IBM arbeitet an der Einführung der Blockchain-Technologie mit dem Staat Dubai

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In Zusammenarbeit mit einigen staatlichen Stellen testet IBM in Dubai derzeit die Blockchain-Technologie. Damit erhofft sich das Unternehmen eine Verbesserung im Punkt der Effizienz beim Import und Export von Gütern im Nahen Osten. Hierfür arbeitet der US-Konzern mit Dubai Handel, Dubai Zoll und dem IT-Unternehmen Dutech zusammen. Blockchain soll dabei als Lösung für die Logistik und Handelsfinanzierung dienen.

Was ist Blockchain überhaupt?

Bei der Blockchaintechnologie werden Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin, eingesetzt. Solche Währungen werden weltweit überwiegend in der Finanzdienstleister-Branche verwendet, sind aber auch für andere Branchen sehr interessant. Blockchain ist eine Datenbank, die verschlüsselt ist und in die sämtlichen Transaktionen in Blocks gespeichert werden. Mit jeder neuen Transaktion wird auch ein neuer Block generiert, um die dann die Datenbank erweitert wird. Ähnlich wie bei Peer-to-Peer Anwendungen erfolgt solch eine Transaktion zwischen zwei Teilnehmern direkt. Alle in der Datenbank enthaltenen Informationen werden auf vielen Rechnern dezentral gespeichert – dadurch ist eine Manipulation der Daten nahezu unmöglich und es ist eine große Transparenz vorhanden und somit eine hohe Sicherheit.

Mithilfe von Blockchain-Lösungen sollen in Dubai sogenannter Smartcontracts Verträge auf Papier ersetzen. Die bislang erforderliche Dokumentation für einen Güter-Im- und Export soll damit vereinfacht werden in den Punkten Nachverfolgung, Versand und Güterbewegung. Außerdem ist es laut IBM mit der Blockchain-Technologie möglich, den Lieferstatus und weitere Informationen in Echtzeit zu erhalten. Dies alles mit einer großen Sicherheit und Transparenz und Betrugsfälle, wie Geldwäsche, können dadurch vermieden werden. Wenn es nach der Regierung von Dubai geht, dann sollen bis zum Jahr 2020 alle Transaktionen in die Blockchain verlagert sein.

Infografik und Karte: IBM setzt seine Global Cloud Data Center Expansion fort. (#1)

Infografik und Karte: IBM setzt seine Global Cloud Data Center Expansion fort. (#1)

Welche Unternehmen arbeiten noch an der Blockchain-Technologie?

Bislang wird Blockchain noch nicht großartig kommerziell genutzt. Allerdings testen viele Konzerne derzeit die Technologie, wie zum Beispiel Wal-Mart. Blockchain ermöglicht einen kostengünstigen, schnellen, sicheren und direkten Austausch von Informationen. Das ist in Zeiten der Cloud und des Internets nicht immer möglich und macht daher Blockchain so interessant. Besonders sensible Branchen, wie der Versicherung- und Finanzsektor, sind derzeit dabei zu testen, zu forschen und zu experimentieren.

Eines dieser Unternehmen ist die Allianz Versicherung, die das Start-up Everledger fördert. Hierbei werden sichere Transaktionen beim Handel mit Diamanten ermöglicht. Blockchain sorgt dafür, dass die Steine nicht gefälscht, nicht gestohlen und echt sind. Auch in anderen Versicherungssparten ist der Einsatz von Blockchain denkbar. Zum Beispiel beim Kauf eines Autos mit Blockchain, der Versicherung und der Zulassung. Das alles geht laut IBM künftig bequem aus den eigenen vier Wänden heraus mit dem Smartphone – ohne das Heim verlassen zu müssen. Dabei wird via Blockchain festgeschrieben, wer der Eigentümer des Autos und wer der Versicherer ist. Dadurch steht einer Online Zulassung nichts mehr im Wege. Diese Technologie lässt sich in den verschiedensten Branchen einsetzen und eröffnet zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten.


Bildnachweis: © Titelbild + #1 IBM

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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