Drehteile: Kostenoptimierung, Techniken und Innovationen

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Ohne sie kommt kaum ein Industriezweig aus: Ob kleines Startup-Unternehmen oder DAX-Konzern; alle sind auf individuell konstruierte Drehteile in vielen Varianten angewiesen. Doch wie kann man ohne eigene CNC-Technik diese Herausforderung günstig meistern?

Individuelle Drehteile in fast jeder Stückzahl

Wenn Erfindungen und Entwicklungen neuer, innovativer Industrie- und Alltagsprodukte über das Prototypstadium hinauskommen sollen, sind manuell gefertigte Drehteile oder Platzhalter aus dem 3D-Drucker nicht mehr ausreichend.

Gerade bei kleineren Projekten oder hochpräzisen Anwendungen, bei denen nur geringe Stückzahlen benötigt werden, die dafür ein hohes Maß an Qualität aufweisen müssen, sind Frästeile nach modernen Zerspanungsmethoden oft die einzige praktikable Lösung für technische Herausforderungen.

Nur die wenigsten Unternehmen haben für solche Projekte noch eigene Werkzeugmacher mit entsprechenden Kapazitäten und einem geeigneten Maschinenpark, um die benötigten Teile in Eigenregie zu fertigen. Moderne CNC-Technologie hat die Zerspanung wesentlich präziser und effizienter gemacht. Dennoch ist der Kostenaufwand für die Anschaffung entsprechender Maschinen und die Expertise, diese richtig zu bedienen, für die meisten Firmen einfach keine Option.

Hier kommen Lösungspartner im Drehteile-Segment ins Spiel, die für ihre Kunden die Fertigung über ihr Netzwerk an kompetenten Herstellern für Präzisionsdrehteile organisieren. Von der Konzeption über die Auswahl der geeigneten Werkstoffe bis hin zur Konfektionierung und Verpackung bieten diese Dienstleister einen Rundumservice.

Alles, was der Dienstleister benötigt, ist die technische Zeichnung für jedes gewünschte Produkt. Ob Kurzdrehteile oder Langdrehteile, für jede Anforderung, die in einer Zeichnung vermerkt ist, gibt es in der Regel die richtige Lösung.

Heutzutage kommen viele unterschiedliche Werkstoffe zum Einsatz, um Fräsdrehteile in hoher Qualität mit langer Haltbarkeit zu fertigen. Welche Werkstoffe im Einzelfall geeignet sind, hängt zum einen vom Qualitätsanspruch des Kunden ab, zum anderen aber auch maßgeblich vom jeweiligen Einsatzzweck und den Umweltbedingungen, unter denen die Drehteile ihren Dienst in den Endprodukten versehen sollen.

Hier bietet die Zerspanungstechnik viele Möglichkeiten, die es früher nicht gab oder die zumindest nicht kosteneffizient umsetzbar waren. Da je nach verlangtem Genauigkeitsgrad der Präzisionsdrehteile auch kleinste Stückzahlen realisierbar sind, eignet sich ein solcher Lösungspartner perfekt für fast alle Unternehmen, die individuelle Frästeile in hoher Qualität benötigen, die es so nicht von der Stange zu kaufen gibt.

Im Bezug auf die gesamte Industrieleistung spielen Drehteile auf den ersten Blick nur eine untergeordnete Rolle beim Auftragsvolumen. ( Foto: Shutterstock-  Pixel B_)

Im Bezug auf die gesamte Industrieleistung spielen Drehteile auf den ersten Blick nur eine untergeordnete Rolle beim Auftragsvolumen. ( Foto: Shutterstock- Pixel B_)

Der Markt für Drehteile wächst stetig

Im Bezug auf die gesamte Industrieleistung spielen Drehteile auf den ersten Blick nur eine untergeordnete Rolle beim Auftragsvolumen. Macht man sich aber klar, dass fast alle Zulieferer der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrtbranche und vieler weiterer Bereiche auf Kurzdrehteile und Langdrehteile angewiesen sind, wird die wahre Bedeutung des Marktes schnell klar.

