Maschinenkauf: darauf achten Unternehmen

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Es gibt kaum eine Branche, die bei der Bewältigung ihrer Aufgaben ganz ohne Maschinen arbeitet. Sowohl in der Herstellung von Fahrzeugen als auch in der Nahrungsmittelproduktion und in der Chemiebranche sorgen Maschinen für reibungslose Abläufe in der Produktion. Da es sich hierbei jedoch um einen recht kostenintensiven Bereich der Sachanlagen handelt, sind Unternehmer bemüht, möglichst vorteilhafte Preis-Leistungsverhältnisse zu erhalten. Hierbei spielen einige Faktoren eine besonders wichtige Rolle.

Effizienz und Kostenstruktur

Eine Kalkulation der Kosten geht jeder Kaufentscheidung voraus.

Eine Kalkulation der Kosten geht jeder Kaufentscheidung voraus.

Die Effizienz einer Maschine ist maßgeblich verantwortlich für ihren Nutzen und die Vorteile, die sie dem Käuferunternehmen bietet. Ist es durch den Neukauf einer Maschine also möglich, die Produktionsmenge zu steigern, ohne dabei zeitliche Verluste in Kauf nehmen zu müssen, so spricht dies für eine Steigerung der Effizienz. In der Produktion kommt es jedoch ebenfalls auf die Qualität der maschinellen Erzeugnisse an. So ist eine Effizienzsteigerung nur dann ein Kaufargument, wenn die gewohnte Wertigkeit der produzierten Waren mindestens dem bisherigen Standard entspricht. Ein Unternehmen wird also zunächst beleuchten, ob eine Maschine für eine Optimierung der Produktionsprozesse und der hergestellten Produkte sorgen kann.

Auch die Kosten, die eine Maschine auf den Plan treten lässt, sind selbstverständlich relevant für die Kaufentscheidung. So gibt es sicherlich teure Maschinen am Markt, bei denen die Effizienzsteigerung für das Unternehmen kaum spürbar ist. Bei solchen Maschinen gilt es zwar weiterhin, andere Aspekte zu beleuchten, die Kaufwahrscheinlichkeit sinkt jedoch. Dass Unternehmen im Bereich der Sachanlagen aber durchaus bereit zu Investitionen sind, zeigt eine Statistik aus dem Jahr 2014. Hier war vor allen Dingen die KFZ-Industrie mit 13.600 Millionen Euro ein starker Investor. Wie sich jedoch erkennen lässt, steigt die Investitionsbereitschaft, wenn Kosten und Nutzen in einem vorteilhaften Verhältnis zueinander stehen.

Infografik: Investitionen in Sachanlagen 2014. Angaben in Millionen Euro.

Infografik: Investitionen in Sachanlagen 2014. Angaben in Millionen Euro.

Dies gilt auch für die Folge- und Nebenkosten, die durch den Betrieb einer Maschine entstehen. Müssen zahlreiche Verschleißteile überdurchschnittlich häufig ausgetauscht werden und ist der Instandhaltungsaufwand allgemein groß, so sorgt dies für eine Steigerung der Folgekosten. Auch die Energieeffizienz spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Eine energiesparende Maschine wird daher im Vergleich zu energieintensiven Modellen stets attraktiver für den Käufer sein.

Geräuschentwicklung und Vibrationsstärke

Die Wertigkeit und Funktionalität einer Maschine ist auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Ein Indikator, den sich viele Unternehmen dabei jedoch zu Nutze machen, ist die Geräuschentwicklung der betreffenden Anlage. Sehr laute Modelle sorgen nicht nur für Zweifel an der Wertigkeit der Maschine, sondern beeinflussen den unternehmerischen Alltag negativ. So wirken sich starke Vibrationen sowohl auf die Arbeitsatmosphäre als auch auf die arbeitsrechtlichen Bedingungen aus, denen ein Unternehmer begegnen muss. Die Mitarbeiter leiden und es kommt im Ernstfall zu vermehrten Ausfällen. „Neben dem Gehör leidet auch das Herz-Kreislauf-System unter Lärm. Zudem steigt die Unfallgefahr, erstens weil die Konzentration sinkt und zweitens, weil Warngeräusche nicht wahrgenommen werden.“ (Quelle: http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/laermschutz-im-betrieb-ist-unverzichtbar/150/22776/201217)

Zudem sind starke Vibrationen dafür bekannt, dass sie die Haltbarkeit und Lebensdauer einer Maschine negativ beeinflussen. Durch Vibrationen ermüdet nicht nur das Material der Maschine schneller, denn auch die Lockerung und Lösung von Kleinteilen und wichtigen Bauteilen ist möglich.

