Digital- und Flexodruck: Effektvolle Verpackungslösungen für Ihr Produkt

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Die Technisierung hat zunehmend Einfluss auf alle Lebensbereiche: Moderne technische Lösungen prägen sowohl die private als auch die geschäftliche Sphäre. Dabei profitiert besonders die Industrie von neuen Lösungen, die die fortschreitende Technologie mit sich bringt. Sowohl der Digital- als auch der Flexodruck sind junge Druckverfahren, die sich insbesondere bei innovativen Verpackungslösungen bewährt haben und auch zukünftig auf dem Vormarsch sind.

Herkömmliche Druckverfahren

Eine exakte Definition von Drucken gibt die DIN 8730. Danach ist das Drucken „ die Wiedergabe einer textlichen respektive bildlichen Darstellung in beliebiger Anzahl durch Übertragung von Druckfarben bzw. färbenden Substanzen auf den Bedruckstoff mittels einer Druckform.“

Kurzum: Beim Drucken wird entsprechend einer Vorlage eine Vervielfältigung von Texten und Bildern vorgenommen.

Herkömmliche Druckverfahren greifen dabei auf eine Druckform zurück, welche entsprechend der Vorlage für jedes zu druckende Element eigens angefertigt wird. Abhängig vom Druckverfahren (Offset, Tief- oder Hochdruck, etc.) wird entweder mit Platten oder mit Zylindern gearbeitet. Die flachen und runden Oberflächen treffen aufeinander und bedrucken dadurch das Papier mit Farbe.

Besonders im Verpackungsdruck sind die Anforderungen extrem hoch: Verpackungen sind – anders als ein herkömmliches Blatt Papier – unterschiedlich geformt und bestehen aus vielfältigen Materialien. Dementsprechend hoch ist auch der Anspruch an die Druckgeräte. Mittels modernster technischer Methoden kann beim Verpackungsdruck auf die Herstellung einer Druckform verzichtet werden. Beim Verpackungsdruck mit SÜDPACK beispielsweise führen technisches Know-How und digitale Möglichkeiten zu einem überzeugenden Gesamtergebnis.

Der Digitaldruck: Drucken ohne Druckform

Der Digitaldruck zeichnet sich besonders dadruch aus, dass er vornehmlich digital ablaufen kann. Das heißt konktret, dass beim Digitaldruck die Produktion einer Druckform entfällt, was den Druckprozess deutlich vereinfacht. Wie bei einem Drucker im heimischen Arbeitszimmer wird beim Digitaldruck das zu druckende Bild direkt vom Comupter an den Drucker gesendet.

Dabei gibt es jedoch auch eine Art Druckform, die aber nicht ausgetauscht werden muss, sondern für jeden Druck wiederverwendet wird: Eine beschichtete Trommel im Inneren des Druckers nimmt das Druckbild, welches vom Computer gesendet wird, auf. Da sich die Tommel mit dem Druckbild immer wieder ändert, spricht man dennoch nicht von einer Druckform.

Die Qualität ist beim Digitaldruck in der Regel extrem gut. Wie bei herkömmlichen Druckverfahren auch gibt es für die Farbzusammenmischung die Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Durch die unterschiedlichen Dichten beim Auftrag von feinem Farbpulver (Toner) werden Tonwertabstufungen ermöglicht. Je höher die Auflösung des zu druckenden Elements ist, desto besser ist auch die Qualität des Drucks. Die winzigen Tonerpartikel sind für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar und ergeben somit einen qualitativ hochwertigen Druck.

Beim Druckprozess des Digitaldrucks sind vornehmlich vier wesentliche Elemente beteiligt: Die beschichtete Trommel, der integrierte Laser, die Farbe und das zu bedruckende Material, oftmals Papier. Durch den Einsatz von technischen Möglichkeiten wird die Trommel ionisiert, wodurch sie negativ aufgeladen wird. Der Computer sendet dann ein Bild, welches gedruckt werden soll an den Drucker.

Mithilfe eines Lasers wird dann das Bild auf die Trommel übertragen: Alle Stellen, die nicht zu bedrucken sind und im Fall von Papier weiß bleiben sollen, werden mit dem Laserstrahl bestrahlt. Dieser entlädt die negative Ladung der Trommel. Die feinen Farbpartikel des Toners sind hingegen positiv aufgeladen – nach dem Aufbringen des positiv geladenen Toners bleibt dieser lediglich an den negativ geladenen Stellen der Trommel haften. Durch eine negative Aufladen des Papiers, welches mit der Trommel in direkten Kontakt kommt, erfolgt der Aufdruck. Damit die Tonerpartikel schließlich am Papier haften bleiben, wird das Papier noch durch erhitzte Walzen geführt, die den Aufdruck ‚einbrennen‘. Dies ist auch der Grund dafür, dass bedrucktes Papier mit erhöhter Temperatur aus dem Drucker kommt.

