Das digitale Auto: Deutschland rüstet nach

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Extras gehören in der Mittelklasse inzwischen zum guten Ton. Dabei ist es jedoch nicht unbedingt notwendig einen Neuwagen zu kaufen. Internetanschluss und Einparkhilfen lassen sich für gewöhnlich kostengünstig und ohne großen Aufwand nachrüsten.

Schon vor der Pflicht nachrüsten

Digitale Extras werden mittlerweile zahlreich angeboten. Zum einen werten diese den Komfort auf, zum anderen dienen sie der Sicherheit. Ebenso unterschiedlich wie die einzelnen Funktionen, können auch die Preise für den Einbau sein.

Diese richten sich:

  • nach den Anschaffungspreis für das jeweilige Gerät
  • nach dem Aufwand beim Einbau
  • und danach, ob ein Fachmann ran muss

Der elektronische Diebstahlschutz mit GPS-Ortung lohnt sich immer. Wer seinen Wagen vor Fremdaneignung schützen will, dem stehen die unterschiedlichsten Systeme zur Auswahl. Der einfache Leistungsumfang versendet im Falle eines Diebstahls eine SMS, die die aktuellen Standortkoordinaten beinhaltet. Wer noch mehr Funktionen bei der Diebstahlsicherung wünscht, nutzt am besten eine Anlage, die zusätzlich ein akustisches Warnsignal liefert. Weitere Funktionen sind die auswählbaren Warnstufen und der separate Pager. Dieser empfängt den Alarm und regelt den Motorstart sowie die Zentralverriegelung.

Die automatische Notrufanlage wird ab 2018 in allen Neuwagen Pflicht sein. Diese Sicherheit lässt sich aber schon jetzt realisieren. Denn Diebstahlschutz-Anlagen können auch nachträglich eingebaut werden. Diese Anlagen senden den Notruf automatisch oder manuell an vorher festgelegte Rufnummern. Ausgelöst wird der Notruf durch einen Crash-Sensor.

Die elektronische Reifendruckkontrolle ist bereits jetzt in allen Neuwagen Pflicht. Diese kann ebenfalls nachgerüstet werden. Dabei hat der Fahrer die Wahl, ob die Sensoren direkt an jedem Reifen fixiert oder indirekt vom ABS und ESP genutzt werden sollen.

Digitale Extras bieten jede Menge Komfort

Wer eine Einparkhilfe nachrüsten möchte, muss mit dem größten Aufwand rechnen. Das betrifft vor allem Systeme, die eine rückwärtige Kamera integriert haben. Es gibt verschiedene Systeme, die das Einparken mit Warntönen oder Bildern unterstützen. Unabhängig davon müssen zusätzliche Kabel im Auto verlegt werden, um die Übertragung der Daten sicherzustellen.

Weiteren Komfort liefert WLAN. Nicht nur während der Autofahrt, auch im Ferienhaus kann der Internetanschluss im Auto als Hotspot genutzt werden. Dazu werden spezielle Nachrüst-Sets angeboten, die sich ganz einfach im Handschuhfach verstauen lassen. Die Verbindung wird damit per LTE oder UMTS hergestellt.

Und auch die Freisprechanlage gilt als sinnvolles Extra. Zumindest wenn es darum geht, Bußgelder zu vermeiden. Schließlich ist das Telefonieren während der Fahrt verboten. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Anlage einen eigenen Lautsprecher besitzt, denn der Lautsprecher am Mobiltelefon ist oft nicht kräftig genug.

Wer seinen Wagen mit einem Tempomat ausstatten will, muss zunächst prüfen, ob der Wagen mit einer Gaspedalbetätigung arbeitet. Sofern diese bereits vorhanden ist, muss nur der Schalter und das Relais an der Lenkradsäule angebracht werden.

Sicherheit geht vor

Digitale Extras gehören im Auto einfach dazu. Einige werden in den kommenden Jahren sogar Pflicht. Vieles lässt sich ganz einfach nachrüsten. Erhältlich sind die verschiedenen Bauteile im Fachhandel, wenn eine Werkstatt angeschlossen ist, kann das Erworbene auch gleich eingebaut werden, oder online. Verschiedene Elektronik-Anbieter wie www.reichelt.de haben entsprechende Angebote in ihrem Shop. Nach dem Versand dauert es ein paar Tage bis das Bestellte geliefert wird. Dann muss man entweder selbst Hand anlegen und den Einbau durchführen oder man geht zu einem Fachmann.

Inwiefern ein Internetanschluss im Wagen unbedingt dazu gehören muss, sollte wohl jeder sich selbst entscheiden. Dennoch sind viele Extras nützlich und tragen dazu bei, die Sicherheit vor, während und nach der Fahrt zu erhöhen.


Bildnachweis: © freeimages.com – ebau

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