Die Geräuschbelastung im Betrieb möchten Unternehmer möglichst gering halten.

Die Geräuschbelastung im Betrieb möchten Unternehmer möglichst gering halten.

Unternehmer bevorzugen daher Maschinen, die sowohl geräusch- als auch vibrationsarm arbeiten. Je nach Maschinentyp ist dies für das herstellende Unternehmen leichter oder schwerer zu realisieren. Ein sinnvoller Helfer, der im Maschinenbau immer öfter zum Einsatz kommt, ist der Schwingungsdämpfer. Es gibt heute zahlreiche Ausführungen von Schwingungsdämpfern, die die Vibrationen einer Maschine auffangen und abmildern. Dies geschieht, je nach Platzierung des Dämpfers, sowohl außer- als auch innerhalb einer Anlage. Eine Maschine, bei deren Produktion auf Schwingungsdämpfer gesetzt wird, zeichnet sich unter anderem durch die folgenden Vorteile aus:

  • Sie arbeitet leiser
  • Vibrationen übertragen sich deutlich schwächer auf Boden und Luft.
  • Mitarbeiter werden weniger belastet.
  • Der Verschleiß entscheidender Bauteile sinkt.

Qualität, Service und Fortschrittlichkeit

Der Maschinenhersteller sollte bei der Inbetriebnahme behilflich sein.

Der Maschinenhersteller sollte bei der Inbetriebnahme behilflich sein.

Die allgemeine Qualität einer Maschine ist ebenfalls ein Kriterium, das Kunden bei ihrer Kaufentscheidung einbeziehen. Ausschlaggebende Punkte, die einen Hinweis auf die vorhandene Qualität bieten, sind die verwendeten Materialien, die Ausstattung des herstellenden Unternehmens und auch die Erfahrungswerte anderer Unternehmer mit Maschinen des Herstellers. Oftmals orientieren sich Unternehmen also an Kundenstimmen, die auf authentische Art und Weise Aussagen zu Haltbarkeit, Robustheit und Anwenderkomfort machen. Auch eigene Erfahrungswerte spielen bei der Bewertung einer Maschine eine Rolle. So wird ein Unternehmen, das zufrieden mit seiner bisherigen Maschine war, dem jeweiligen Hersteller auch weiterhin positiv gegenübertreten.

Auch die Bestrebungen des Herstellers, nebst einer hochwertigen Maschine auch einen werthaltigen Service zu bieten, beeinflussen die Kaufentscheidung. Bietet der Hersteller umfangreiche Garantien auf Bauteile, Maschine und Verschleißteile, so spricht dies dafür, dass er selbst Vertrauen in sein Produkt hat. Auch ist es für viele Unternehmen entscheidend, den Hersteller schnell und unkompliziert erreichen zu können, wenn es doch einmal Probleme bei der Anwendung gibt. Bietet der Hersteller zusätzlich die Möglichkeit, bei der Integration der Maschine im Unternehmen aktiv mitzuwirken und professionelle Unterstützung zu leisten, so ist dies ein klarer Vorteil.

Letztlich ist auch der Blick in die Zukunft beteiligt am Entscheidungsprozess beim Maschinenkauf. Eine Maschine, die auf fortschrittlichen Materialien und Technologien basiert, hat ein großes Potenzial, dem Käuferunternehmen auch in der Zukunft Vorteile zu verschaffen. Ist der Maschinenbauer also dazu bereit, innovativ und zukunftsweisend zu denken und zu arbeiten, so spricht dies für ihn.


Bildnachweis: © pixabay.com – Titelbild + #3: schrott, #1 edar, #4 jarmoluk, Infografik/#2: schwarzer.de

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