Weidmüller stellt neue Industrial Analytics-Lösung vor

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Vom 24. bis 28. April findet in Hannover die 70. Hannover Messe statt. Der Elektronikspezialist Weidmüller Interface GmbH & Co KG gab jüngst einen Vorgeschmack auf die Inhalte seiner Messepräsenz. So wird das Unternehmen mit Stammsitz in Detmold eine neue Lösung im Bereich Industrial Analytics zeigen.

Industrial Analytics wertet große Datenmengen aus

Die Industrie 4.0 generiert immer größere Datenmengen. Auch in der modernen, digital vernetzten Produktion fallen immer mehr Daten über das herzustellende Produkt selbst, aber auch über den Weg des Produkts durch den Herstellungsprozess an. Auch jede einzelne Maschine hat mittlerweile ihren digitalen Zwilling und ist für die Verantwortlichen sozusagen gläsern. Eine Vielzahl von Sensoren liefert Daten über Temperatur, Energieverbrauch, Druck, Vibrationen und vieles andere. Aus diesen Daten müssen nun relevante Informationen über Anomalien und mögliche Probleme herausgefiltert werden. Industrial Analytics geht darüber hinaus, indem es Anlagenbetreiber in die Lage versetzt, vorbeugend zu agieren.

Nun lassen sich aber auch auf mathematischer Grundlage Prognosen über Wartungszyklen, den Alterungsprozess einer Maschine oder aufgrund eines spezifischen Einsatzes wahrscheinliche Fehler treffen. Für einen Maschinenbauer bieten sich hier neue Geschäftsmodelle und neue Wege in der Kundenbeziehung. Hier setzt Weidmüllers Industrial Analytics-Lösung an.

Die Ingenieure von Weidmüller nehmen nun alle vorhandenen Prozess- und Maschinendaten und reduzieren sie auf die, die zum eigentlichen Maschinenverständnis nötig sind. Dann konfigurieren sie eine anwendungs-spezifische ‚Analytics-Engine‘, eine Software, die das Maschinenverhalten überwacht und prognostiziert.

Weidmüller sieht neue Geschäftsfelder

Für Weidmüller bedeutet das, nicht nur Anbieter, sondern auch Anwender zu sein. „Wir sind bereits heute mit Produkten und Lösungen für die Industrie 4.0 im Markt vertreten und werden unser Leistungsangebot in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter ausbauen“, erklärt Michael Matthesius, Leiter Global Industry Manager Maschinenbau. „Gleichzeitig erschließen wir mit unserer Industrial Analytics- Lösung neue Geschäftsfelder und bieten unseren Kunden Mehrwert aus ihren Daten auf Basis der Erfahrungen in unserer eigenen Produktion.“

Die Beziehung zwischen Maschinenbauer und Kunden beginnt, sich zu ändern. Wenn heute eine Maschine ausfällt, muss der Betreiber sich vom Hersteller einen Servicefachmann vorbeischicken lassen. In Zukunft kann der Maschinenbauer seinen Kunden kontaktieren, dessen Daten analysieren und ihn dann auf ein konkretes Problem oder einen bevorstehenden Fehler aufmerksam machen.


Bildnachweis: © Weidmüller Interface GmbH & Co KG

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Mein Beruf ist das Schreiben; ich arbeite als freier Journalist, Texter und Buchautor. Das reicht für Leben und Modellbau, also auch für das eigentliche Leben. Beruflich wie als Modellbauer interessiert mich die Luftfahrt, speziell die der großen Luftfahrtländer. Hauptantriebskräfte: Neugier, Kaffee und ein guter Witz.

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