Procurement: Bilfinger SE setzt auf E-Procurement

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Die Bilfinger SE hat 2015 damit begonnen, den Einkauf und die Beschaffung vollständig auf E-Procurement umzustellen. Hierfür gab es mehrere Gründe – allen voran die Möglichkeit, die Kosten durch eine Prozessstandardisierung und Prozessdigitalisierung zu senken.

Gründe für die Innovation bei Bilfinger SE

Nach eigenen Angaben war für Bilfinger SE der wichtigste Grund, die Prozesskosten zu reduzieren. Dies geschah nicht nur auf Seite von Bilfinger, sondern auch auf der Seite der Lieferanten. Denn beim E-Procurement wird aus einem geprüften und einheitlichen online Katalog zu fest verhandelten Konditionen bestellt oder es wird eine standardisierte Vorlage für die Suche und Ausschreibung benutzt. Somit entfallen langwierige Internetrecherchen oder das Wälzen von Printkatalogen.

Der komplette Bestellprozess läuft elektronisch und automatisiert und es entfallen Genehmigungen, Anforderungen und Bestellungen. Der Kontakt zu den Lieferanten wird ebenfalls einfacher, da hier Mails, Faxe oder Telefonanrufe mit Durchgabe der Bestellung oder das Durchforsten verschiedener Internetshops der Vergangenheit angehören. Ebenfalls wird viel Papier gespart und die Ablage entfällt. Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. hat berechnet, dass E-Procurement rund ein Drittel der Kosten mit seinem Katalogsystem senkt.

Bilfinger Arbeitsprozesse werden mit E-Procurement beschleunigt

Des Weiteren profitiert Bilfinger von einer Beschleunigung der erforderlichen Arbeitsprozesse. Einfach ausgedrückt, handelt es sich beim E-Procurement um eine Beschleunigung der Bestell-Abläufe und somit um eine Prozessoptimierung. Ein weiterer Faktor, der für die Entscheidung von Bilfinger für E-Procurement sprach, war eine Bündelung des Einkaufsvolumens. Mit dieser Vereinfachung der täglichen Arbeit konnten attraktivere Preise ermöglicht werden. Dies hat einen großen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit von Bilfinger, denn diese wird stetig gemessen mit dem Ziel, diese zu erhöhen. Somit kam bei Bilfinger mit der Einführung von E-Procurement auch auf den wirtschaftlichen Faktor eine große Bedeutung zu. Kein Unternehmen kommt heute mehr an einer Digitalisierung vorbei.

Ein weiteres großes Thema im Bilfinger Einkauf ist auch die Transparenz. Mit E-Procurement wurde der Einkauf deutlich entlastet. Das betrifft vor allem den standardisierten Warenbereich und überwiegend die C-Teile bei Bilfinger. Dabei können digitale Netzwerke genutzt werden und der Einkauf ist vollständig elektronisch. Zur Unterstützung dient die Integration von netzwerkbasierten Kommunikations- und Informationstechnologien. Damit werden die strategischen und operativen Aufgaben im Beschaffungsbereich unterstützt. Ein weiterer Aspekt für E-Procurement ist auch die Frage der Logistik. Denn die Arbeitsprozesse im E-Procurement werden mit dem ERP-System verknüpft und dort abgebildet.


Bildnachweis: © Bilfinger

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Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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