Deutsche Bank Aktien: Kurse unverändert

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Das Positive vorweg: Die Deutsche Bank Aktien müssen derzeit kaum Verluste hinnehmen, auch wenn sich die Großlage an der Börse eher verschlechtert. Wirklich verbessern kann sich die Aktie des Finanzdienstleisters aber auch nicht – der Kurs bleibt nahezu unverändert.

Deutsche Bank Aktien: Start mit negativer Entwicklung

Es gibt immer einige Werte, die sich im Laufe des Tages kaum ändern. Dazu gehörten auch schon die Deutsche Bank Aktien, die sich im Mittelfeld des Dax-Index befanden – die Aktie lag auf Rang 18. Der Dax selbst verzeichnete an diesem Tag ein Plus von 0,32 Prozent, die Aktie der DB entwickelte sich daher schlechter als der Performance-Index. Dabei war die Aktie an diesem Tag gar nicht so viel niedriger gestartet, der Preis betrug bei Öffnen der Börse 14,17 Euro. Das Hoch des Tages lag bei 14,29 Euro, bei Handelsschluss wurden 14,20 Euro angegeben. Damit lag der Wert bei Handelsschluss deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch, das bei 17,82 Euro liegt (im Januar 2017). Mit 8,83 Euro war im September 2016 das größte Tief erreicht worden.

Analysten sehen in der Entwicklung das allgemeine Problem des abgeschwächten Investmentbanking-Geschäfts – bis Ende 2018 wird sich demnach ein Kapitaldefizit von etwa drei Milliarden Euro ergeben.

Video: Deutsche Bank Aktie: Kaufen, wenn die Kanonen donnern?

Bank Aktien: Neue Woche, neues Glück?

Schon in der nächsten Woche ging es für die Deutsche Bank Aktien bergauf. Das ist auch gut so, denn der Abwärtstrend begann bereits im Juli, die Aktien der Deutschen Bank AG pegelten sich bei 13,11 € ein. Nun entwickelten sich die Kurse aber leicht positiv, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass der übergeordnete Abwärtstrend immer noch besteht. Erst einmal sind die DB Aktien aber die großen Gewinner oder gehören zumindest zu diesen dazu. Denn am Dienstag, den 19. September 2017 gewannen die Wertpapiere rund 3,6 Prozent an Wert. Die Tendenz ist also freundlich und die Deutsche Bank AG konnte eine Verteuerung von rund 8,3 Prozent im Vergleich zur Vorwoche verzeichnen – zumindest verglichen mit dem absoluten Tiefkurs. Somit war es auch möglich, dass die Aktien am nächsten Tag mit einem Plus von 0,3 Prozent starten konnten

Dennoch liegen die aktuellen Notierungen immer noch unterhalb der als durchschnittlich ermittelten Kurse, wobei die letzten 200 Handelstage als Vergleichsbasis dienen. Genau genommen sind es 9,8 Prozent darunter – nicht wenig also, was auch aus diversen Grafiken zu Wochen- und Monatscharts zu entnehmen ist. Ein Extremwert ist das dennoch nicht und Aufwärtspotenzial ist definitiv vorhanden. Die erste große Marke dürfte bei 14,70 € liegen, ab hier ist mit Gewinneinnahmen für die Anleger zu rechnen. Darauf weisen die Nachrichten zu Kursentwicklungen der DB Aktien hin.

Deutsche Bank Aktien: Wie geht es langfristig weiter?

Anleger wollen aus den News nicht nur heraushören, wie der aktuelle Stand der Wertpapiere lautet, sondern auch, wie die weitere Entwicklung verlaufen könnte. Solche langfristigen Prognosen sind sicherlich immer mit Vorsicht zu genießen, beeinflussen doch viele Details die Aufwärts- oder Abwärtstrends. Die Kursausschläge der Charts sind daher teilweise recht groß, durchschnittlich gesehen ergibt sich dann jedoch ein anderes Bild. Wer langfristige Informationen aus den News entnehmen möchte, muss zumindest die Monatscharts betrachten. Hierbei werden größere Zeitabschnitte zusammengefasst dargestellt, was eine bessere Übersicht über die Durchschnittsentwicklung ergibt.

