BND: 1,3 Milliarden Metadaten pro Monat an die NSA

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Bisher schien es, als wären die Selektoren für den BND im Rahmen der NSA-Affäre das größte Problem. Doch dazu kommt nun noch die Sammlung an Metadaten, die jeden Monat an die NSA weitergereicht wird.

BND speichert täglich über 200 Millionen Metadaten

Es ist schon etwas länger bekannt, dass der BND die NSA dabei unterstützt, die Spähversuche durchsetzen zu können. Wie viele Daten aber genau von dem BND an die USA geliefert werden, ist noch immer nicht klar. Dabei stehen jedoch nicht nur die Selektoren im Vordergrund. Diese sind nur ein Teil der Beschaffung der Daten. Zusätzlich zu der Suche nach den Schlagworten kommen auch Rohdaten, die an die NSA weitergegeben werden.

Schon im Februar wurde deutlich, dass der BND pro Tag rund 200 Millionen Metadaten speichert. Ein großer Teil dieser Daten geht weiter an die USA. Die Rede ist hier von über 1 Milliarde Daten pro Monat. Doch was mit den Daten in den USA eigentlich gemacht wird, das weiß niemand. Während die deutsche Polizei nur darauf hoffen kann, einen Einblick in die Metadaten irgendwann einmal zu erhalten, haben die USA längst eine Vielzahl dieser Daten zur Hand und können diese nutzen, um noch mehr Informationen über die Menschen zu erhalten.

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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