Außerdem handelt es sich um ein weltweit boomendes Geschäft, das in Zukunft an Bedeutung eher noch zunehmen wird. Insbesondere in den USA und Kanada, wo viele moderne Startups ihren Sitz haben, wächst der Bedarf für Frästeile höchster Qualität aus Europa, die aufgrund der Konkurrenz aus Fernost natürlich auch vom Preis her wettbewerbsfähig sein müssen.

Für die Endprodukte der jeweiligen Kunden spielt die Hauptrolle, dass die Teile günstig in der Fertigung, passgenau im Einsatz und langlebig bei der Qualität sind, um die Anforderungen an moderne Industrie- und Konsumprodukte zu erfüllen.

In den Jahren 2011 bis 2017 wies die Umsatzstatistik der Branche für Schrauben, Muttern, Bolzen und Drehteile allein in Kanada ein sehr stabiles Niveau auf, das sich laut Prognose bis weit in die 2020er-Jahre hinein fortsetzen wird.

Nun ist Kanada kein besonders großer Markt für das Drehteilesegment, doch es zeigt, wie sogar auf Schauplätzen, die für den Weltmarkt weniger bedeutsam sind, die Nachfrage stabil ist. Kanada ist für deutsche und europäische Firmen ein wachsender Markt, da das Freihandelsabkommen CETA zwischen EU und Kanada völlig neue Möglichkeiten eröffnet.

Früher waren Drehteile vor allem etwas für große Industriebetriebe, die Massenprodukte oder hochwertige Einzelprodukte fertigen konnten, die für bestimmte Anwendungen (z. B. in der Raumfahrt) benötigt wurden. ( Foto: Shutterstock- KPixMining)

Früher waren Drehteile vor allem etwas für große Industriebetriebe, die Massenprodukte oder hochwertige Einzelprodukte fertigen konnten, die für bestimmte Anwendungen (z. B. in der Raumfahrt) benötigt wurden. ( Foto: Shutterstock- KPixMining)

Die Drehteile-Industrie trifft sich in Frankreich

Die weltweite Entwicklung auf dem Markt für Drehteile ist selbstverständlich auch Thema auf einer der wichtigsten Messen der Branche, der SIMODEC. Sie findet vom 10. bis 13. März 2020 in La Roche-Sur-Foron statt und bietet Kunden und Anbietern gleichermaßen ein Forum für den Austausch von Informationen über Neuheiten, Techniken und Innovationen, die der Kostenoptimierung zugute kommen.

Insbesondere neue Werkstoffe für Präzisionsdrehteile und die Fokussierung auf Lösungspartner, die einfach und in bester Qualität Kunden und Anbieter für Frästeile miteinander verbinden, finden Berücksichtigung auf der Messe. Bereits seit 66 Jahren zeigt diese Leistungsschau immer die aktuellen Neuheiten und Entwicklungen, die bei der Produktion für Drehteile künftig relevant sein werden – oder es bereits heute sind.

Der Veranstalter Rochexpo bietet darüber hinaus aber auch eine Art Kontaktbörse für Anbieter und Kunden, den sogenannten Marktplatz. Auch hier finden sich viele Lösungspartner, die anhand einer technischen Zeichnung ganz einfach die geeigneten Hersteller für die gewünschten Drehteile in ihrem Netzwerk identifizieren und ins Boot holen können.

Durch die breite Vernetzung sind die Produktionskapazitäten in der Regel problemlos skalierbar – von kleinsten Stückzahlen bis hin zu Mengen, die in der industriellen Massenfertigung benötigt werden, kann man so gut wie jedes Projekt ohne eigene CNC-Kapazitäten realisieren.

