Etikettieren: Auswahlkriterien für die optimale Etikettiermaschine

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Eine Etikettiermaschine ist ein optimaler Helfer in der Produktion. Hier gibt es jedoch verschiedene Systeme, die unterschiedliche Vorteile aufweisen. Die Suche nach einer Maschine ist daher durchaus eine Herausforderung. Hier kann es helfen, die verschiedenen Systeme zu kennen.

Wer kann von einer Etikettiermaschine profitieren?

In erster Linie ist die Frage interessant, ob Etikettiermaschinen für Ihr Unternehmen von Nutzen sein können. Die Einsatzgebiete sind vielseitig. Je nach Modell ist das Etikettieren von Versandtaschen, Paletten, Produkten, Flaschen oder auch Beuteln möglich. Damit ist eine Etikettierung für Unternehmen in verschiedenen Industriezweigen durchaus interessant. Gerade Hersteller von Artikeln, die in den direkten Verkauf gehen, profitieren. Das können Lebensmittel oder auch Getränke sein, ebenso wie Spielwaren und Accessoires. Neben der Lebensmittelbranche kann eine Etikettiermaschine auch in der Automobilbranche oder im pharmazeutischen Bereich die Produktion erleichtern. So ist es möglich, Einzelartikel oder ganze Paletten mit Etiketten zu kennzeichnen.

Ein weiterer Vorteil: Haben Sie in Ihrem Unternehmen viel mit Retouren zu tun, kann Ihnen eine Etikettiermaschine erleichtern, den Überblick zu behalten und Verwechslungen auszuschließen. Aber auch dann, wenn Sie keine direkten Produkte für den Verkauf herstellen, bringt die Etikettierung für Sie Vorteile mit sich. Sie können mit Hilfe der Etiketten beispielsweise im Automatisierungsprozess für Erleichterung sorgen. Passen Sie die Prozesse in Ihrem Betrieb auf diese Weise gekonnt an.

Etikettiermaschine :Die verschiedenen Arten

Das Angebot an Maschinen ist groß. Damit Sie sich einen besseren Überblick verschaffen können, gibt es nachfolgend eine Auflistung der Standardsysteme für Unternehmen.

    1. Der Etikettierspender „eco“ als echter Klassiker
      Ganz besonders vielseitig ist das Modell „eco“, das als Klassiker geführt wird und in vielen verschiedenen Betrieben zum Einsatz. Er kann sowohl im Lebensmittelbereich als auch bei den Haushaltswaren, der Industrie oder der Hygiene eingesetzt werden. Seine Aufgaben übernimmt er ganz automatisch und ist zudem sehr flexibel. Er wurde auf den Dauerbetrieb ausgelegt und ist in der Lage, große Stückzahlen in einer optimalen Schnelligkeit mit Etiketten zu versehen. Den Spender „eco“ gibt es in verschiedenen Systemausführungen. Zudem kann er über Module ergänzt werden. Damit ist es möglich, den Spender an Ihre Wünsche anzupassen und so zusammenzustellen, dass er sich optimal in Ihren Betrieb einfügt.Wenn Sie noch unsicher sind, welche Etikettiermaschine für Sie die beste Wahl ist und einen echten Allrounder suchen, dann ist ein Klassiker grundsätzlich die richtige Wahl.
    2. Das Spendesystem „simplex“ zum Drucken und Etikettieren
      Bei dieser Version handelt es sich um eine Kombination aus einem Druck- sowie einem Spendesystem. Die Etikettiermaschine ist besonders leistungsstark. Sie druckt die Etiketten und verarbeitet sie anschließend direkt. Das System selbst ist besonders einfach konstruiert und lässt sich damit gut bedienen. Ein Vorlaufetikett ist nicht notwendig. Damit wird direkt ein Arbeitsschritt eingespart, was die benötigte Zeit reduziert. Die Etiketten können vielseitig bedruckt werden. Selbst produktspezifische Informationen lassen sich sehr gut unterbringen. Dank der robusten Materialien, die für den Aufbau des Systems verbaut wurden, ist das System hervorragend für den Dauerbetrieb geeignet und hält viel aus – selbst in der Industrie. Auch hohe Abfertigungsraten sind hier kein Problem.
    3. Das System „modus“ im Detail
      Die Serie „modus“ setzt sich aus verschiedenen Modularen zusammen, so dass die Etikettiermaschine optimal nach den eigenen Wünschen zusammengestellt werden kann. Sie haben also die Möglichkeit, dank der Flexibilität des Systems, eine Maschine nach Ihren Wünschen zu optimieren. Damit ist es möglich, diese direkt in bereits vorhandene Anlagen zu integrieren und in den Ablauf mit einzubauen. Die Etiketten werden über das Direktverfahren auf den Produkten aufgebracht und damit wird auf Vorlaufetiketten verzichtet. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, auch Seriennummern oder Laufzahlen auf Artikel aufzubringen. Der einfache Aufbau macht es möglich, dass Sie, dank der Module, die Maschine auch später noch anpassen und zudem einfach reinigen und warten können. Besonders attraktiv ist dieses System, da es eine Vielzahl an Möglichkeiten für Sie zu bieten hat. Als Basis gilt das Grundmodul, mit dem Grundmodul lassen sich dann alle weiteren Module in Verbindung bringen.
    4. Spezialisiert – der Paletten-Etikettierautomat A128
      Gerade die Etikettierung von Paletten nimmt in der Industrie einen hohen Stellenwert ein. Sie muss zuverlässig durchgeführt werden, damit die Arbeitsabläufe nicht unterbrochen werden. Daher ist eine Etikettiermaschine für Paletten eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt. Der Automat „A128“ wurde speziell für die Paletten-Etikettierung gebaut und ist optimal auf die Anforderungen abgestimmt. Er bietet ein klassisches Druck-Spende-System und kann dadurch mehrere Seiten der Palette in einem Arbeitsschritt bekleben. Es ist möglich, die Etikettiermaschine in bestehende Systeme zu integrieren und die Prozesse auf diese Weise noch zu verbessern. Auch bei der Größe der Etiketten haben Sie eine Wahl. Bis zu A5 kann hier ausgewählt werden. Die Daten für die Etiketten können individuell ganz einfach festgelegt werden.
    5. Paletten-Etikettierung mit primus
      Ebenfalls für die Etikettierung von Paletten entwickelt wurde die Maschine „primus“. Hier werden Druck sowie Applikation gleichzeitig durchgeführt, was zu einer schnellen Arbeitsweise führt. Auch bei dieser Maschine ist eine Größenauswahl von bis zu A5 möglich. Zudem erfolgt eine Etikettierung auf Wunsch an bis zu drei Seiten der Maschine. Die Etikettierung wird jeweils im Stillstand durchgeführt. Das „primus“-System setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen, die individuell zusammengestellt werden können. So haben Sie die Möglichkeit, die Maschine nach Ihren Vorstellungen zu optimieren.

