Karriereplanung: Zahnarzt – aber erstmal probeweise

0

Der Wunsch, Zahnmedizin zu studieren, ist bei vielen jungen Menschen vorhanden. Nicht zuletzt dank leistungsfähiger Zahnarztsoftware, die den organisatorischen Alltag sowie Behandlungsplanungen erleichtert, scheint der Beruf des Zahnarztes ein bisschen leichter geworden zu sein – was natürlich nichts über die Studieninhalte aussagt sowie über das nötige Fachwissen. Nun gibt es eine Möglichkeit für Studieninteressierte, das Zahnmedizinstudium erst einmal probeweise durchzuführen.

Zahnarzt auf Probe? Zahnmedizinstudium zum Testen

Jetzt anklicken und lesen: "Praktische Hilfe im Dickicht des digitalen Gesundheitswesens"

 

Bereits in 2015 wurde für zwei Tage im Oktober angeboten, das Studium der Zahnmedizin zu testen. Das Angebot richtete sich an rund fünf Interessierte, die sich zum Schnupperstudium an der Universität Witten/Herdecke einfanden. Nach diesem Selbsttest konnte eine fundiertere Entscheidung über die Eignung für diesen Berufszweig getroffen werden.

Dabei waren nicht nur Abiturienten bzw. angehende Abiturienten zugegen, sondern auch Menschen Anfang dreißig. Diese überlegen sich einen solchen großen Schritt mehrmals und nahmen das Angebot daher dankend an. Das Schnupperstudium bot dabei nicht nur graue Theorie, sondern auch die Möglichkeit des praktischen Einsatzes. Hier konnte an künstlichen Zähnen gebohrt werden, es wurden Füllungen gesetzt und es konnten verschiedene Behandlungstechniken ausprobiert werden. Wer hier teilnahm, konnte nach diesen zwei Tagen auf fundierter Basis entscheiden, ob der Beruf Zahnarzt der richtige ist oder ob hier nicht doch falsche Vorstellungen zum Berufsalltag vorlagen. In dem Zusammenhang wurde auch auf die moderne und leistungsfähige Zahnarztsoftware hingewiesen, die bei der Planung von Behandlungen sowie der Dokumentation des Zahnzustandes eines Patienten eine große Hilfe ist.

Wissen kompakt

Nicht nur das Motto „Bohren probieren kommt vor dem Studieren“ wurde wortwörtlich angeboten. Es wurden auch Zähne mikroskopiert und verschiedene zahnmedizinische Fachrichtungen näher beleuchtet – Zahnarzt ist schließlich nicht gleich Zahnarzt. Die Studieninteressierten konnten sich mit den Professoren austauschen und so wichtiges Grundwissen zum üblichen Studienalltag gewinnen. Sie konnten aber auch theoretische Grundlagen vermittelt bekommen und gewannen so einen Einblick über das Lernpensum, welches in der Zahnmedizin auf die Studenten wartet. Die praktischen Übungen rundeten das Programm ab und ermöglichten so einen umfassenden Einblick in die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Professoren, Zahnärzte verschiedener Fachrichtungen sowie Oberärzte aus Kliniken standen an beiden Tagen bereit und stellten sich den Fragen der Interessenten. Dabei ging es nicht nur um berufsspezifische Angelegenheiten, sondern auch um informelle Fragen rund um das Studium, dessen Ablauf und die abschließenden Prüfungen. In lockerer Atmosphäre konnte sich so jeder ein Bild davon machen, was den zukünftigen Zahnarzt erwartet, mit welcher Zahnarztsoftware umgegangen werden muss und was bei den einzelnen Behandlungen nötig sein kann. Das Angebot ging dabei natürlich über eine reine Studienberatung hinaus, denn hier wurde die Möglichkeit gegeben, das soeben erworbene – oder bereits aus ähnlichen Ausbildungen schon vorhandene – Wissen direkt in der Praxis zu testen.

Mehr Bewerber als Plätze

Fünfzig Plätze wurden für das Schnupperstudium ausgeschrieben – rund 130 Menschen bewarben sich darauf. So musste ein Prinzip entwickelt werden, nach dem die Auswahl der Teilnehmer getroffen werden konnte. Damit es möglichst fair zugeht, wurde ein ähnliches Auswahlsystem zugrunde gelegt, wie es für die Vergabe der zahnmedizinischen Studienplätze an der Universität Witten/Herdecke üblich ist. Sogenannte Bildungspioniere – also Menschen, die als erste in ihrer Familie studieren wollen – bekamen als Stipendien einen Platz. Dies waren zehn an der Zahl. Damit soll den Menschen ohne akademischen Familienhintergrund die Möglichkeit gegeben werden, eine solche Ausbildung zu nutzen.

Auch in 2016 wird wieder ein solches Schnupperstudium angeboten, die Termine liegen am 21. und 22. April. Schon jetzt stellt die Universität Witten/Herdecke Informationen rund um das Probestudium bereit und berät zu den Bewerbungs- und Auswahlmöglichkeiten. Interessenten sollten sich möglichst frühzeitig bewerben, damit die ausgeschriebenen Plätze nicht schon belegt sind. Ein Tipp: Die Auswahlkriterien der üblichen Studiengänge werden auch in 2016 wieder für das Schnupperstudium genutzt – diesbezügliche Informationen lohnen sich also!


Bildnachweis: © freeimages.com – Ana Amaral

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Leave A Reply