Die Reinigungsbranche: Drei Länder im Vergleich

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Die angenehme Atmosphäre am Arbeitsplatz beginnt mit einer sauberen Umgebung. Eine professionelle Büroreinigung durch die Reinigungsbranche hilft dabei und sorgt für einen Top-Standard.

Die Reinigunsgsbranche: Das Angebot der professionellen Büroreinigung in der Schweiz

Wer sich an ein Büroreinigungsunternehmen wendet, erhält ein individuell zugeschnittenes Angebot. Dieses passt sich an die Räumlichkeiten an und beinhaltet alle wichtigen Arbeiten, die zur Unterhaltsreinigung gehören.

Eine regelmäßige Qualitätsprüfung, die vom Dienstleister selbst initiiert wird, soll den Standard langfristig sicherstellen. So hält sich einer der bekanntesten Schweizer Reinigungsunternehmen Mr. Clean AG seit 2000 an einen hohen Sauberkeitsstandard und verfügt über die Zertifikate ISO9001 und ISO 14001 (Qualitätsmanagement und Umweltmanagement).

Die Reinigungsbranche: Wer sich an ein Büroreinigungsunternehmen wendet, erhält ein individuell zugeschnittenes Angebot. (#01)

Die Reinigungsbranche: Wer sich an ein Büroreinigungsunternehmen wendet, erhält ein individuell zugeschnittenes Angebot. (#01)

Wichtige Fakten zum Thema Büroreinigung

Nicht allen Angestellten im Büro ist bewusst, wie viele Keime sich am Arbeitsplatz tummeln. Viele denken, dass sich das Reinigungspersonal auf den sanitären Bereich und die Büroküche konzentriert. Doch die Schreibtische und die hier benutzten Geräte sind wahre Keimherde und benötigen daher eine ordentliche Reinigung.

Für die hygienische Büroreinigung ist das feuchte Reinigungstuch nicht ausreichend.Bestimmte Gegenstände und Bereiche erfordern den Einsatz von Desinfektionsmitteln.

Wie schnell die Keime über Telefonhörer, Tastatur und diverse Gerätschaften übertragen werden, fällt dann auf, wenn sich in der Erkältungszeit die Viren im rasenden Tempo verbreiten.

Um das zu vermeiden, kümmern sich die Fachleute für Büroreinigung um die hygienische Säuberung aller Bereiche. Dafür bringen sie das erforderliche Equipment mit, das bei der Beseitigung von Keimen und Verschmutzungen hilft.

Die Reinigungsbranche in Deutschland, Österreich & der Schweiz

In der Schweiz, in Deutschland und Österreich gelten vergleichbare Standards für die Reinigungsunternehmen. Die ISSA ist der wichtigste Branchenverband weltweit und befasst sich mit den folgenden Hauptthemen:

  • Gebäudereinigung,
  • Gebäudemanagement und
  • Hygiene.

Im Rahmen der Reinigungsdienste und der Instandhaltung sollen der Werterhalt, die Reinigungsstandards und die Funktionalität der Objekte geschützt werden.

Im Folgenden soll vor allem die Reinigungsbranche in der Schweiz näher beschrieben werden, unter Berücksichtigung der Nachbarländer Deutschland und Österreich.

In der Schweiz arbeiten etwa 62.000 Personen bei Reinigungsunternehmen. Die Schätzungen für den jährlichen Umsatz in der Branche liegen bei etwa 2 Milliarden CHF, Tendenz steigend. In Deutschland sind über 650.000 Beschäftigte in der Reinigungsbranche tätig, bei einem Jahresumsatz von etwa 15,9 Milliarden Euro (2016). In Österreich wuchs der Umsatz 2016 auf einen Gesamtwert von rund 1,45 Milliarden Euro.

Die Reinigungsbranche: In der Schweiz arbeiten etwa 62.000 Personen bei Reinigungsunternehmen. (#02)

Die Reinigungsbranche: In der Schweiz arbeiten etwa 62.000 Personen bei Reinigungsunternehmen. (#02)

Hintergrundinformationen zu Reinigungsunternehmen in der Schweiz

Durch den Konkurrenzdruck in der Schweizer Reinigungsbranche kam es in der Vergangenheit zu verschiedenen Problemen. Um die soziale Gerechtigkeit wieder zu verbessern, wurde im Jahr 2003 ein Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen.