Sonderlösungen bei der Etikettiermaschine

Natürlich gibt es auch noch andere Sonderlösungen, die für Sie möglicherweise ebenfalls sehr gut sein können. Bei der Suche nach einem Etikettierer kann es sich also lohnen, Ausschau nach einer Sonderlösung zu halten. Zwar sind die Standardsysteme so konzipiert, dass sie vielseitig eingesetzt werden können. Möglicherweise lösen diese aber dennoch nicht Ihr Problem. Sonderlösungen sind:

      • Die Doppel-Etikettieranlage
      • Hülsenkern-Kennzeichnung
      • Kabel-Etikettierer
      • Cellophanbeutel-Etikettierer
      • Flaschen- und Kanister-Etikettierer
      • Faltschachtel-Etikettierer
      • Stapelscheiben-Spender
      • Etikettier-Roboter
      • Präzisions-Etikettierer

Wissen Sie beispielsweise ganz sicher, dass Sie lediglich Cellophanbeutel mit einem Etikett versehen müssen, dann ist eine Sonderlösung für Sie vielleicht die bessere Variante. Oder Sie entscheiden sich für einen Etikettier-Roboter, der Ihnen ebenfalls einen großen Teil der Arbeit abnehmen kann.

Interessant kann auch der Präzisions-Etikettierer sein. Dieser ist so ausgelegt, dass er eine besonders genaue Positionierung der Etiketten garantieren kann. Die Etikettenposition spielt nicht immer eine Rolle. Es gibt jedoch einige Industriebereiche, bei denen in der Fertigung der Artikel großer Wert darauf gelegt werden muss. Dies ist beispielsweise in der Medizintechnik der Fall. Auch in der Technik, wo teilweise mit besonders kleinen Teilen gearbeitet wird, muss die Etikettiermaschine präzise arbeiten.

Bei der Auswahl einer Etikettiermaschine ist es wichtig, dass Sie sich eine optimale Beratung holen. Viele Systeme bieten sich für den Einbau in die Produktionsprozesse an. Gerade optimierte Lösungen sorgen jedoch dafür, dass Sie auch auf Dauer zufrieden mit der Leistung der Maschine sind. Modul-Lösungen können dann das Richtige für Sie sein, wenn Sie Ihre Produktionsprozesse möglicherweise häufiger anpassen.


Bildnachweis: © Fotolia – markobe

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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