Studie über die Werbeartikelwirkung: Von haptischen Werbemitteln und anderen

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Laut einer Studie des Gesamtverbands der Werbemittel-Wirtschaft (GWW) wurden im Jahr 2013 knapp 3,5 Milliarden Euro für Werbeartikel ausgegeben. Somit steht das Budget für Werbemittel direkt an zweiter Stelle hinter der Fernsehwerbung – Kein Wunder also, dass 95 Prozent der Deutschen über 14 Jahren mindestens einen Werbeartikel in seinem Besitz verzeichnen kann. Die Relevanz von Werbeartikeln ist nicht von der Hand zu weisen. Erfahren Sie hier vom Nutzen der haptischen Werbeartikel, ihrer Werbewirkung und den neusten Erkenntnissen aus dem Bereich Marketing.

Die Wirkung von Werbung: Kaufentscheidung beim Kunden fördern

Werbung soll den Kunden in erster Linie dazu animieren, ein beworbenes Produkt zu kaufen. Das Werbewirkungsmodell AIDA erklärt anhand vier Stufen, wie Marketingmaßnahmen beim Kunden wirksam werden. AIDA ist ein Akronym, das sich aus den Anfangsbuchstaben der vier Wörter ‚Attention‘, ‚Interest‘, ‚Desire‘ und ‚Action‘ zusammensetzt. Im ersten Schritt des Modells wird erklärt, dass ein Produkt zunächst die Aufmerksamkeit, also die ‚Attention‘, des potentiellen Kunden auf sich ziehen muss. Nachdem dies geschehen ist, weckt das Produkt das Interesse (‚Interest‘) des Kunden. Der dritte Schritt geht auf das ‚Desire‘, also den Besitzwunsch, des potentiellen Käufers ein: Er interessiert sich für ein Produkt und möchte es gerne haben, was schließlich zum Kaufakt, der ‚Action‘, führt.

Dieses Standard Modell aus der Betriebswirtschaftslehre erklärt, wie die Wirkung von Werbung den Kauf eines Produkts beeinflusst. Interessant ist dabei vor allem der Punkt ‚Desire‘, also der Besitzwunsch, welcher vornehmlich emotional geprägt ist. Schätzungen zufolge liegt der emotionale Einfluss bei Kaufentscheidungen etwa bei 60 bis 90 Prozent. Hierbei gilt: Was sich gut anfühlt, wird gut verkauft – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Erfolg von fühlbaren, haptischen Werbemitteln ist nicht von der Hand zu weisen.

Was bewirken haptische Werbemittel beim Käufer?

Schon im 18. Jahrhundert wurde mit den Anfängen der Anthropologie auf die Ganzheitlichkeit des Menschen verwiesen. Erst das Zusammenspiel von Körper und Geist machen den Menschen zu einer Einheit. Diese Lehre ist heutzutage keine Innovation mehr und die Relevanz der fünf Sinne wird bereits im Kindergartenalter vermittelt und ihr Einsatz gefördert. Schätzungen von Hirnforschern zufolge werden innerhalb von einer Sekunde 11 Millionen Bit sensorische Informationen verarbeitet. Neben dem Hören, dem Fühlen, dem Schmecken und dem Sehen ist ebenfalls das Riechen eine wichtige Sinneswahrnehmung, die uns unser Umfeld wahrnehmen lässt. Das Zusammenspiel aller Sinne löst unterbewusst Emotionen und Reize aus, die den Menschen später zu Handlungen animieren. Haptische Werbemittel sprechen in ihrer Form nahezu alle Sinne des Menschen an und nehmen so unterbewusst Einfluss auf seine Handlungen und respektive sein Kaufverhalten. Denn: Je mehr Sinne ein Werbemittel anspricht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, beim Käufer nicht nur unterbewusst, sondern sogar bewusst wahrgenommen zu werden.

Die Vorteile von haptischen Werbemitteln

Haptische Werbemittel gibt es in vielen Ausführungen: Ob praktischer Kugelschreiber mit Logo, Trinkbecher, Magnete, Equipment fürs Büro, Kalender, Caps oder andere Bekleidung sowie Schirme, Taschen und Rucksäcke – das Angebot an Werbeartikeln wirkt schier unendlich. Besonders vorteilhaft ist die Tatsache, dass haptische Werbemittel einen Nutzen haben. Jedes für sich bringt individuelle Vorteile mit sich: Der Regenschirm hält beispielsweise trocken oder die Kappe schützt vor Sonne. Werbeartikel werden häufig im Alltag als nützliches Accessoire eingesetzt, was einerseits die Erinnerungsquote Ihres Unternehmens hochhält und andererseits die Präsenz der werbenden Firma erhöht. Die genannte Studie aus dem Jahr 2013 verzeichnet eine Erinnerungsquote von 95 Prozent beim Einsatz von haptischen Werbemitteln. Interessant ist zudem, dass mehr als die Hälfte der Werbeträger länger als ein Jahr im Einsatz ist. Haptische Werbemittel verfügen somit im Vergleich zu anderen Medien über eine der längsten Wirkungsdauern.

