Was gibt es beim Geschäftskonto für Selbstständige zu beachten?

0

Für ein Unternehmen braucht man ein Geschäftskonto. Das ist auch bei selbstständigen Freiberuflern von Vorteil, denn so sind die Zahlungen besser nachzuvollziehen. Viele Bankinstitute bieten spezielle Geschäftskonten für Selbstständige an, die sich auch für Gründer eignen.

Das geeignete Geschäftskonto finden

Die meisten Banken bieten Geschäftskonten an, die sich an die speziellen Bedürfnisse der Gewerbetreibenden bzw. der Selbstständigen richten. Das heißt, dass diese Konten oft über besondere Leistungen verfügen. Es lohnt sich, die Angebote von mehreren Banken miteinander zu vergleichen. So verschafft man sich eine Übersicht über die Möglichkeiten und über die Preiskonditionen. Auf jeden Fall sollte man sich nicht drängen lassen, sondern auch das Kleingedruckte überprüfen.Ansonsten wächst das Risiko von unnötig hohen Gebühren.

Üblicherweise wird diejenige Bank, bei der man das Konto eröffnet, zur „Hausbank“. Das heißt, dass man hier zumeist einen festen Ansprechpartner hat. Auf lange Sicht hilft das bei eventuellen Problemen, die kurzfristig gelöst werden müssen.

Die folgenden Konten kommen für Selbstständige infrage:

  • Geschäftskonten in der Filialbank eignen sich vor allem für Personengesellschaften,
  • Girokonten in der Filialbank werden gerne von Einzelunternehmern und Freiberuflern benutzt,
  • kostenlose Online-Geschäftskonten sind für jede Form von Unternehmen sinnvoll.
Die meisten Banken bieten Geschäftskonten an, die sich an die speziellen Bedürfnisse der Gewerbetreibenden bzw. der Selbstständigen richten. (#01)

Die meisten Banken bieten Geschäftskonten an, die sich an die speziellen Bedürfnisse der Gewerbetreibenden bzw. der Selbstständigen richten. (#01)

Das Girokonto für Selbstständige: praktisch und günstig

Viele Selbstständige entscheiden sich für ein Girokonto mit Kreditkarte. Hier ist es möglich, die Zusendung einer monatlichen Abrechnung zu vereinbaren. Auch die Selbstabholung der Kontoauszüge ist natürlich möglich. Die monatliche Abrechnung der Kreditkarte macht es jedoch besonders einfach, die Unterlagen für die Buchhaltung vorzubereiten. Durch die zeitlich versetzte Abbuchung und die monatliche Auflistung der Kreditkartenzahlungen haben die Selbstständigen hier etwas mehr Spielraum.

Einige Selbstständige denken, dass die Kontoführungs- und Kreditkartengebühren nicht so sehr ins Gewicht fallen, da sich diese Kosten steuerlich absetzen lassen. Dennoch sollte man berücksichtigen, dass das betriebliche Ergebnis dadurch reduziert wird. Deshalb kann ein kostenloses Girokonto für Alleinunternehmer und Freiberufler durchaus sinnvoll sein.

Wichtige Details vor der Eröffnung des Geschäftskontos

Bei Toptarif stehen nützliche Hinweise zur Verfügung, die bei der Suche nach einem Geschäftskonto bzw. nach der richtigen Bank helfen. Natürlich stehen hier die Vergleiche der Banken bzw. Kontobedingungen im Vordergrund. Neben den Girokonten, die oft kostenlos angeboten werden, sollte man auch die Dispositionskreditzinsen berücksichtigen. Wer sein Konto im Rahmen der Geschäftstätigkeit häufig überzieht, möchte keinen überhöhten Zinssatz bezahlen.

Ebenfalls wichtig sind die Gebühren, die neben der Kontoführung anfallen. So muss man für die EC-Karte und auch für die Kreditkarte einen bestimmten Betrag einkalkulieren. Gleichzeitig lohnt sich die Überlegung, welche Karten tatsächlich benötigt werden. Auch die Anzahl der Buchungen im Monat kann eine Rolle spielen, da einige Banken für die kostenlosen Konten oder für die Grundgebühr eine gewisse Grenze festsetzen.

 

Ebenfalls wichtig sind die Gebühren, die neben der Kontoführung anfallen. So muss man für die EC-Karte und auch für die Kreditkarte einen bestimmten Betrag einkalkulieren. Gleichzeitig lohnt sich die Überlegung, welche Karten tatsächlich benötigt werden. (#02)

Ebenfalls wichtig sind die Gebühren, die neben der Kontoführung anfallen. So muss man für die EC-Karte und auch für die Kreditkarte einen bestimmten Betrag einkalkulieren. Gleichzeitig lohnt sich die Überlegung, welche Karten tatsächlich benötigt werden. (#02)

Welche Leistungen sind wichtig?

