Nachrichtensperre und Sperrung von Twitter in der Türkei

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Nachdem es im türkischen Suruç zu einem Anschlag kam, wurde in der Türkei nun eine Nachrichtensperre verhängt. Zusätzlich dazu ist auch der Zugriff auf Twitter nicht mehr möglich. Diese Handlungen sollen eine Protestbewegung verhindern.

Wer in der Türkei lebt und auf Twitter aktiv sein möchte, der hat derzeit schlechte Karten. Lediglich Fehlermeldungen werden herausgegeben. Der Zugang wird durch die Regierung zeitweise blockiert und das ist auch noch völlig legal. Inzwischen soll Twitter zwar schon wieder freigegeben sein, ganz funktioniert das soziale Netzwerk noch immer nicht.

Was steckt hinter der Nachrichtensperre? Nach dem Anschlag in Suruç möchte die Regierung verhindern, dass über die Medien Bilder des Anschlags verbreitet werden. 32 Menschen kamen bei dem Anschlag zu Tode. Zudem soll verhindert werden, dass es zu Protesten im Zusammenhang mit dem Anschlag kommt. Bereits über Twitter veröffentlichtes Material soll wieder gelöscht werden. Eine zusätzliche Sperre betrifft die Medien. Diese dürfen weder über den Anschlag berichten noch Bilder verbreiten. Über richterlichen Beschluss ist es möglich, eine solche Nachrichtensperre zu verhängen und diese auch wieder aufheben zu lassen.

Bisher vermutet die Regierung, dass der Anschlag durch die Terromiliz „Islamischer Staat“ verursacht wurde. Inzwischen gibt es Hinweise auf einen Selbstmordanschlag.

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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