Vernetztes Kraftfahrzeug contra Datenschutz?

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Wir leben in einer Informationsgesellschaft, die auch vor unseren Kraftfahrzeugen nicht Halt macht. Tatsächlich ist der vernetzte Wagen heute eine ganz großes Thema und soll demnächst womöglich gar Leben retten.

Unterstützt unser Auto die Sammelwut der Datenjäger?

Doch mache Experten glauben, dass wir ohnehin schon viel zu viele Informationen über uns preisgeben (Stichwort: Facebook und andere soziale Netzwerke). Kann es also sein, dass wir demnächst zusätzlich auch durch unsere Fahrzeuge ausspioniert werden?

Das Thema „vernetztes Fahrzeug“ scheint also durchaus konfliktträchtig. So titelte Zeit Online mit einem „Rollenden Datensammler“ und äußerte die Befürchtung, dass unser Auto demnächst zu viel über uns selbst und unsere Fahrgewohnheiten verrät.

Durchaus sensible Daten also, die freilich für die Unternehmen hochinteressant sind. Womöglich auch für Behörden, da vernetzte Kraftfahrzeuge problemlos in ihrer Geschwindigkeit überwacht oder sogar von außen ausgebremst werden könnten. Nur einer der Gründe, warum Bundesjustizminister Heiko Maas auch bei dieser Thematik einen umfangreichen Datenschutz angemahnt hat.

Die Wagenlenker müssten selbst entscheiden können, welche Daten erhoben und an wen die dann übermittelt würden, setzte der Saarländer jeglicher Sammelwut deutliche Grenzen. Und mahnt vor nationalen Alleingängen. Denn ein „gläserner Autofahrer“ oder gar Bewegungsprofile, mit denen Wagen überwacht würden, könnten ja kaum das Ziel sein.
Ungeachtet derartiger Sorgen, könnten sich vernetzte Fahrzeuge, die im Falle eines Unfalls selbsttätig die nächste Rettungsleitstelle informieren, aber auch als Lebensretter erweisen … wie so oft im Leben, geht es also nicht darum, den technischen Fortschritt zu verteufeln, sondern allein darum, wie verantwortungsvoll und sinnvoll dieser genutzt wird!

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