3 D Modell Saarland: Wie entsteht so etwas?

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Ein 3 D Modell vom Saarland speziell für Wanderer und Radfahrer – das gibt es! Doch wie entsteht ein solches Modell überhaupt und was sind die Vorteile von einem dreidimensionalen Modell im Miniformat?

3 D Modell Saarland: Innovation aus dem Drucker

Mit der Digitalisierung geht nicht nur eine Revolution in den Medien einher, sondern auch eine turbulente Neuerung bei allen fertigenden Prozessen. Waren früher technische Zeichnungen noch essenziell und mussten von Hand angefertigt werden, so können heute Computerprogramme die aufwendige Arbeit übernehmen und teilweise sogar noch präziser gestalten als die Menschenhand. Neben solchen Neuerungen hat sich auch der sogenannte 3 D Druck weiterentwickelt. Viele Mythen ranken sich um diese spezielle Art des Druckens, doch ist der 3 D Druck viel weiter entwickelt, als viele denken: Mittlerweile kann eine Vielzahl an verschiedenen Materialien in verschiedenen Farben und mit besonderen Eigenschaften aus dem 3 D Drucker laufen.

Video: Objekte aus 3-D-Druckern

Das Video der TU Wien zeigt, welch unterschiedliche Eigenschaften die Objekte aus dem 3 D Drucker bereits aufweisen können. Eine stetige Weiterentwicklung hat zur Folge, dass schon in Zukunft keine Produkte bzw. Prototypen mehr speziell gefertigt werden müssen, sondern einfach mittels eines 3 D Druckers und einer spezifischen Software ausgedruckt werden können. Diese Technologie steckt auch hinter dem 3 D Modell Saarland. Die Nachbildung der saarländischen Landschaft weist ebenfalls dreidimensionale Besonderheiten sowie Farbunterschiede auf: Gerade Berge, Täler und Flussläufe müssen entsprechend gekennzeichnet sein, um den Wanderern und Radfahrern einen Mehrwert zu bieten.

Wer sich noch an seine Schulzeit erinnert und insbesondere an den Geografieunterricht, der weiß, wie nützlich dreidimensionale Modelle sind! (#01)

Wer sich noch an seine Schulzeit erinnert und insbesondere an den Geografieunterricht, der weiß, wie nützlich dreidimensionale Modelle sind! (#01)

Der Vorteil von dreidimensionalen Modellen

Wer sich noch an seine Schulzeit erinnert und insbesondere an den Geografieunterricht, der weiß, wie nützlich dreidimensionale Modelle sind! Man denke hierbei besonders an die Karten aus Kunststoff zurück, die zur Verdeutlichung der Gebirge hervorstehende Berge im Miniformat aufwiesen. Solche Karten sind ebenso praktisch wie das 3 D Saarland Modell: Sie veranschaulichen die Landschaft und machen aus der Vogelperspektive eine erstklassige Planung der Tour möglich. Anhand des 3 D Modells kann direkt festgestellt werden, ob Steigungen eventuell zu steil sein könnten, um ohne Weiteres mit dem Fahrrad oder zu Fuß gemeistert werden können. Mittels einer nur zweidimensionalen Karte ist die Gefahr deutlich höher, sich hinsichtlich der Entfernungen und insbesondere der Höhenunterschiede zu verschätzen.

3 D Modelle haben also das Potenzial, auch die Tourismusbranche zu revolutionieren und den Wanderern, Mountainbikern und Radlern sowie den Gruppenführern einen merklichen Mehrwert zu bringen. Dreidimensionalität ist deutlich anschaulicher und ist eine praktische Zugabe zum gewöhnlichen Kartenmaterial. Durch die immer gängiger werdende 3 D Technik wird es zunehmend leichter, verschiedene Landschaften einfach über ein gängiges Computerprogramm einlesen zu lassen und direkt mit dem Drucker verbinden zu können. Durch die Möglichkeit der unmittelbaren Verbindung entfällt die Fertigung eines Prototyps bzw. eines Negativs, anhand dessen die Modelle serienmäßig hergestellt werden können. Der 3 D Druck hat also eine Stärke, die auch für die Tourismusbranche wesentliche Neuerungen mit sich bringen kann.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: schwabenblitz-#01: fotomek

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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