Die Entwicklung des Internets mit Prof. Zorn erleben: Werner E-Mail schicken oder anrufen!

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Wer möchte an Zorn, Werner E-Mail oder anderweitige Nachricht schicken? Wer sich jetzt fragt, wer das eigentlich ist, sollte sich informieren: Prof. Werner Zorn war der erste Empfänger einer E-Mail.

Prof. Werner Zorn: E-Mail zum 3. August 1984

Wer einmal bei Google oder einer anderen Suchmaschine „Werner E-Mail“ eingibt, bekommt nicht etwa nur die Zeichentrickfigur als Ansprechpartner (bzw. die zugehörigen Verantwortlichen der Produktionsfirma) genannt. Auch Prof. Werner Zorn wird aufgeführt, der als erster Mensch überhaupt eine E-Mail bekam. Es war in den 1970er Jahren, als Ray Tomlinson die E-Mail erfand und innerhalb seiner Abteilung die erste Textnachricht von einem PC zu einem anderen sandte.

Am 3. August 1984 war es dann soweit und Prof. Zorn bekam die erste E-Mail. Damals war das „Deutsche Forschungsnetz“ des BMBF gerade an den Start gegangen und Prof. Zorn war hier mit drei Projekten einer der Hauptverantwortlichen. Es ging unter anderem darum, dass die Deutschen das Gefühl hatten, sie müssen einen internationalen Rückstand in Sachen Interkonnektion nachholen.

Als die Kommunikation zwischen CSNET und DFN möglich war, erhielt Prof. Werner Zorn dann seine erste E-Mail. Prof. Zorn blickt heute noch gern auf die Zeit zurück und erklärt dabei aber auch, dass ihm diese erste E-Mail durchaus einigen Ärger eingebracht hatte. Der Grund: Er wurde als Hauptverantwortlicher gesehen und angeschrieben, obwohl er das nicht war. Die wirklich Verantwortlichen rächten sich dafür und stellten die BMBF-Projekte Zorns ein.

Video: Erfinder der E-Mail: Ray Tomlinson ist tot

Erste E-Mail an den Netzentwickler

Links und andere Inhalte, die heute durch die E-Mail ihren Weg quer über den gesamten Globus finden, waren damals noch nicht bekannt. Vielmehr wurden lediglich kurze Textnachrichten verschickt. Die Domain-Adressierungen, wie wir sie heute kennen, gab es ebenfalls noch nicht, die E-Mail Adressen hatten alle andere Adressierungen am Ende.

Der Prof. wurde unter zorn@germany erreicht, andere Unterscheidungsmöglichkeiten als den Namen brauchte man angesichts der geringen Nutzerzahl damals noch nicht. Später wechselte er auf zorn@ira.uka.de, unter der Zorn sogar heute noch angeschrieben werden kann.

Die verschiedenen Knoten, mit denen das Internet auch seitens des US Department of Defence betrieben wurde, konnten 1983 langsam zusammengeführt werden. Damit wurde das Internet langsam geöffnet, wobei die E-Mail der einzige Service war.

Die verschiedenen Knoten, mit denen das Internet auch seitens des US Department of Defence betrieben wurde, konnten 1983 langsam zusammengeführt werden. ( Foto: Shutterstock-chrisdorney)

Die verschiedenen Knoten, mit denen das Internet auch seitens des US Department of Defence betrieben wurde, konnten 1983 langsam zusammengeführt werden. ( Foto: Shutterstock-chrisdorney)

Die Verantwortlichen wollten eine strategische Nutzung des Internets bewirken, Sicherheitsauflagen gab es kaum. Dennoch war die E-Mail bereits ab 1984 innerhalb von Hochschulen und Forschungseinrichtungen das wichtigste Kommunikationsmittel. Die vollen Internetservices gingen aber erst in 1993 an den Start und konnten seither immer weiter ausgebaut werden.

Wer wissen will, wie sich die ersten E-Mails entwickelt haben, kann unter https://www.informatik.kit.edu/7089.php und https://www.zakon.org/robert/internet/timeline/ nachlesen. Weitere Links sind beim Hasso-Plattner-Institut zu finden, auch Prof. Werner Zorn gibt gern nähere Auskünfte zur Entwicklung.

Er ist neben der oben genannten E-Mail Adresse auch unter werner.zorn@hpi.de erreichbar. Seine Sekretärin Diana Stephan leitet Anfragen, die an sie gerichtet werden (unter der Adresse diana.stephan@hpi.de) ebenfalls an Prof. Zorn weiter. Sie weiß auch, zu welchen Zeiten der Professor eventuell persönlich erreicht werden kann.

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