Vorstellungsgespräch: Stärken und Schwächen des Bewerbers sehen!

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Unternehmen wollen charakterstarke Mitarbeiter. Denn nur so kann sich etwas bewegen und berufliche Ziele erreicht werden. Aber wie erfährt man im Vorstellungsgespräch wirklich seine Stärken und Schwächen? Und wie beurteilt man sie?

Vorstellungsgespräch: Stärken und Schwächen bringen voran — beide

Ein neuer Mitarbeiter soll vor allem eines: ins Unternehmen passen. Um den Charakter eines Bewerbers am besten beurteilen zu können, sollte man sich im Vorstellungsgespräch vor allem über seine Stärken, Schwächen und Fähigkeiten, Motivationen untersuchen. Es geht nämlich um mehr, als um ein Vorstellungsgespräch. Es geht darum, welche Personen man in sein Team lässt.

Damit man mit diesem Team Erfolge feiern und die Karriere aller vorantreiben kann, muss man vollkommen die Fähigkeiten jeden Teils kennen. Das Arbeitsklima muss stimmen und die soziale Umgebung muss harmonieren. Das geht nur, wenn man sich kennt beziehungsweise wirklich kennen-lernt.

— Aber wie fragen ohne eine blasse Standard-Antwort zu kassieren?

 

Ein neuer Mitarbeiter soll vor allem eines: ins Unternehmen passen. Um den Charakter eines Bewerbers am besten beurteilen zu können, sollte man sich im Vorstellungsgespräch vor allem über seine Stärken, Schwächen und Fähigkeiten, Motivationen untersuchen. (#01)

Ein neuer Mitarbeiter soll vor allem eines: ins Unternehmen passen. Um den Charakter eines Bewerbers am besten beurteilen zu können, sollte man sich im Vorstellungsgespräch vor allem über seine Stärken, Schwächen und Fähigkeiten, Motivationen untersuchen. (#01)

Vorstellungsgespräch — Über Stärken und Schwächen

Bevor es ins eigentliche Bewerbungsgespräch geht, sollte man sich vor dem Vorstellungsgespräch der Bedeutung von Stärken und Schwächen bewusst sein. Was sind Stärken? Was Schwächen? Warum entwickelt der Mensch einige Fähigkeiten eher aus als andere? Und was wird für das Unternehmen erwartet und gebraucht?

Stärken und Schwächen bedingen sich. Ebenso wie Krieg und Frieden, Gut und Böse, Schwarz und Weiß von einander abhängen. Darüber sollte man sich bewusst werden. Mitarbeiter sind Menschen. Menschen sind nicht schwarz oder weiß. Sie sind grau. Schwächen sind übertriebene Stärken und Stärken trainierte Schwächen. Sie sind nicht voneinander zu trennen. Jeder hat sie beide und eine Schwäche ist nicht ausschlaggebend für die Fähigkeit der Person.

Im Vorstellungsgespräch Stärken und Schwächen ermitteln

  • Für Bewerber ist das Motto in jeder Bewerbung: Verkaufen Sie sich interessant.
  • Für die Personalabteilung lautet das Motto: Forschen Sie nach.

Ein Vorstellungsgespräch erinnert an das Prinzip des Verschlüsselns und Entschlüsselns. Der Bewerber möchte sich gut, interessant, attraktiv verkaufen. Man muss das Gestein aufs Wesentliche herunterbrechen können, um (hoffentlich) Diamanten zu finden. Genau das ist es, was die Arbeit des Personalers angeht. Der Personaler ist der Detektiv, der Bewerber das aufpolierte Rätsel — und was macht ein Detektiv? Er fragt nicht nur. Er hakt nach.

Damit im Vorstellungsgespräch die wahren Stärken und Schwächen sichtbar werden, sollte auf zu direkte Fragen verzichtet werden. Je kontextreicher man fragt, desto mehr sieht man vom Charakter. Die Kreativität und Spontanität des Bewerbers ist gefordert. Kontext gilt aber nicht nur für den Fragenden, auch für den Gefragten selbst: Man sollte im Vorstellungsgespräch um Erläuterungen und Beispiele bitten, die die Stärken und Schwächen untermauern.

Das hilft, sowohl Stärken als auch Schwächen zu relativieren und den Menschen als Person zu sehen. Außerdem sollte so viel wie möglich nachgehakt werden. Jeder Mensch ist auf seine Weise interessant und hat viel zu erzählen. Es liegt nur daran, wie man fragt und welche Tür man öffnet — und sobald man eine Tür öffnet,kommt man in den Raum mit einer weiteren.

Ein Vorstellungsgespräch erinnert an das Prinzip des Verschlüsselns und Entschlüsselns. Der Bewerber möchte sich gut, interessant, attraktiv verkaufen. Man muss das Gestein aufs Wesentliche herunterbrechen können, um (hoffentlich) Diamanten zu finden. (#02)

Ein Vorstellungsgespräch erinnert an das Prinzip des Verschlüsselns und Entschlüsselns. Der Bewerber möchte sich gut, interessant, attraktiv verkaufen. Man muss das Gestein aufs Wesentliche herunterbrechen können, um (hoffentlich) Diamanten zu finden. (#02)

Tipps für’s Vorstellungsgespräch: Stärken und Schwächen — Fragetechniken

Wie aber fragen, ohne eine ausdruckslose Standard-Antwort zu kassieren? Die Regel: Standard-Fragen bekommen Standard-Antworten. Als Personaler muss man also ebenso kreativ werden, wie der Bewerber selbst. Methoden können sein:

  • Skala
  • Man bittet um eine Zahl auf einer Skala von 0 bis 10. 0 kann zum Beispiel gar nicht bedeuten, 10 sehr gerne.
  • Auf einer Skala von 0 bis 10: Wie gerne entwickeln entwickeln Sie gemeinsame Projekte?
  • Gedankenspiele/Erinnerungen
  • Gedankenspiele verhindern zu direkte, absolute Fragen. Sie können — im richtigen Kontext eingebettet — sowohl einen Einblick in die Stärken als auch in die Schwächen geben.

Wenn Sie eine Ihrer Stärken eintauschen müssten, um eine Schwäche loszuwerden, welche wäre das und warum gerade diese?


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild:  contrastwerkstatt-#01: contrastwerkstatt  -#02: contrastwerkstatt

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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