Getreidetrocknung: Lochbleche in der Landwirtschaft

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Lochbleche finden nicht nur in der Industrie und in der Architektur Anwendung, sondern sie werden vermehrt auch in der Landwirtschaft eingesetzt. Zur Getreidetrocknung, zum Sortieren und Trennen oder bei der Zuckerverarbeitung sind Lochbleche inzwischen unverzichtbar geworden.

Aufbereitung von Getreide

Lochblech in der Getreidetrocknung

Lochblech in der Getreidetrocknung

Ein Lochblech in geeigneter Größe kann zur Aufbereitung von Getreide eingesetzt werden, hier speziell zum Reinigen, Sortieren und für die Getreidetrocknung. Für die Grob- und Vorreinigung kommen verschiedene Arten von Lochblechen bzw. Lochmustern zum Einsatz, die beispielsweise bei der RMIG hergestellt werden. Mithilfe dieser Bleche werden unerwünschte Beimengungen im Getreide aussortiert. Einsatz finden die Bleche bei der Reinigung von Getreide, Samen, Hülsenfrüchten, Mais oder auch Reis. Durch die Vorreinigung werden die Getreidekörner auf die weitere Verarbeitung oder auf die Getreidetrocknung vorbereitet.

Genau genommen muss zwischen der Grob- und der Vorreinigung unterschieden werden, denn bei der Vorreinigung geht es vor allem darum, unterschiedliche Korngrößen zu trennen. Teilweise wird damit bereits die Grobreinigung ersetzt.
Für die Getreidetrocknung werden Lochbleche als spezielle Siebe eingesetzt. Damit ist die Beeinflussung der Luftströme im Trockenraum möglich, der Trocknungsvorgang wird letzten Endes beschleunigt. Für jeden Bedarf können durch die RMIG individuelle Lösungen umgesetzt werden.

Nicht für die Getreidetrocknung, wohl aber für die Trocknung von Silage oder bei der Bodentrocknung werden Lochbleche eingesetzt, die über eine spezifische Rundlochung verfügen. Dafür wird vorverzinkter Stahl verwendet, ein robustes, langlebiges und nicht rostendes Material.

Weitere Lochbleche in der Landwirtschaft

Neben der Getreidetrocknung sind viele weitere Anwendungsbereiche für ein Lochblech in der Landwirtschaft denkbar. So werden unter anderem Schlitzbrückenbleche hergestellt, die bei einer befahrbaren Trocknungslösung zum Einsatz kommen. Diese Art Lochblech ermöglicht eine Lagerung, die trocken und sicher vor Pilzbefall ist, gleichzeitig wird der Schutz vor Selbsterhitzung erreicht. Die Fläche ist bis zu 18,2 Prozent offen. Getrocknet werden damit unter anderem auch Raps, Tee oder Holzschnitzel.

Ein spezielles Lochblech ist das Trieurblech, welches für die Reinigung und Sortierung des Saatguts eingesetzt wird. Die Form und Größe der Zelle dieses Blechs richten sich danach, wie die Anforderungen seitens des Anwenders sind. Die Bleche werden als Tafeln auf das gewünschte Maß geschnitten, danach erfolgt die Rundung oder das Verschweißen zu einem Zylinder. Die Bleche werden nach Längen getrennt, wobei der Hersteller auf die Sortiergenauigkeit achten muss. Trieurbleche werden unter anderem für die Reinigung verschiedener Getreidesorten eingesetzt, für die Sortierung von Hafer oder Hülsenfrüchten oder für die Aufbereitung des Saatguts. Zudem erfolgt ihr Einsatz bei der Trennung fließfähiger Schüttgüter, die einen gleichen Querschnitt und ein ähnliches Gewicht aufweisen. Hier wird nach Unterschieden in der Länge getrennt. Die Präzision dieser Bleche liegt bei bis zu 177.000 Zellen pro Quadratmeter, die Ausleseleistung ist damit ausreichend hoch.

An dieser Stelle sei eine weitere Verwendung der Lochbleche in der Landwirtschaft hervorgehoben – die der Hammermühlensiebe. Diese verfügen über einen hohen Durchsatz und verschiedene Arten der Lochung. Diese kann beispielsweise 2,0 Millimeter betragen, ist aber auch weitaus größer möglich. Auch die Stärke des verwendeten Blechs kann je nach Anwendungsgebiet variieren.

Auch in der Zuckerindustrie kommt das Lochblech zum Einsatz. Dafür werden unter anderem Rotationssiebe, Zentrifugalsiebe oder auch Markpressfilter eingesetzt. Wie immer gilt – das Lochblech wird entsprechend der Anforderungen des Anwenders spezifisch angepasst.


Bildnachweis: © freeimages.com – Repsaj

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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