Selbstverständlich dient die Messe auch als Darstellungsmöglichkeit für die Leistungsfähigkeit der Aussteller und ihre Produkte. Innovationen und technische Neuerungen im Bereich der Zerspanungstechnik werden häufig auf der SIMODEC erstmals einem breiten Fachpublikum präsentiert.

Insbesondere neue Werkstoffe für Präzisionsdrehteile und die Fokussierung auf Lösungspartner, die einfach und in bester Qualität Kunden und Anbieter für Frästeile miteinander verbinden, finden Berücksichtigung auf der Messe. ( Foto: Shutterstock- Aumm graphixphoto)

Insbesondere neue Werkstoffe für Präzisionsdrehteile und die Fokussierung auf Lösungspartner, die einfach und in bester Qualität Kunden und Anbieter für Frästeile miteinander verbinden, finden Berücksichtigung auf der Messe. ( Foto: Shutterstock- Aumm graphixphoto)

Wie kann ein Startup effizient eigene Drehteile produzieren lassen?

Früher waren Drehteile vor allem etwas für große Industriebetriebe, die Massenprodukte oder hochwertige Einzelprodukte fertigen konnten, die für bestimmte Anwendungen (z. B. in der Raumfahrt) benötigt wurden. Hier spielten die Kosten in der Regel nur eine untergeordnete Rolle, weil die Qualität der Fräsdrehteile nicht selten im Zusammenhang mit der Sicherheit von Menschen stand, die von der Zuverlässigkeit der Produkte abhängig war.

Mit dem Aufkommen der computergesteuerten CNC-Technologie sanken über die Jahre hinweg auch die Preise für Maschinen, während die Effizienz stetig wuchs. Dadurch wurden Ideen und Projekte realisierbar, die früher von kleineren Unternehmen kaum zu konkurrenzfähigen Preisen gestemmt werden konnten.

Dennoch ist die Anschaffung einer eigenen Zerspanungsabteilung mit allen erforderlichen Kompetenzen beim Personal und den benötigten Maschinen für die meisten Unternehmen nicht sinnvoll. Daher bieten Lösungspartner einen umfassenden Service.

Heutzutage kommen viele unterschiedliche Werkstoffe zum Einsatz, um Fräsdrehteile in hoher Qualität mit langer Haltbarkeit zu fertigen.  ( Foto: Shutterstock- Aumm graphixphoto)

Heutzutage kommen viele unterschiedliche Werkstoffe zum Einsatz, um Fräsdrehteile in hoher Qualität mit langer Haltbarkeit zu fertigen. ( Foto: Shutterstock- Aumm graphixphoto)

Alles aus einer Hand: Lösungspartner mit Komplettservice

Insbesondere kleine Startups sind früher oft an der Herausforderung gescheitert, ein tolles Produkt kostengünstig anbieten zu können, weil die benötigten Drehteile zu teuer waren. Einen geeigneten externen Hersteller zu finden, ist für branchenfremde Unternehmen aber gar nicht so einfach, weil ihnen zum einen die Expertise fehlt und zum anderen die Stückzahlen oft so gering ausfallen, dass der ausgewählte Hersteller dankend abwinkt. Doch auch das Gegenteil kann passieren: Falls ein Produkt kurzfristig in besonders hohen Stückzahlen benötigt wird, kann das oft nicht von einem Einzelunternehmen geleistet werden.

Hier kommt der moderne Lösungspartner für Drehteile ins Spiel. Man gibt im Prinzip nur die Zeichnung ab, klärt Fragen zur gewünschten Qualität, sucht die geeigneten Werkstoffe aus und wählt die weiteren Dienstleistungen, etwa die Baugruppenmontage oder komplette Verpackung, so dass die Kunden ihre Drehteile als fertigen Produktsatz direkt weiterverwenden bzw. weiterverkaufen können. Dieser Rundumservice läuft über ein Netzwerk aus vielen Herstellern für Drehteile, wodurch sich die Produktionskapazitäten optimal an den Bedarf der jeweiligen Kunden anpassen lassen.