Zu den ersten Schritten bei der Auswahl eines Geschäftskontos gehört die Überlegung, welche Leistungen man in Anspruch nehmen möchten. Hier geht es darum, die eigenen Gewohnheiten einzuschätzen und herauszufinden, welche Bank die eigenen Anforderungen am besten erfüllt. Viele Personen schätzen es, wenn die nächste Filiale in wenigen Minuten zu erreichen ist. Andere setzen vornehmlich auf Online-Banking und auf eine telefonische Beratung, sodass hier die Nähe zur Bankfiliale nur eine kleine Rolle spielt.

Wer viel mit ausländischen Kunden und Partnern kommuniziert, der wünscht sich oft eine international agierende Bank. Das kann die Transaktionen erleichtern.
Für Gründer ist außerdem die Information hilfreich, ob die Banken spezielle Förderkredite im Programm haben. Einige Kreditinstitute fokussieren sich auf Kleinkredite, während andere erst ab deutlich höheren Beträgen aktiv werden und ihre Kunden unterstützen.

Niemand kann in die Zukunft sehen, dennoch hilft es, bei der Suche nach dem Geschäftskonto möglichst langfristig zu planen. Wer überlegt, das Unternehmen in zehn Jahren zu verkaufen, der sollte sich beispielsweise für eine Bank entscheiden, bei der die nötige Kompetenz und Erfahrung im Hintergrund stehen. Wer vor allem auf den persönlichen Kontakt Wert legt und nur mit relativ geringen Einzahlungen und Auszahlungen rechnet, der ist in der Filialbank im gleichen Ortsteil gut bedient. Weitere relevante Faktoren bei der Auswahl einer Bank und eines Geschäftskontos beziehen sich beispielsweise auf regelmäßige Barabhebungen und Einzahlungen, auf den verstärkten Wunsch nach einer Beratung oder auf spezifische Wünsche hinsichtlich Förderdarlehen usw.

Niemand kann in die Zukunft sehen, dennoch hilft es, bei der Suche nach dem Geschäftskonto möglichst langfristig zu planen. (#03)

Niemand kann in die Zukunft sehen, dennoch hilft es, bei der Suche nach dem Geschäftskonto möglichst langfristig zu planen. (#03)

Braucht man als Selbstständiger überhaupt ein Geschäftskonto?

Wenn es sich nur um ein Einzelunternehmen handelt, dann können die Zahlungen am Anfang auch über das private Girokonto laufen. Allerdings ist bei Billomat nachzulesen, dass es durchaus sinnvoll ist, ein Extrakonto einzurichten. So sind die Einnahmen und Ausgaben des Betriebs leichter von den privaten Kontobewegungen zu trennen. Grundsätzlich sind die Selbstständigen zwar nicht dazu verpflichtet, ein eigenes Geschäftskonto zu eröffnen. Dann allerdings muss man aufpassen, dass man dem Finanzamt die geschäftlichen Buchungen genau und nachvollziehbar erläutert.

Spätestens nach der Gründungsphase richten sich die meisten Selbstständigen jedoch ein geschäftliches Konto ein, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Dazu raten auch die Banken selbst und bieten zu diesem Zweck oft kostenlose Geschäftskonten für Selbstständige an.

Mit der Eröffnung des Geschäftskontos hat es auch die Buchhaltung bzw. der Steuerberater leichter. Ohne jeden einzelnen Vorgang prüfen zu müssen, weiß man sofort, dass alle Buchungen aufgrund von betrieblichen Vorgängen durchgeführt wurden. Die Belege muss man natürlich trotzdem beim Finanzamt vorlegen. Durch das rein geschäftlich genutzte Konto sieht man außerdem sofort, wo das eigene Unternehmen finanziell steht.

Einige Banken veranschlagen für die Geschäftskonten höhere Kontoführungsgebühren als für die privat genutzten Konten. Das ist immer wieder ein Grund dafür, dass die Selbstständigen ihr Unternehmen erst etablieren möchten, bevor sie ein weiteres Konto eröffnen. Im Allgemeinen wird bei den Banken nicht ausdrücklich vorgeschrieben, dass man für die geschäftlichen Vorgänge auch ein Geschäftskonto benötigt. Man kann sich als Selbstständiger also Zeit lassen, bevor man diesen Schritt in die Wege leitet.

 

Wer häufig auf Reisen ist und seine Kontobewegungen von verschiedenen Orten aus steuert, der braucht hingegen ein Online-Geschäftskonto. Oft bieten auch die Filialbanken einen Online-Zugang an. (#04)

Wer häufig auf Reisen ist und seine Kontobewegungen von verschiedenen Orten aus steuert, der braucht hingegen ein Online-Geschäftskonto. Oft bieten auch die Filialbanken einen Online-Zugang an. (#04)

Filialbank oder Online-Bank?

In bestimmten Branchen wie der Gastronomie oder dem Einzelhandel kommt es regelmäßig zu Bargeldtransaktionen. Für diese Fälle ist ein Konto bei einer Filialbank die optimale Entscheidung. Nach Dienstschluss kann man das eingenommene Bargeld direkt bei der Bank auf das Geschäftskonto einzahlen. Während der Öffnungszeiten ist es außerdem möglich, sich am Schalter mit Wechselgeld zu versorgen. Das ist vor allem für kleine Geschäfte, Friseursalons und ähnliche Unternehmen interessant. Eine Online-Bank kann bei diesen Dienstleistungen nicht mithalten. Auch Verhandlungen im Zusammenhang mit einem höheren Dispo-Rahmen sind im Allgemeinen besser in der Filialbank durchzuführen.