Ein übergeordneter Trend lässt sich hieran leichter ablesen, als wenn nur die Nachrichten verfolgt werden. Für die DB Group und ihre Aktien zeigt der Monatschart für den September 2017 allerdings einen Abwärtstrend – eine positive Kursphase bedeutet daher nicht wirklich eine langfristige Verbesserung, sondern eher eine Erholungsbewegung in diesem Abwärtstrend, der für sich betrachtet aber wiederum als intakt gilt. Diese Erholungsphasen müssen auch nicht nur negativ gesehen werden, denn sie lassen sich bei richtiger Herangehensweise gewinnstark begleiten.

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eine positive Kursphase bedeutet nicht eine langfristige Verbesserung, sondern eine Erholungsbewegung in diesem Abwärtstrend(#01)

Die Deutsche Bank als Unternehmen

Viele Investoren haben derzeit Probleme mit der DB, weil sie das Finanzinstitut als nicht verlässlich genug einstufen – es werden zu wenig Gewinne erzielt. Nun müssen die Group endlich wieder Erfolge vorweisen, damit ihr Vertrauen entgegengebracht werden kann.
Die Deutsche Bank gilt als größter Bankenkonzern in Deutschland und gehört zu den Finanzdienstleistern, die weltweit an führender Position stehen.

Dabei handelt es sich hier um eine sogenannte Multispezialbank – Kunden bekommen nicht nur eines oder zwei Finanzprodukte geboten, sondern eine breite Palette an Dienstleistungen. Privatkunden können hier ihr Giro- und Tagesgeldkonto führen sowie Geld und Wertpapiere anlegen. Auch die Vermögensverwaltung sowie die Planung einer persönlichen Vorsorge geht über die Bank und ihre Berater.

Wer online die Entwicklung des Kreditinstituts und der zugehörigen Wertpapiere verfolgen will, hat dazu auf diversen Börsenseiten die Chance. Dabei zeigt sich, dass der größte Konkurrent der Deutschen Bank die Commerzbank ist, deren Performance teilweise sogar besser ist.

Deutsche Bank Aktien als Gewinner?

Für die Aktionäre der Deutschen Bank AG ist 2017 bislang noch kein gutes Jahr, da die Wertpapiere unter dem anfänglich im Januar notierten Kurs bleiben. Doch die Anteilsscheine an der Group zogen an, als die Titel der Commerzbank nach oben gingen, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass es Spekulationen um eine Großfusion gab. Angeblich soll die Commerzbank mit der BNP Paribas fusionieren, welche bisher die französische Konkurrenz darstellt. Damit rückt die DB nun wieder in den Fokus der Investoren und alle fragen sich, ob eine Übernahme droht? Dabei hat die DB gerade ganz andere Sorgen, denn die Investoren zweifeln an den Führungsqualitäten des Chefs John Cryan, der angeblich zu wenig ändere. Außerdem kämpft das Finanzhaus mit operativen Problemen, die auch durch eine Änderung der Strategie nicht zu beheben scheinen.

Eine Handelsfusion wäre eine Option, wobei die DB derzeit wohl sogar günstig zu haben sein dürfte. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 33,5 Mrd. USD – ein echtes Schnäppchen also für Kaufinteressenten. Großbanken in den USA haben hier ganz andere Werte: JPMorgan und Goldman Sachs kommen sogar auf 88,7 Mrd. USD. Dann stellt sich aber die Frage, wer die Deutsche Bank denn wohl haben möchte? Ein Zusammenschluss von Commerzbank und DB, wie er im vorigen Jahr im Gespräch war, kommt eher nicht infrage. Gerüchte besagen, dass ein Großaktionär allein den Kauf tätigen könnte, so zum Beispiel das Königshaus Katar, welches bislang zehn Prozent der Stimmrechte unterhält. Oder die HNA Group aus China, die ebenfalls fast zehn Prozent am Bankenhaus hält.

Egal, wie die Reise weitergeht: Anleger haben die Aktien derzeit online gut im Blick, können allerdings nicht von wirklich nennenswerten Gewinnen sprechen. Die Kurse bleiben sicherlich auch in absehbarer Zeit in ähnlicher Art und Weise gestaltet, wie sie heute sind, und werden sich kaum extrem nach oben oder unten bewegen.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild: Cineberg, #01: bluebay

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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