Dieser GAV wurde später erneuert, um bessere Löhne zu gewährleisten. Inzwischen wird der Mindestlohn jedes Jahr erhöht, um die Inflation auszugleichen. Seit 2012 erhalten die Beschäftigten der Reinigungsbranche außerdem einen kompletten 13. Monatslohn.

Mit dieser Anpassung konnte das Reinigungsgewerbe sein Image verbessern. Gleichzeitig erfüllen die modernen Reinigungsunternehmen auch schwierige Ansprüche. Das zeigt sich bei der fachgerechten Pflege der verschiedenen Materialien sowie bei der umweltbewussten Nutzung der geeigneten Reinigungsmittel.

Mit diesen neuen Vorzügen soll die Akzeptanz der professionellen Büroreinigung weiter verstärkt werden. Dabei ist eine gezielte Marketingstrategie des Verbandes behilflich.

Die heutige Professionalität zeigt sich unter anderem in einer österreichischen Forschungsstudie zum Thema Gebäudereinigung. In den Jahren von 2008 bis 2014 hat es laut dieser Studie eine Umsatzsteigerung von 48 % gegeben, während im gleichen Zeitraum die Beschäftigungszahl um 20 % angestiegen ist. Auch in der Schweiz ist die Reinigungsbranche stärker angewachsen als andere Wirtschaftssektoren.

Video: Arbeitsablauf bei der Glasreinigung

Nicht mehr nur im Hintergrund: Die Gebäude- und Büroreinigung

Die Gebäudereinigung gehört mittlerweile zu den stärksten Branchen in der Schweiz, in Deutschland und inzwischen auch in Österreich. Dafür sind die qualitätsorientiert arbeitenden Unternehmen verantwortlich, die ihr Angebotsspektrum auf die Ansprüche der Kunden anpassen.

Tatsächlich spielt das Reinigungsgewerbe eine sehr wichtige Rolle und hat sich von der nahezu unsichtbaren Branche in einen wichtigen Wirtschaftsfaktor verwandelt.

Trotzdem läuft die Büroreinigung zumeist noch in den Abend- und Nachtstunden ab, sodass Branchenfremde sie kaum wahrnehmen. Dabei brauchen sich die professionellen Reinigungskräfte nicht zu verstecken.

Im Gegenteil, sie spielen für die reibungslosen Abläufe im Büro eine nicht zu unterschätzende Rolle. Um die Anerkennung der Kunden zu erhöhen, setzen qualitätsbewusste Reinigungsunternehmen auf eine fundierte Ausbildung ihres Personals. Auch Weiterbildungsmaßnahmen sollen dabei helfen, die Fachkräfte auf besondere Arbeiten vorzubereiten und die Branche aufzuwerten.

Details zum Reinigungspersonal

Noch immer ist der Frauenanteil in den Reinigungsunternehmen sehr hoch. Die folgenden Zahlen sollen einen Überblick liefern und auch das Verhältnis zu anderen Marktbranchen zeigen:

  • Über 70 % des Reinigungspersonals ist weiblich (in der Marktwirtschaft arbeiten 40 % Frauen),
  • gut 60 % arbeitet in Teilzeit (in der gesamten Wirtschaft sind es rund 25 %),
  • über 60 % hat einen Migrationshintergrund (sonstige Branchen: 21 %).

Diejenigen Reinigungsunternehmen, die ein erweitertes Portfolio anbieten, fallen oft durch eine geringere Frauen- und Teilzeitquote auf. Das hängt damit zusammen, dass neben der Reinigung auch Hausmeistertätigkeiten, Winterdienst und Wartungsarbeiten angeboten werden.

Die Reinigungsbranche: Noch immer ist der Frauenanteil in den Reinigungsunternehmen sehr hoch. (#03)

Die Reinigungsbranche: Noch immer ist der Frauenanteil in den Reinigungsunternehmen sehr hoch. (#03)

Einen Vertrag mit dem Reinigungsservice vereinbaren

Inzwischen vergeben rund 95 % der Schweizer Unternehmen die Reinigung der Büro- und Arbeitsräume an eine Reinigungsfirma. Je nach Art, Größe und Nutzung der Räumlichkeiten findet die Büroreinigung wöchentlich, alle zwei Tage oder täglich statt.