Das beschriebene Verfahren wird für jedes Blatt indidviduell wiederholt. Aufgrund der Trommel und des Laserstrahls ist der Digitaldruck absolut flexibel. Während in früheren Zeiten für jeden Druck eine separate Form angefertigt werden musste, ist dies heute durch die digitalen Möglichkeiten und den Einsatz von Trommel und Laserstrahl passé.

Der Flexodruck: Flexibele Formen und außerordentliche Qualität

Mit Digital- und Flexodruck muss keine Verpackung mehr langweilig und nichtssagend ausschauen. (#01)

Mit Digital- und Flexodruck muss keine Verpackung mehr langweilig und nichtssagend ausschauen. (#01)

Der Flexodruck zeichnet sich insbesondere durch seine Qualität, seine flexible Druckform und eine Flexibilität hinsichtlich der zu bedruckenden Materialien aus. Der Flexodruck ist ein Druckverfahren, das vor allem bei biegsamen Materialien zum Einsatz kommt – daher auch der etwas ungewöhnliche Name.

Beim Druckverfahren kommen Zylinder, sog. Sleeves zum Einsatz, die durch die Rotation das zu bedruckende Material weiterbewegen und auch den Aufdruck anbringen. Ähnlich wie beim Digitaldruck wird beim Flexodruck ebenfalls mit einer Art Druckform gearbeitet: Dem Druckformzylinder, welcher mit Sleeves überzogen ist. Die Sleeves bestehen aus flexiblen und formbaren Materialien. Das kann beispielsweise Gummi oder Fotopolymer sein. Je nach gewünschter Druckqualität kommen dann entsprechende Materialien zum Einsatz.

Mittels eines Computers werden über zwei Verfahren die zu druckenden Bilder oder Texte an die Flexodruckmaschine gesendet. Es gibt dabei entweder das Computer-to-Plate Verfahren oder das Computer-to-Sleeve Verfahren. In beiden Fällen wird, ähnlich wie beim Digitaldruck, direkt zwischen Comupter und Drucker kommuniziert, ohne vorher eine spezielle Druckform anfertigen zu müssen.

Video: Flexodruck Fachtagung

 

Digital- und Flexodruck: Tolle Möglichkeiten für Verpackungen

Verpackungsmaterial hat eine besondere Stellung hinsichtlich der Bedruckverfahren. Zunächst gilt es zu beachten, dass sich Verpackungsmaterial aufgrund von verschiedenen Formen und Materialien von herkömmlichem zu bedruckenden Papier unterscheidet. Verpackungsmaterial besteht nicht nur aus Karton, Wellpappe und Papier, sondern auch aus Plastik und Folie auf Basis verschiedener Kunststoffe. Diese Materialien verfügen über unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich ihrer Haptik. Während Wellpappe sehr flexibel ist und unter Belastung nachgibt, zeigt sich Folie wenig reißfest und dehnbar. Verpackungsmaterialien bedürfen aufgrund ihrer individuellen Charakteristika einer bestimmten Handhabung beim Bedrucken. Der Flexodruck ermöglicht aufgrund der besonderen technischen Voraussetzungen der variablen Rollen ein reibungsloses Bedrucken von beweglichen Materialien. Dies zeichnet sich besonders bei Verpackungsmaterial aus.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der für den Einsatz von digitaler Drucktechnik spricht, ist der schnelle Wechsel von diversen Verpackungsdesigns: Sondereditionen, spezielle Angebote oder einfach eine Neuauflage einer Verpackung sind jeweils in unterschiedlichen Designs gehalten. Aufgrund der großen Varietät, die sich schnell ändern kann, ist es sinnvoll auf die digitale Drucktechnik zu vertrauen. Die direkte Kommunikation von Computer und Drucker ermöglicht eine enorme Flexbilität hinsichtlich des Druckbilds. Neue technische Möglichkeiten lassen somit die Relevanz der Anfertigung einer spezifischen Druckform in den Hintergrund rücken.

Der Digitaldruck ist ebenso wie der Flexodruck auf dem Vormarsch: Aktuelle Prognosen rechnen mit einer Zunahme des Digitaldrucks um 7,5 Prozent. Es ist durchaus lohnenswert, die neuen Technologien und Möglichkeiten für die Anwendung im eigenen Unternehmen auszuloten.


Bildnachweis: © Fotolia Titelbild: studioworkstock – #01: thanksforbuying

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