Test NAS: Welche Geräte sind am besten?

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Der Test NAS (Network Attached Storage) bewertet die modernen Netzwerkspeicher anhand verschiedener Kriterien. Sowohl Unternehmen als auch private Nutzer verwenden immer häufiger NAS, um große Datenmengen verschiedener Quellen zentral zu speichern. Die Netzwerkfestplatten bieten eine riesige Speicherkapazität und erfüllen außerdem höchste Anforderungen an die Datensicherheit.

Vor der Entscheidung für ein spezielles Gerät ist es sinnvoll, sich mit einen Test der NAS über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modell zu informieren.

Test NAS: Was bieten die modernen Netzwerkspeicher?

Der Leistungs- und Funktionsumfang der verschiedenen NAS ist sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht von einfachen Datenspeichern, die über das Internet erreichbar sind und die Festplatte ergänzen, bis zu voll funktionsfähigen Servern, die über einen leistungsfähigen Prozessor verfügen. Entsprechend ist auch das Preisspektrum sehr breit. Einfache Modelle gibt es für weniger als 100 Euro, wohingegen Netzwerkspeicher für den professionellen Einsatz mindestens 300 Euro kosten.

Video: Die 5 besten NAS-Server im TechWatch Vergleich

Welche Funktionen erfüllen NAS-Server?

Daten aus verschiedenen Quellen werden sowohl im heimischen Bereich als auch in vielen Unternehmen auf unterschiedlichen Speichermedien abgelegt. Privatnutzer möchten Videos, Musikdateien, Fotos und Dokumente mit verschiedenen Endgeräten abrufen. In kleineren Unternehmen speichern Mitarbeiter Dateien auf der Festplatte im PC oder auf USB Sticks, sodass es teilweise Probleme mit der Verwaltung und Auffindbarkeit von Dateien gibt. Auch der mobile Zugriff mit dem Handy oder Tablet ist sowohl im privaten wie auch im gewerblichen Bereich erwünscht. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden die NAS-Server konzipiert.

Dabei handelt es sich um Speicher, die mit einem Netzwerk verbunden sind. Von jedem in diesem Netzwerk registrierten Endgerät aus kann auf die Datenbestände zugegriffen werden. Die Datensätze aller Datenquellen befinden sich somit an einem zentralen Ort und über die Autorisierung des Zugriffs entscheidet allein der Administrator.

Damit ist diese Art der Datenspeicherung sehr viel sicherer als die Nutzung von Cloud Diensten. Außerdem entfällt das Speichern auf externen Festplatten oder USB Sticks und die Verwaltung aller Datensätze wird professionalisiert. Letztlich existiert nur noch ein zentraler Datenspeicher, von dem aus die Daten direkt auf allen Multimediageräten gestreamt oder mobil mit dem Handy abgerufen werden können.

 Es gibt Modelle mit nur einer Festplatte und NAS-Server mit mehreren Schächten für den professionellen Einsatz in Unternehmen. Vor der Entscheidung für ein Gerät sollte man zunächst überlegen, welche Funktionen benötigt werden. (#01)

Es gibt Modelle mit nur einer Festplatte und NAS-Server mit mehreren Schächten für den professionellen Einsatz in Unternehmen. Vor der Entscheidung für ein Gerät sollte man zunächst überlegen, welche Funktionen benötigt werden. (#01)

Test NAS: Worauf sollte man beim Kauf eines Netzwerkspeichers achten?

Der Test NAS bei netzwelt unterteilt die NAS Systeme in verschiedene Klassen und vergleicht Geräte innerhalb einer Klasse. Es gibt Modelle mit nur einer Festplatte und NAS-Server mit mehreren Schächten für den professionellen Einsatz in Unternehmen. Vor der Entscheidung für ein Gerät sollte man zunächst überlegen, welche Funktionen benötigt werden.

Einige Hersteller bieten Gutscheine für Erweiterungen und zusätzliche Software an. Moderne NAS lassen sich beispielsweise mit Plug-ins problemlos zu einem E-Mail-, Web- oder Druckerserver erweitern und übernehmen somit wesentlich mehr Aufgaben als das bloße Speichern von Daten. Teure Modelle sind mit ECC-RAM ausgestattet und die Deduplikation von Daten spart wertvollen Speicherplatz. Solid-State Disks fungieren als leistungsstarke, schnelle Puffer und eine Erweiterung mit externen Boxen gehört ebenfalls bei manchen Geräten bereits zum Standard.

Sogar hinsichtlich der Gehäuseform besteht eine große Auswahl. Statt der konventionellen Quaderform kann auch ein Einbau in ein 19-Zoll-Rack gewählt werden. Bei der Entscheidung für einen Netzwerkspeicher sollte außerdem die Größe des Arbeitsspeichers und des Prozessors betrachtet werden. Je mehr Funktionen erwünscht sind, umso leistungsfähiger sollte die Hardware-Ausstattung sein. Neben der Performance sind auch der Einrichtungsaufwand und die Bedienbarkeit in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Zum Schluss sollten die Verarbeitungsqualität, die Software und Extras im Lieferumfang bewertet werden.

Der Test NAS ergibt Sieger für verschiedene Klassen von Netzwerkspeichern:

  • günstige Server
  • hochpreisige Server
  • Private Cloud
  • reiner Speicher

Video: Nachgehakt, worauf sollte man bei der Auswahl eines NAS achten?

Welcher günstige Netzwerkspeicher ist empfehlenswert?