Wer häufig auf Reisen ist und seine Kontobewegungen von verschiedenen Orten aus steuert, der braucht hingegen ein Online-Geschäftskonto. Oft bieten auch die Filialbanken einen Online-Zugang an. Es gibt aber auch reine Online-Banken, die besonders preiswerte oder sogar kostenlose Konten anbieten. Hier hat man allerdings keinen Ansprechpartner, um eventuelle Details näher zu erläutern oder um neue Konditionen zu verhandeln.

 

Grundsätzlich können Einzelunternehmer ein klassisches, kostenfreies Girokonto für ihren Betrieb eröffnen. (#06)

Grundsätzlich können Einzelunternehmer ein klassisches, kostenfreies Girokonto für ihren Betrieb eröffnen. (#06)

Das kostenfreie Girokonto für Selbstständige

Grundsätzlich können Einzelunternehmer ein klassisches, kostenfreies Girokonto für ihren Betrieb eröffnen. Für Personengesellschaften und auch für Kapitalgesellschaften besteht diese Möglichkeit jedoch nicht. Bei der Eröffnung des kostenlosen Girokontos sollte man auf jeden Fall auf die Trennung der geschäftlichen und privaten Finanzen achten. Mit einem separaten Konto für die Geschäftstätigkeit lassen sich spätere Nachfragen vom Finanzamt vermeiden.

Die Angebote der Filial- und Online-Banken

Viele Banken werben mit kostenlosen Privat- und Geschäftskonten um Kunden. Beim genauen Hinsehen zeigt sich jedoch, dass für das Konto selbst zwar keine Gebühren anfallen, aber die einzelnen Leistungen berechnet werden. Deshalb lohnt sich ein genauer Check:

  • Werden für die Transaktionen Gebühren berechnet?
  • Wie viel kostet die EC-Karte?
  • Wie hoch sind die Gebühren für die Kreditkarte?
  • Gibt es versteckte Kosten, beispielsweise für den Versand der Kontoauszüge?

Auch bei den Online-Banken sollten diese Fragen geprüft werden. Einige bieten beispielsweise nur für deutsche Rechtsformen ein Geschäftskonto an. Wer eine Ltd. gegründet hat, muss also weiter nach einer Bank suchen. Grundsätzlich eignen sich die Online-Geschäftskonten für verschiedene Unternehmensformen:

  • für Einzelunternehmer,
  • für Freiberufler,
  • für Personengesellschaften,
  • für Kapitalgesellschaften.
Wenn man einen Kontokreditrahmen für das Geschäftskonto wünscht, werden noch weitere Unterlagen benötigt. Die meisten Banken fordern hierfür einen Nachweis für die erfolgreiche Geschäftstätigkeit an, also beispielsweise die letzte BWA. (#05)

Wenn man einen Kontokreditrahmen für das Geschäftskonto wünscht, werden noch weitere Unterlagen benötigt. Die meisten Banken fordern hierfür einen Nachweis für die erfolgreiche Geschäftstätigkeit an, also beispielsweise die letzte BWA. (#05)

Was braucht man für die Eröffnung des Geschäftskontos?

In der Filialbank sowie bei der Online-Bank lässt sich das Geschäftskonto ohne viel Aufwand eröffnen. Nach der Prüfung der Konditionen und der Auswahl eines Kontomodells muss man immer seinen Personalausweis vorlegen. Mit dem Kontoeröffnungsantrag wird außerdem eine Einverständniserklärung für die Nachfrage bei der Schufa unterschrieben.

Wenn man einen Kontokreditrahmen für das Geschäftskonto wünscht, werden noch weitere Unterlagen benötigt. Die meisten Banken fordern hierfür einen Nachweis für die erfolgreiche Geschäftstätigkeit an, also beispielsweise die letzte BWA. Für Gründer, die noch keine Zahlen vorlegen können, gibt es oft Sonderkonditionen bzw. spezielle Existenzgründungsdarlehen.

Die Wahl, wo die Selbstständigen ihr Geschäftskonto eröffnen, richtet sich vor diesem Hintergrund also nicht nur danach, wie hoch die Gebühren sind. Wichtiger sind oft die Fragen:

  • Filiale oder Online-Bank?
  • Welche Kreditkonditionen stehen zur Verfügung?
  • Wie viel finanziellen Spielraum bietet die Bank?

Im Optimalfall sorgt die Bank durch ihre Unterstützung und durch gute Konditionen dafür, dass die Selbstständigen sich ganz auf ihre eigentliche Tätigkeit konzentrieren können.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Antonioguillem -#01:contrastwerkstatt-#02: kantver -#03: Andrey Popov -#04:Gina Sanders -#05: Jeanette Dietl-#06: sepy

Lassen Sie eine Antwort hier