Ein Vertrag ist für beide Seiten bindend und bezieht sich im Allgemeinen auf die „Unterhaltsreinigung“. Anstelle dieses brancheninternen Begriffs sprechen andere Personen oft von der Gebäude- oder Büroreinigung.

So wendet sich zum Beispiel Reinigungsunternehmen Mr. Clean AG sowohl an kleine als auch an große Unternehmen. In einem Büro mit 200 m² arbeiten die Reinigungsfachkräfte ebenso sorgfältig wie in einem Gebäude mit 20.000 m².

Um eine gleichbleibende Qualität zu liefern, wird regelmäßig ein Audit durchgeführt und mit dem Auftraggeber besprochen. Die kann man heute von allen großen Reinigungsunternehmen erwarten, sollte jedoch vor der Buchung ruhig einmal einen Blick auf die Online Referenzen werfen.

Video: Erfolgreiche Eröffnung der Reinigungsfachmesse CMS Berlin 2017

Wichtige Kerngeschäfte der Büroreinigung

Zur Büroreinigung gehört das Säubern der Fußböden und aller anderer Oberflächen. Die sanitären Anlagen werden ebenso gereinigt wie die Büroküche. Je nach Absprache sind auch kleine Zusatzarbeiten möglich.

Das gut ausgebildete Personal kennt sich mit den modernen Reinigungsgeräten aus und auch mit den richtigen Mitteln, die einerseits hygienisch sind und andererseits die Oberflächen schützen.

Die Profis in der Reinigungsbranche befassen sich mit den folgenden Kerngeschäften:

  • Die umfassende Unterhaltsleistung.
  • Die Hauswartung in den betreffenden Liegenschaften (Facility Service).
  • Einzelne Aufträge, beispielsweise Baureinigung, Umzugsreinigung und Fensterreinigung.
  • Zusatzleistungen wie Postservice und Sicherheitsdienst.

Die praktische Büroreinigung: Der Küchenbereich

In der Büroküche nehmen sich die Büroangestellten nur schnell einen Kaffee aus der Maschine und verschieben die Entkalkung auf später. Die innovativen Kaffeevollautomaten sind zwar sehr beliebt und auch praktisch, allerdings sammeln sich darin viele Rückstände an.

Ohne eine regelmäßige, gründliche Reinigung setzen sich allmählich Keime im Inneren des Automaten fest und können Krankheiten auslösen.

Eine weitere Gefahr zeigt sich an der Spüle der Büroküche. Hier liegt das Spültuch oder der Schwamm schon seit mehreren Tagen. Beim vermeintlichen Sauberwischen der Tischplatte verteilt man damit eher die Keime. Die Reinigungsexperten kennen solche Risiken und entsorgen den Lappen nach spätestens drei Tagen.

Viele Büroangestellte sehen nicht genau in den Kühlschrank, wenn sie die Milch oder einen Joghurt herausnehmen, und vergessen ihre Lebensmittel.

Und für die richtige Reinigung des Kühlschranks fühlt sich niemand verantwortlich. Um eine gewisse Grundhygiene sicherzustellen, sollte der Reinigungsdienst auch hier mitdenken und handeln.

Die Reinigungsbranche: Eine weitere Gefahr zeigt sich an der Spüle der Büroküche. (#04)

Die Reinigungsbranche: Eine weitere Gefahr zeigt sich an der Spüle der Büroküche. (#04)

Die Büroreinigung am Arbeitsplatz

Im Büro wird viel gearbeitet, deshalb haben die Beschäftigten wenig Zeit, um sich selbst um die Reinigung ihrer Arbeitsfläche und um das Entleeren des Papierkorbs zu kümmern. Außerdem gibt es viele andere Keimüberträger. Vor allem das Telefon und die PC-Tastatur bieten den Keimen und anderen unsichtbaren Mikropartikeln eine gute Gelegenheit, sich zu verteilen.

Winzige Speicheltropfen landen auf dem Telefonhörer und die Oberfläche des Schreibtisches mit allen Gegenständen darauf ist ebenfalls gefährdet. Die verschiedenen Gegenstände direkt am Arbeitsplatz sollten mindestens einmal pro Woche gereinigt werden, um die gesundheitlichen Risiken zu minimieren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Unterhaltsreinigung?