Eine weitere Stärke von Werbeartikeln ist ihre thematische Koordinierbarkeit. Während ein externer Bürodienstleister beispielsweise durch den Bedruck von Bürobedarf werben kann, kann ein Sportartikelvertrieb Werbemittel in Form von Caps verteilen. Je nach Sektor können die Werbemittel für die jeweilige Zielgruppe des Unternehmens angepasst werden und somit einen Mehrwert für die Kunden bieten. Praktische und zweckmäßige Werbeartikel sind längere Zeit in Benutzung und das Unternehmen bleibt gleichzeitig länger im Gedächtnis der Kunden präsent. Durchschnittlich erreichen Werbeartikel rund 80 Prozent der Deutschen, was die große Reichweite von haptischen Werbemitteln beweist. Zusammen mit dem Radio sind Werbeartikel an der Spitze der werbenden Medien.

Haptische Werbemittel – was mögen die Kunden?

Der Kugelschreiber, ein Klassiker unter den haptischen Werbemitteln. (#1)

Der Kugelschreiber, ein Klassiker unter den haptischen Werbemitteln. (#1)

Werbeartikel sind rundum beliebt und haben das gewisse Etwas: Sie sprechen alle fünf Sinne an und bestechen vor allem durch Ihre Nützlichkeit, die dem Kunden somit einen Mehrwert bietet. Eine Studie der Dima Marktforschung hat die Stärken der haptischen Werbemittel aus Sicht der Kunden ermittelt. 59 Prozent der Befragten legen bei einem Werbeartikel besonderen Wert auf dessen Nützlichkeit. Von großer Relevanz ist zudem der Aspekt der Qualität eines Werbegegenstands: 46 Prozent gaben an, dass hervorragende Qualität des Werbemittels für sie besonders wichtig ist. Webeartikel mit einem auffälligen Druck konnten bei 40 Prozent der Befragten Pluspunkte generieren.

Bei der Auswahl von haptischen Werbemitteln sind also nicht nur Nützlichkeit, sondern auch Design und Qualität für die Kunden relevant. Besonders beliebt waren der genannten Studie zu Folge Schreibinstrumente mit 39 Prozent Beliebtheitspunkten. Auch Werbeartikel in Form von Shirts (37 %) und Kalendern (31%) konnten Erfolge erzielen. Weitere praktische Artikel wie Taschen (29 %), Schreibtischzubehör (28 %) und USB-Sticks (18 %) waren als haptische Werbemittel bei den Kunden äußerst populär.

Video „HAPTICA live´16 – Erlebniswelt Haptische Werbung“

Werbeartikel: Vielleicht auch etwas für Ihr Unternehmen?

Werbeartikel erfreuen sich großer Beliebtheit. Sowohl für Unternehmen als auch für Kunden haben haptische Werbemittel eindeutige Vorteile: Aufgrund des nachhaltigen Werbeeffekts bieten sich Werbeartikel wunderbar an, um das Unternehmen lange Zeit im Gedächtnis der Kunden zu halten. Die große Reichweite von haptischen Werbemitteln, die lange Wirkungsdauer des Werbeeffekts und eine Quote von 78 Prozent beim Recall, also der Erinnerung an das werbende Unternehmen, machen sie zu effektiven Mitteln des Marketings.

Durch den Nutzen, den haptische Werbemittel vor allem im Alltag für den Kunden haben, sind Werbeartikel absolut populär. Die Werbeartikel werden demnach nicht nur als reine Werbung empfunden, sondern bieten dem Kunden einen Mehrwert, der ihm zudem eine Wertschätzung entgegen bringt. Besonders interessant ist die Wirkung auf alle fünf Sinne des Beworbenen, der den Werbeartikel und seine Botschaft rundum wahrnimmt.

Wenn also der Nutzen, die Qualität und das Design des Werbeartikels stimmen, sind haptische Werbemittel eine tolle Methode, um auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen und die Kunden längerfristig an sich zu binden.


Bildnachweis: © Titelbild Romolo Tavani, #1 PSART

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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