Davon profitieren alle Beteiligten. Die Kunden bekommen zeitnah ihre präzisen Drehteile in der gewünschten Qualität und Stückzahl und die Hersteller können ihre Maschinen optimal auslasten, weil sie über das Netzwerk der Lösungspartner immer mit planbaren Aufträgen rechnen können.

Denn das ist die andere Seite der Medaille – viele Hersteller für Drehteile leiden unter nicht ausgelasteten Maschinenparks, die Kosten verursachen und eine signifikante Zahl von Unternehmen in eine finanzielle Schieflage bringen.

Die Optimierung und Koordinierung innerhalb von Netzwerken lohnt sich also für alle involvierten Partner gleichermaßen. Insbesondere die Zusatzleistungen machen dieses Modell für kleinere und mittlere Unternehmen ebenso attraktiv wie für Großunternehmen, die eine komplette Baugruppenmontage und Konfektionierung inklusive Verpackungslösung wünschen.

Individualisierung ist das Zauberwort, das mittlerweile einen großen Teil des Marktes für Drehteile ausmacht. Denn überall, wo die genormten Standardprodukte aus der Massenfertigung nicht passen oder nicht die gewünschten Materialeigenschaften aufweisen, ist das individuelle Fertigen der Präzisionsdrehteile nach Zeichnung des Kunden mittlerweile die optimale Lösung für alle gängigen Werkstoffe.

Ohne Drehteile würde in der Industrie nichts laufen. Sowohl Großkonzerne als auch kleinere Unternehmen bis hinunter zu winzigen Startups sind auf die Verfügbarkeit individueller Lösungen für Drehteile angewiesen.  ( Foto: Shutterstock-Dovzhykov Andriy )

Ohne Drehteile würde in der Industrie nichts laufen. Sowohl Großkonzerne als auch kleinere Unternehmen bis hinunter zu winzigen Startups sind auf die Verfügbarkeit individueller Lösungen für Drehteile angewiesen. ( Foto: Shutterstock-Dovzhykov Andriy )

Fazit: Die Drehteile der Zukunft sind individueller und kosteneffizienter als früher

Ohne Drehteile würde in der Industrie nichts laufen. Sowohl Großkonzerne als auch kleinere Unternehmen bis hinunter zu winzigen Startups sind auf die Verfügbarkeit individueller Lösungen für Drehteile angewiesen. Das fängt mit der technischen Zeichnung an und endet gegebenenfalls bei der Baugruppenmontage und Verpackung für die weitere Verwendung.

All diese Leistungen lassen sich durch kompetente Lösungspartner bündeln, die über ihre Netzwerke mit Herstellern und anderen Dienstleistern für CNC-Zerspanung in Kontakt stehen und maßgeschneiderte Lösungen bieten, die sich dem Anspruch der Kunden entsprechend problemlos skalieren lassen.

Von Einzelanfertigungen über kleine Stückzahlen bis hin zur Massenfertigung sind Produkte in jeder Form und Ausführung nun auch für Unternehmen realisierbar, die früher daran scheiterten, weil sie über keine eigenen CNC-Kapazitäten verfügen.

Da die Kostenoptimierung auch Großunternehmen betrifft, lagern immer mehr Industriebetriebe ihre eigene CNC-Zerspanung ebenfalls über Lösungspartner an Drittanbieter aus. Die Qualität darf darunter natürlich ebenso wenig leiden wie die pünktliche Verfügbarkeit.

Just in time oder auf Vorrat – bei der Produktion haben die Kunden die freie Auswahl und können so gut wie jede Variante optimal individualisieren. In Zukunft werden solche Lösungen stark an Bedeutung gewinnen, da sie die Konkurrenzfähigkeit von Herstellern und Auftraggebern gleichermaßen langfristig sichern können.

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