In einigen Büros findet die Reinigung am Nachmittag statt, wenn die ersten Angestellten schon ihren Arbeitsplatz verlassen haben. Diejenigen, die jedoch etwas länger arbeiten, könnten sich von den Reinigungskräften gestört fühlen.

Darum wünschen die meisten Auftraggeber eine „unsichtbare“ Reinigung: Das Personal der Dienstleister soll erst dann die Büroräume, die Küche und die sanitären Anlagen putzen, wenn keiner mehr im Haus ist.

Die typische Reinigung in den Nachtstunden ist für die Auftraggeber bequem, allerdings kann es in einigen Fällen sinnvoll sein, dass das Büropersonal mit dem Reinigungspersonal Kontakt hat. Dadurch ist eine gezielte Absprache möglich, die sich auf sensible Bereiche oder auf besondere Wünsche bezieht.

  • In Behörden, Schulgebäuden und Geschäften kann die Reinigung in ruhigen Stunden tagsüber oder auch nachts erfolgen.
  • In Hotels oder Restaurants wird die Reinigung tagsüber durchgeführt, wenn die Gäste ihr Zimmer verlassen haben oder wenn die Gaststätte noch geschlossen ist.
  • In Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen werden die Räume zu jeder Tages- und Nachtzeit genutzt, sodass es schwer fällt, den optimalen Zeitpunkt für die Reinigung zu finden.

Schwierigkeiten in der Reinigungsbranche

In der Schweiz und auch in den Nachbarländern Deutschland und Österreich sind die Reinigungsunternehmen für Arbeitnehmer attraktiver geworden. Das hängt damit zusammen, dass die Gehälter angehoben wurden. Zudem konnte das Image der Branche verbessert werden.

Die Reinigungsfirmen müssen jedoch immer noch einige Hürden überwinden, um staatliche Leistungen zu erhalten oder um ihre Fachkräfte zu schulen.

Die Reinigungsbranche ist nicht nur personalintensiv, sondern es gibt auch viele Details wie die Arbeitszeitregelung oder die speziellen Abgaben zu beachten. Zudem unterliegen die Dienstleister einem hohen Konkurrenzdruck, vor allem, wenn sie bei offiziellen Ausschreibungen versuchen, die Wettbewerber zu unterbieten.

Für eine kostendeckende Kalkulation müssen die Unternehmen jedoch neben den Gehältern auch die Anschaffungen berücksichtigen. Insgesamt betrachtet, wird die Professionalisierung in der Reinigungsbranche weiter vorwärtsgetrieben, was sich wiederum positiv auf das Image auswirkt.

Der zukunftsorientierte Reinigungsmarkt

In der Entwicklung der Reinigungsbranche geht es darum, die Dienstleistungen auf die Kundenanforderungen zuzuschneiden und gleichzeitig das Angebot breit aufzustellen. So lässt sich die Büroreinigung auf ein komplettes Facility Management Paket aufstocken. Hausmeistertätigkeiten und Pförtnerdienst können ebenso dazu gehören wie tägliche Erledigungen.

Tatsächlich sind die unternehmensbezogenen Dienste in der Schweiz stark im Kommen. In Deutschland zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Für die Reinigungsfirmen bedeutet das eine Neuorientierung, denn die Zukunft fordert einerseits mehr Individualisierung und andererseits eine verstärkte Flexibilität.

Die Grundlage für professionelle, nachhaltige Dienstleistungen für Unternehmen ist ein durchdachtes Schulungskonzept. Durch die geeigneten Ausbildungen und Weiterbildungsmaßnahmen sollen die Kenntnisse der Reinigungsexperten erweitert werden.

Neben den Fachkursen zu Themen wie Gebäudereinigung und Facility Management sind auch Sprachkurse für Reinigungskräfte mit Migrationshintergrund sinnvoll.

Letztendlich geht es um wichtige Kernkompetenzen, die für das Management der anstehenden Arbeiten nötig sind. Das erneuerte Image macht die Branche noch selbstbewusster und erhöht damit ihren Stellenwert.


Bildnachweis:© Shutterstock – Titelbild: didesign – #01: Iakov Filimonov – #02: grafxart – #03: didesign – #04: Andrey_Popov

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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