Tipps für Großunternehmen: High Potentials abwerben

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Die Bedeutung von High Potentials in Großunternehmen ist so immens, dass das Abwerben zum Business gehört. Investitionen in besonders begabte und aussichtsreiche Mitarbeiter zahlen sich nur dann aus, wenn Unternehmen sie an sich binden können. Daher ist der Kampf der Firmen um die Top-Kräfte am Markt hart und nicht immer leicht zu gewinnen. Strategisches Vorgehen und ein Sinn für den Zeitgeist erleichtern es einem Arbeitgeber aus Deutschland, Talente zu finden und für die eigene Firma zu gewinnen.

Warum Großunternehmen High Potentials abwerben

Gerade Großunternehmen benötigen sehr gut ausgebildete Fachkräfte mit einer hohen sozialen Kompetenz. Solche Spitzenkräfte werden High Potentials genannt und sind unter Firmen heiß umkämpft. Sie bringen einem Konzern fachlich wie menschlich Vorteile und tragen damit erheblich zum Erfolg bei. Da die meisten Großunternehmen zwar eigene Fachkräfte ausbilden und langfristig an sich binden, die Anzahl jedoch nicht dem Bedarf entspricht, ist das Abwerben von Spitzenkräften eine gängige Praxis.

Dazu lassen sich Arbeitgeber und Personalabteilungen einiges einfallen: vom Headhunter über Jobmessen bis hin zum Networking in der Schweiz und Österreich. Wichtig beim Recruiting ist, dass Spitzenkräfte möglichst früh erkannt und für den eigenen Konzern gewonnen werden. Der ideale Zeitpunkt ist daher der Hochschulabschluss. Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden per Recruiting in das Großunternehmen geholt und verbleiben dort. Das spart spätere Bemühungen zum Abwerben, die mit großem zeitlichem und monetärem Aufwand verbunden sind.

Eine mitarbeiterfreundliche Arbeitsstruktur wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten tragen ebenfalls zur Mitarbeiterbindung bei. (#01)

Eine mitarbeiterfreundliche Arbeitsstruktur wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten tragen ebenfalls zur Mitarbeiterbindung bei. (#01)

Tipps zum Abwerben von High Potentials für Großunternehmen

Wer die besten Kräfte am Markt für sein eigenes Unternehmen gewinnen möchte, muss strategisch vorgehen. Außerdem muss eine Firma den so genannten Spitzenkräften der Branche etwas bieten können, was sie bei anderen Konzernen nicht erhalten.

  • Tipp 1: Um die besten Fachkräfte zu finden, sollte ein Unternehmer den Markt kennen und das nicht nur oberflächlich. Für die Anwerbung von Mitarbeitern für deutsche Firmen kommen auch der Arbeitsmarkt in der Schweiz und in Österreich in Frage. Eine genaue und grenzüberschreitende Marktstudie ist daher unerlässlich. Selbst angelegte Listen mit den Top-Kandidaten sind hilfreich bei der Marktbeobachtung.
  • Tipp 2: Wichtig für den Erfolg eines Abwerbungsgesprächs ist der Zeitpunkt. Sobald ein Unternehmen ins Straucheln gerät und zum Beispiel Kurzarbeit einführt oder Mitarbeiter entlässt, haben Abwerbungsgespräche den größten Erfolg.
  • Tipp 3: Online-Networking ist eine Möglichkeit, um als Großunternehmen an High Potentials heranzutreten und sie später erfolgreich abzuwerben. Während diesen Job früher Headhunter machten, ist inzwischen das Online-Networking in den Vordergrund beim Recruiting gerückt. Auch eigene Mitarbeiter lassen sich in Online-Networking einbinden.

Eigene High Potentials vor dem Abwerben schützen

Nachdem eine Firma Top-Kräfte für die eigene Belegschaft gewonnen hat, spielt die Mitarbeiterbindung an das eigene Unternehmen eine wichtige Rolle. Dadurch kann die Betriebszugehörigkeit gesteigert werden und die Fachkräfte bringen sich und ihre Kompetenzen langfristig in das Großunternehmen ein. Entscheidend für die Mitarbeiterbindung sind Faktoren wie das Gehalt, Mitarbeitervorteile, Aufstiegschancen und die Life-Work-Balance. Ein angenehmes Arbeitsumfeld und faires Gehalt sind daher nur die Basis für einen längerfristigen Verbleib der High Potentials im Großunternehmen.

Eine mitarbeiterfreundliche Arbeitsstruktur wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten tragen ebenfalls zur Mitarbeiterbindung bei. Außerdem können Sonderleistungen den Verbleib fördern. Solche Sonderleistungen sind unter anderem Zuschüsse zur Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, zum Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel, zu Weiterbildungsmaßnahmen und Kursen zur Förderung der Life-Work-Balance.

Auch regelmäßiges Feedback für die High Potentials, ein ausgesprochenes Lob für geleistete Arbeit und Veranstaltungen nach Feierabend gemeinsam mit der Belegschaft steigern die Arbeitszufriedenheit. Das gilt selbstverständlich nicht nur für High Potentials, sondern für alle Mitarbeiter in einem Großunternehmen.


Bildnachweis:© Fotolia Titelbild: industrieblick-#01:FotolEdhar _

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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