Günstige NAS konzentrieren sich auf die Kernaufgabe der Datenspeicherung. Oft werden diese Geräte als Private Cloud eingesetzt. Das Modell Zyxel NAS326 überzeugt vor allem mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Dieses Gerät punktet mit der einfachen Speicherung der Daten und macht diese über LAN oder Internet verfügbar.

Es handelt sich um eine leere 2-Bay-Version, die sehr einfach mit zwei Festplatten bestückt werden kann. Als Pluspunkte erweisen sich die einfache Einrichtung, Bedienbarkeit und die Software, die bereits im Lieferumfang enthalten ist. Einschränkungen gibt es allerdings im Hinblick auf das Streaming von Multimedia-Inhalten und die Erweiterbarkeit für steigende Ansprüche.

Welcher hochpreisige NAS-Server bietet die beste Leistung?

Im hochpreisigen Segment stehen leistungsfähige Multimedia-NAS mit einem großen Softwarepaket zur Auswahl. Besonders die Geräte der Firmen Synology, Qnap und Asustor bieten umfangreiche Funktionen. Das Modell Asustor NAS AS6104T ist im Bereich der Multimedia-Anwendungen besonders stark, denn es erfüllt die Funktion als Home Theatre PC (HTPC) am besten. Das Gerät hat ansonsten große Ähnlichkeit mit dem QNAP 251+. Auch das Modell Synology DS 216+II überzeugt im Test, verfügt jedoch nicht über einen HDMI-Anschluss.

Alle drei Hersteller liefern sehr gute Geräte, die sich lediglich hinsichtlich der mehr oder weniger smarten Umsetzung einzelner Multimedia-Funktionen unterscheiden. Das Asustor NAS AS6104T ist auch für kleinere Unternehmen hervorragend geeignet, denn es verfügt über Features wie die Virtualisierung und ein zweites Netzwerk-Interface. Es bietet eine komplette Speicher- und Backup-Lösung sowie den Fernzugriff und eine Cloud-Synchronisierung.

Diese Geräte im Test NSA sind schwerpunktmäßig für das Speichern von Daten und den Zugriff über das Internet ausgelegt. (#02)

Diese Geräte im Test NSA sind schwerpunktmäßig für das Speichern von Daten und den Zugriff über das Internet ausgelegt. (#02)

Welcher Festplattenspeicher eignet sich als Private Cloud?

Diese Geräte im Test NSA sind schwerpunktmäßig für das Speichern von Daten und den Zugriff über das Internet ausgelegt. Selbstverständlich können auch die hochpreisigen Modelle diese Funktionen übernehmen. Allerdings ist bei den Private Cloud Modellen die Einrichtung einfacher und auch die Datenverwaltung funktioniert problemlos.

Ein Media-Streaming-Center gehört zum Leistungsumfang, jedoch kein Mail-Server, Webcam-Überwachungssystem oder HDMI-Anschluss. In dieser Klasse überzeugt besonders die Seagate Personal Cloud. Plex macht das NAS zum perfekten Streaming-Server und außerdem können WordPress Webseiten gehostet werden und es ist möglich, per IFTTT Services zu verknüpfen.

„Nur-Speicher“-NAS

NAS Systeme, die ausschließlich als Speichermedium ausgelegt sind, gibt es nur noch für professionelle Unternehmensanwendungen. Diese externen Speicherverwalter sind eigentlich gar keine NAS, sondern DAS (Direct Attached Storage), also Speicher, die direkt an den PC angeschlossen sind. Es handelt sich dabei jedoch nicht nur um externe Festplatten. Im Test überzeugte besonders das Gerät LaCie 2big Quadra. Das französische Tochterunternehmen von Seagate stattete das Modell mit vier Terabyte (im RAID-1 Modus, im RAID-0 Modus sind es acht Terabyte!) und einer sehr guten Backup-Software aus. Bei diesem Gerät sind besonders die Verarbeitung, das Design und das Material (Metall) hervorzuheben.

Video: NAS im Eigenbau – Tutorial deutsch | CHIP

Test NAS: Die Ansprüche bestimmen den Preis

Es gibt günstige Netzwerkspeicher, die nur 30 Euro teurer sind als Private Clouds, aber wesentlich mehr Funktionen bieten. Wer den etwas höheren Einrichtungsaufwand nicht scheut, wird mit deutlich höherer Leistung belohnt. Die Modelle der Markführer Qnap, Synology und Asustor sind teilweise dreimal so teuer wie günstige Varianten von Zyxel oder Buffalo.

Meist verfügen die teuren Geräte über einen HDMI-Anschluss, sodass kein Mediaplayer oder Smart-TV benötigt wird. Auch in Sachen Flexibilität punkten diese NAS-Server, denn sie können als echte Rechner eingesetzt werden und in kleineren Büros die Funktion des Servers übernehmen. Ein großer Arbeitsspeicher und ein leistungsfähiger Prozessor gehören bei diesen Geräten selbstverständlich zur Basisausstattung.

Dabei werden sie für folgende Bereiche genutzt:

  • Mail-Server
  • Web-Server
  • Backups
  • Kundensupport
  • firmeneigener Webauftritt
  • Videoüberwachung
  • Nutzerverwaltung
  • Webshops

Ein Test NAS liefert Entscheidungshilfen und dient der Orientierung auf einem relativ unübersichtlichen Markt. Vor dem Kauf sollte man prüfen, ob Anbieter Gutscheine für eine umfangreichere Software oder Zusatzfunktionen anbieten. Im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit eines NAS-Servers, ist es sinnvoll, in ein leistungsstarkes Modell zu investieren, das sich an steigende Anforderungen anpassen lässt.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Arjuna Kodisinghe  -#01: Preechar Bowonkitwanchai -#02: Pressmaster

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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