Fischertechnik: Modell simuliert Abläufe

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Fischertechnik nimmt für die Leichtmetallgießerei des BMW Werks in Landshut eine Mini-Fabrik in betrieb. Das soll die Fertigungsabläufe der Gießerei simulieren und veranschaulichen. Ziel dieses Vorhabens ist es, die Abläufe der Produktionsanlagen nicht nur sicherer, sondern auch effizienter zu gestalten.

Fischertechnik unterstützt BMW

Ein Modell von Fischertechnik unterstützt die Spezialisten der Gießerei des Automobilherstellers in Landshut. In der Leichtmetallgießerei werden jährlich über vier Millionen Gussteile hergestellt. Die Maschinen zur Fertigung der Teile müssen einiges leisten. Hohe Effizienz ist bei einem so hohen Produktionsvolumen besonders wichtig. „Unser Ziel ist, dass die Anlagentechnik für neue Gießanlagen standardisiert, also immer nach gleichen Rahmenbedingungen, erstellt wird – sowohl was die Software anbelangt als auch die Hardware“, so Prozessplaner Robert Seider.

Spezielle Bausteine aus definiertem Katalog

Software, die nicht jede Produktionsanlage benötigt, wird den Programmierern in einem Bausteinkatalog zur Verfügung gestellt. Ein weiterer wichtiger Baustein bei automatisierten Produktionsabläufen ist die virtuelle Inbetriebnahme (VIBN). Dadurch können Anlagenprogrammierungen virtuell getestet werden, bevor sie realisiert werden. Die Basis bildet ein digitales Abbild, das mögliche Fehler sowohl im Programm als auch im Ablauf ermittelt. Diese können dann vor der realen Inbetriebnahme beseitigt werden.

Modell von Fischertechnik unterstützt BMW

Fischertechnik erstellt daher ein Fabrikmodell für den Automobilkonzern. Das soll die komplexen Abläufe verdeutlichen. Das Abbild von Fischertechnik ist nach dem Modell einer realen SPS-Steuerung konzipiert. Es besteht aus einer Mini-Produktionsanlage mit den unterschiedlichen Fertigungsschritten. Diese sind über ein Transportband und einem Vakuumsauggreifer miteinander verbunden. Die Arbeitsschritte der Sortierstrecke, Fräszelle, das Hochregallager und die simulierte Wärmebehandlung fallen auch bei der Leichtmetallgießerei in Landshut an. Durch den Anschluss an die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) vollzieht die Mini-Fabrik alle Fertigungsschritte, welche die Software vorgibt.

Das dreidimensionale Miniatur-Abbild der künftigen Produktionsumgebung bringt Vorteile für die Gießerei der BMW-Gruppe. Denn wo zweidimensionale Pläne nicht intuitiv geändert werden können, lässt sich die 3D-Simulation schnell bearbeiten und beurteilen. Auf diese Weise sind Anpassungen flexibel möglich. Auch kurzfristige Änderungen stellen bei der dreidimensionalen Lösung kein Problem dar.

Durch dieses Projekt aus den beiden Komponenten, Standardisierung und virtuelle Inbetriebnahme, soll sowohl die Projektierungszeit, als auch die Inbetriebnahme-Phase stark verkürzt werden. Außerdem soll es die Anlaufqualität der Anlagen erhöhen. Das Modell von Fischertechnik wird auch zum Validieren und Testen weiterer Standardbausteine genutzt. So werden Fertigungsabläufe realitätsnah nachgestellt.

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