Datenanalyse in Bezug auf die Breitbandversorgung

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Breitbandversorgung ist schon seit vielen Jahren ein Thema in Deutschland. Allerdings kommt es nicht nur in unserem Land zu einer Diskussion. Auch in anderen Ländern spielt die Breitbandversorgung eine Rolle. Wie macht sich Deutschland hier im großen Vergleich, auch in Bezug auf die Datenanalyse?

Mit Datenanalyse zu einer besseren Breitbandversorgung

Die Breitbandversorgung ist gerade für Unternehmen ein großes Thema, denn immerhin greift jedes vierte Unternehmen in Deutschland auf das schnelle Internet zurück.

Wenn von schnell die Rede ist, dann sind damit Verbindungen gemeint, die eine Geschwindigkeit von rund 30 MBit/s mindestens erreichen. Im letzten Jahr war es so, dass rund 16 Prozent der Unternehmen noch gar nicht mit dem Breitbandinternet versorgt waren. Die Hälfte davon hat sogar nur den Internetzugang über ISDN genutzt.

Gerade in Regionen, die nicht an ein Städtenetz angeschlossen sind, ist der Ausbau der Breitbandversorgung noch eher schleppend. Hier sind Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen betroffen.

Mit Hilfe einer Datenanalyse konnte festgestellt werden, dass sich Deutschland in Bezug auf die Breitbandversorgung 2012 weltweit auf dem 11. Platz befand. Auf 100 Einwohner kamen 33,7 Anschlüsse. Damit lag Deutschland sogar noch vor den USA, bei denen es nur 28,3 Anschlüsse auf 100 Einwohner sind und auch Japan ist weiter hinten. Interessant zu wissen ist, dass als einer der am besten verkabelten Bereich mit schnellem Internet zu diesem Zeitpunkt Barbados gehört hat.

Ein Blick auf die Top 10 bei der Breitbandversorgung

Die ersten zehn Plätze teilten sich vor allem europäische Länder, wie die Datenanalyse gezeigt hat. Ein Land ist jedoch dabei, das nicht zu Europa gehört. Hierbei handelt es sich um Südkorea. Auf 100 Einwohner kommen 6,37 Anschlüsse. Zwar ist das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zu Deutschland nur halb so hoch.

Interessant ist dabei jedoch der Fakt, dass Südkorea sein Inlandsprodukt sehr gut investiert. So wurden hier 3,7 Prozent in Forschung und Entwicklung investiert, während es in Deutschland nur 2,8 Prozent waren. Es hat sich gezeigt, dass die Vorgehensweise in Südkorea durchaus als sehr gut bezeichnet werden kann.

So konnte sich das Land auch bei der Pisa-Studie 2013 einen sehr guten Platz sichern. Es gibt einen Minister, der für die Informations- und Telekommunikationstechnologie zuständig ist. Auch einen Ressortchef für den Breitbandausbau gibt es.

Der Blick auf Europa: Wo liegt Deutschland hier bei der Breitbandversorgung?

Die Datenanalyse wurde auch eingesetzt, um einen europäischen Vergleich starten zu können. Hier liegt Deutschland auf dem 10. Platz. An der Spitze steht Monaco. Auf 100 Einwohner kommen immerhin 43 Anschlüsse, wie die Datenanalyse zeigt. Dahinter sind die Schweiz und die Niederlanden zu finden. Auch Frankreich und Großbritannien stehen noch vor Deutschland.

Monaco kann sich jedoch nicht nur im europäischen Vergleich an die Spitze setzen, sondern auch im weltweiten Vergleich bei den Breitbandanschlüssen. Interessant ist auch der Blick auf die Menge an Internetnutzern in Deutschland. Hier liegt die Zahl bei 84 in Hinblick auf 100 Einwohner. Ganz vorne mit dabei bei diesem Vergleich, ist Island mit 96 Nutzern auf 100 Einwohner.


Bildnachweis:© Shutterstock – Titelbild: David Hughes

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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