Aptiv stellt auf der CES intelligente Fahrzeugarchitektur vor

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Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat der Automobilzulieferer Aptiv Anfang des Jahres seine Smart Vehicle Architecture (SVA) vorgestellt. Die neue, moderne Fahrzeugarchitektur soll es Automobilherstellern ermöglichen, die Fahrsicherheit und Effizienz von Fahrzeugen zu erhöhen und Verbrauchern ein intelligentes und softwaregesteuertes Fahrerlebnis bieten.

Durch die Einführung der SVA soll die Komplexität in Fahrzeugen reduziert, Entwicklungszyklen verkürzt und Fertigungsprozesse automatisiert werden.

Automobilzulieferer Aptiv stellt intelligente Fahrzeugarchitektur der Zukunft vor

Aptiv zählt zu den weltweit führenden Zulieferern der Automobilbranche und ist vor allem im Bereich der sicheren, umweltfreundlichen und vernetzten Mobilität tätig. Die Leistungen von Aptiv auf dem Gebiet der Systemintegration und die Fähigkeit, Rechenleistung im Fahrzeug gezielt bereitzustellen sowie die Signal- und Stromverteilung zu regeln, unterscheidet das Unternehmen von seinen Wettbewerbern.

Mit der SVA hat das Technologieunternehmen nun eine fortschrittliche Lösung für hochautomatisierte Fahrzeuge entwickelt, die viele Vorteile vereint. Die offene Plattform, soll Automobilhersteller dabei helfen, die Gesamtbetriebskosten zu senken und die Entwicklung hochautomatisierter Fahrzeuge mit großem Funktionsumfang zu ermöglichen.

Aptiv will Komplexitätsprobleme von Fahrzeugen vereinfachen

Die Entwicklung kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn aktuell stehen viele Autobauer vor der Herausforderung, dass Software und Hardware von Fahrzeugen immer komplexer werden, vor allem im Bereich der E-Mobilität. Autos enthalten aktuell über 100 verschiedene Steuerungssysteme.

Zudem sind viele Fahrzeugfunktionen auf einzelne Controller verteilt. Das nimmt entweder zu viel Platz in Anspruch oder funktioniert teilweise nicht kompatibel. Die Smart Vehicle Architecture dockt hier an, indem sie Rechenleistung in verwaltbaren Zonencontrollern zentralisiert.

Gleichzeitig wird die Recheneinheit von Eingabe- und Ausgabe-Geräten (I/O-Geräten) getrennt, um so das unkomplizierte Hinzufügen von Funktionen zu ermöglichen. Die Zonencontroller sind die Schnittstelle zu den Sensoren, steuern die Stromversorgung und stellen innerhalb der Zonen Rechenfunktionen bereit.

Diese können genutzt werden, um einzelne Fahrzeugfunktionen miteinander zu verbinden. So reduziert die SVA das Gewicht und den Platzbedarf der Recheneinheiten um 25 Prozent.

Weitere Vorteile der Smart Vehicle Architecture sind neue softwaregestützte Funktionen. Durch die standardisierten Schnittstellen der SVA und die Möglichkeit, Rechenleistung zu skalieren und flexibel bereitzustellen, können Hersteller die Entwicklungskosten senken.

Darüber hinaus lassen sich Softwareanwendungen unabhängig von der Hardware entwickeln und können plattformübergreifend wiederverwendet werden.

Verkürzung von Entwicklungszyklen und Kosteneinsparung

In der Automobilbranche laufen aktuell die Entwicklungs- und Validierungsprozesse sowie Tests nacheinander ab. Durch die Entkopplung von Software und Hardware und die Trennung von I/O-Geräten und Recheneinheit können nun voneinander unabhängige Entwicklungszyklen parallel ablaufen.

Das verkürzt die Zeit einer Entwicklung bis zur Marktreife. Zudem steigt die Wiederverwendbarkeit der Software. Laut Schätzung von Aptiv sollen so die Kosten für die Integration und das Testen von Systemen, sowie softwarebezogene Garantiekosten jeweils um etwa 75 Prozent reduziert werden können.

Aptiv hat die SVA für die „Fabrik der Zukunft“ konzipiert, in der die Automatisierung zur Senkung von Kosten und Emissionen beitragen soll. Die modulare Architektur der Smart Vehicle Architecture und das „Dock and Lock“-Befestigungssystem erleichtern die Fertigung und Montage von Fahrzeugen. Zugleich soll die Anzahl von Bauteilen in gängigen Unterbaugruppen um 25 Prozent verringert werden.

Das Technologieunternehmen ist davon überzeugt, dass Hersteller, die auf die SVA setzen, 20 Prozent weniger Fabrikfläche für die Montage der elektrischen Architektur benötigen werden.

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