Jahreszeitenverlag: neue Lektüre für den Millionär in Deutschland

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FÜR SIE, A&W ARCHITEKTUR UND WOHNEN und DER FEINSCHMERCKER: All das sind Zeitschriften, die der Jahreszeitenverlag veröffentlicht. Das Hamburger Medienhaus kann auf eine mehr als 60-jährige Tradition in der deutschen Medienlandschaft zurückblicken und publiziert aktuell zehn verschiedene Magazine. Im Oktober dieses Jahres wird der Jahreszeitenverlag außerdem die deutschsprachige Lizenzausgabe des Robb Reports auf den Markt bringen – in Zeiten des Rückgangs der Printmedien ein gewagter Schritt?

Die Zahlen sprechen für sich: Rückgang der Printmedien

Auch wenn laut des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger eine zunehmende fachliche Fokussierung und eine verstärkte thematische Spezialisierung der deutschen Zeitschriften zu verzeichnen ist, ist die Printbranche im Gesamten rückläufig. Der größte Konkurrent von Publikumszeitschriften ist das Internet: Das nun nicht mehr allzu neue Medium hat nicht nur den Vorteil einer großen Reichweite, sondern liefert dem Rezipienten oftmals Gratis-Content. Anders als in Zeitschriften können die Artikel im World Wide Web außerdem schnell geändert und vor allem aktualisiert werden. All das sind Vorteile des Internets, die die Printmedien im Regen stehen lassen.

Die Printbranche hat in den vergangenen zehn Jahren starke Einbrüche erlitten: Im Jahr 2012 beispielsweise wurde die deutsche Auflage der Wirtschaftszeitung Financial Times eingestellt – dies ist nur ein ausgewähltes Beispiel für das Wegfallen relevanter Printmedien in der deutschen Medienlandschaft. Mit der deutschen Lizenzausgabe des Robb Reports jedoch setzt der Jahreszeitenverlag erneut auf ein Printmagazin – das ist mutig in Zeiten der Digitalisierung der Medien. Doch der Robb Report ist keine ‚herkömmliche‘ Zeitschrift, sondern ein Luxusblatt für den Millionär in Deutschland.

Der Robb Report: Ein internationales Magazin der Extraklasse

Das Magazin für Millionäre in Deutschland soll in Luxusboutiquen und weiteren Sonderverkaufsstellen angeboten werden. (#2)

Das Magazin für Millionäre in Deutschland soll in Luxusboutiquen und weiteren Sonderverkaufsstellen angeboten werden. (#2)

Im Robb Report dreht sich alles um Luxus: Teure Wägen, schnelle Boote, Villen, exklusive Reiseziele, Mode, edle Uhren und ausgewählter Schmuck – um diese Themen dreht sich das Magazin Robb Report: Die Edel-Zeitschrift richtet sich speziell an die Wohlhabenden dieser Welt.

Der Robb Report wurde in den USA begründet, wo er im Jahr 1965 zuerst als Verkaufskatalog für eine private Rolls-Royce Sammlung erschien. Nach nur kurzer Zeit entwickelte sich der Robb Report zu einem Magazin der besonderen Art: Der Inhalt drehte sich ausschließlich um Luxus und Edelgüter. Seit mehr als 40 Jahren erscheint das Luxusmagazin nun schon mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren pro Monat in Amerika. Auch in anderen Ländern wird das Edel-Blatt gedruckt: Mit mehr als 400.000 Exemplaren wird der Robb Report unter anderem in Brasilien, Russland, Spanien sowie in Vietnam, Indien und der Türkei publiziert – jeweils mit der Lizenzausgabe in der entsprechenden Sprache.

Nun bringt der Jahreszeitenverlag den Robb Report auch nach Deutschland und dort hat das Edel-Magazin gute Chancen auch langfristig zu überleben. In Deutschland lebt laut aktuellen Zahlen ein Drittel der europäischen Millionäre. An genau diese richten sich die Inhalte des Luxusmagazins, dessen deutsche Lizenzausgabe der Jahreszeitenverlag im Oktober veröffentlicht. Für die erste Auflage des deutschen Robb Reports sind zum Start 100.000 Exemplare geplant.

Der Jahreszeitenverlag: Wie passt der Robb Report ins Portfolio?

Der Robb-Report fügt sich schlüssig in das Portfolio des Jahreszeitenverlags ein. (#1)

Der Robb-Report fügt sich schlüssig in das Portfolio des Jahreszeitenverlags ein. (#1)

Der Jahreszeitenverlag zeigt sich in puncto Angebot sehr vielfältig und vieles dreht sich rund ums Thema Lifestyle. Die Zeitschriften FEINSCHMECKER und FOODIE behandeln die Thematik Genuss, wohingegen bei A&W, ZUHAUSE WOHNEN und COUNTRY der Bereich Wohnen im Fokus steht. Zudem veröffentlicht der Jahreszeitenverlag auch die ‚typischen‘ Frauenzeitschriften: Die Magazine FÜR SIE, PETRA und VITAL richten sich vornehmlich an das weibliche Publikum. Beim Reise- und Kulturmagazin MERIAN ist internationales Reisen ein thematischer Schwerpunkt, während das Magazin PRINZ über das Angebot in deutschen Großstädten berichtet.

Der Jahreszeitenverlag fokussiert das Thema Lifestyle: Die Zeitschriften thematisieren alles, was das Leben schöner macht. Der Robb Report schlägt ebenfalls in diese Kerbe. Speziell für den Millionär in Deutschland konzentriert sich das Luxusblatt auf den Lifestyle der Wohlhabenden. Das ist eine etwas andere Zielgruppe als die bisherigen Leser, die der Jahreszeitenverlag angesprochen hat. Dennoch kann auch hier eine Tendenz festgestellt werden: Publikumszeitschriften wie A&W, FEINSCHMECKER oder MERIAN adressieren ebenfalls den anspruchsvollen Leser an, der Wert auf Außergewöhnliches legt.

Der Jahreszeitenverlag und der Robb Report – eine Symbiose?

Zusätzlich zum Start der ersten Lizenzausgabe des Robb Reports in Deutschland plant der Jahreszeitenverlag auch den Start eines Webportals. Der Robb Report ist somit nicht nur in der Printform erhältlich, was sicherlich eine breitere Zielgruppe ansprechen wird. Mit einem Preis von rund 10 Euro ist das Luxusblatt zudem erschwinglich.

Im Jahr 2016 will der Jahreszeitenverlag im Dezember eine weitere Ausgabe des Robb Reports veröffentlichen. Im Folgejahr sollen dann insgesamt vier Ausgaben erscheinen. Der Robb Report des Jahreszeitenverlags wird, ebenso wie die anderssprachigen Lizenzausgaben, das Thema Luxus in den Mittelpunkt stellen. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal auf dem vielfältigen deutschen Zeitschriftenmarkt und verspricht – trotz der rückläufigen Zahlen der Printbranche – Erfolg. Der Jahreszeitenverlag hat zudem noch eine weitere Strategie in petto, die den Robb Report in Deutschland bekannter machen soll: Das Edelmagazin soll auch in Luxusboutiquen und weiteren Sonderverkaufsstellen zum Kauf angeboten werden und so vor Ort die entsprechende Klientel ansprechen.


Bildnachweis: © Fotolia – Titelbild Tyler Olson, #1 ASjack, #2 Federico Rostagno

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