konsolidierungssoftware

Im Konzern mit einer ganzen Reihe von Tochtergesellschaften stellt sich oft die Frage, wie die nötigen Daten insgesamt abgebildet werden können und wie eine Darstellung des Gesamtstandes des Konzerns möglich ist. Eine Konsolidierungssoftware kann Daten online leicht erfassen und zusammenführen. Die Zahlen der einzelnen Tochtergesellschaften können schnell abgestimmt werden.

Diese Checkliste sollte bei der Auswahl einer Konsolidierungssoftware berücksichtigt werden:

  • integrierbare Planung für den gesamten Konzern
  • Datenbasis
  • multimediale Datenhaltung und Darstellung der Daten
  • automatische Generierung der Reporting Packages
  • anwenderfreundliche Erfassungsroutinen
  • manuelle Erstellung einzelner Segmente möglich
  • frei definierbare Auswertungen vorhanden
  • freie Berechnung von Kennzahlen möglich
  • Erstellung von Einzelberichten

Bildnachweis: © morguefile.com – pippalou

Über 

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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