Blockchain Hacking: Milliarden-Verlust durch Hacker-Angriffe

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Blockchain Hacking: 8,5 Milliarden US-Dollar sind bisher verloren gegangen! Kryptowährung im Wert von rund 8,5 Milliarden US-Dollar sind Anlegern und Händlern in den letzten Jahren durch Krypto und Blockchain Hacking verloren gegangen. Das geht aus einem kürzlich von PreciseSecurity.com veröffentlichten Bericht hervor.

Hacking schadet der Blockchain- und Kryptoindustrie

In den vergangenen Jahren hat die Blockchain- und Kryptowährungsbranche stetig versucht zu expandieren und zu wachsen. Vor allem die Blockchain-Technologie ist für viele Unternehmen interessant. Handels-, Logistik- und Finanzunternehmen nutzen die Blockchain bereits, um in einem Netzwerk schnelle und sichere Transaktionen vornehmen zu können. So profitieren Unternehmen, die im Web mit einer rein digitalen Währung zahlen, unter anderem von geringeren Transaktionsgebühren als bei klassischen Online-Payment-Anbietern. Und die Blockchain hat viel Potenzial: Auch wenn sie ursprünglich für die digitale Währung Bitcoin entwickelt wurde, bietet die Blockchain-Technologie in Zukunft noch viel mehr Möglichkeiten für die digitale Datenübertragung.

Infografik: Schäden durch Blockchain Hacking.

Infografik: Schäden durch Blockchain Hacking.

Allerdings hat die Branche ein Problem: Sie muss mit einer Vielzahl von Angriffen digitaler Diebe kämpfen. Krypto- und Blockchain Hacking betreffen unter anderem Krypto-Börsen, virtuelle Geldbeutel und dezentrale Anwendungen. Laut PreciseSecurity.com gibt es alle drei Tage zwei Angriffe im Netz. Das macht es der Blockchain- und Kryptowährungsbranche schwer zu expandieren und den Nutzern zu vermitteln, dass sie sich auf dem Markt sicher fühlen können. Der heute noch bekannteste Hacker-Angriff ereignete sich 2014 auf die damals weltgrößte Bitcoin-Börse MT.Gox. Dabei verloren ca. 25.000 Kunden insgesamt 850.000 Bitcoins. Das entsprach einem damaligen Marktwert von 473 Millionen US-Dollar. Aber auch in jüngster Zeit kommt es immer wieder zu Krypto und Blockchain Hacking, wie die folgenden Beispiele zeigen:

  • Der japanischen Kryptogeldbörse Choincheck wurde im Januar 2018 bei einem Hackerangriff 500 Millionen NEM gestohlen. Das entsprach einem Wert von 533 Millionen Dollar. Das machte den Hack zum bislang größten Diebstahl der Kryptowährungsbranche.
  • Auch Binance, die aktuell größte Bitcoin-Börse der Welt, wurde Opfer eines digitalen Angriffs. Im Mai 2019 verschoben Hacker 7.000 BTC von einer Hot Wallet der südkoreanische Börse in eine unbekannte Wallet. Der Börse ging damit Geld im Wert von 51 Millionen US-Dollar verloren.
  • Das EOS-Netzwerk ist mit 114 Hack-Ereignissen, die am stärksten betroffene Blockchain auf dem Markt. Erst im September 2019 gelang es Hackern die Glücksspiel dApp EOSPlay anzugreifen und dabei Kryptowährung im Wert von 110.000 US-Dollar zu erbeuten.
  • Im November 2019 verlor die koreanische Krypto-Börse UPbit 50 Millionen Dollar. Hacker verschoben 342.000 ETH von der Hot Wallet der Börse in eine unbekannte Wallet. Die von den Angreifern verwendete Methode ist nach wie vor unbekannt.

Blockchain-Netzwerke müssen besser geschützt werden

Fakt ist, Anleger und Händler handeln mit großen Geldbeträgen in den Netzwerken. Diese sind anscheinend aber nicht so geschützt, wie sie es sein sollten. Damit bleibt der Blockchain-Bereich aufgrund der großen Anzahl von Hacks ein unsicherer Ort für Investoren und Unternehmen. Auch größere und traditionelle Anleger würden sich nicht wohl fühlen, wenn sie ihre Fonds in einer Branche platzieren, die jeden Monat angegriffen wird und in der Schwachstellen viel zu häufig ausgenutzt werden. Um Krypto und Blockchain Hacking vorzubeugen, ist die Kryptoindustrie gezwungen nachzurüsten und ihre Sicherheitsstandards zu verbessern, damit sie ihren Kunden in Zukunft bessere Lösungen anbieten kann.


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