Lange Nacht der Industrie: Besuch zur blauen Stunde bei Budenheim

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Die Lange Nacht der Industrie – ein deutschlandweites Projekt, welches zahlreiche Besucher anzieht und bei der sich zahlreiche Unternehmen und internationale Konzerne präsentieren können. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch die Chemische Fabrik Budenheim KG zum Veranstaltungsort. Das Unternehmen befindet sich in Rheinland-Pfalz und zog rund 80 interessierte Bürger und Bürgerinnen zur blauen Stunde an.

Lange Nacht der Industrie: Willkommen beim Spezialisten für Chemie!

Die blaue Stunde in der Chemischen Fabrik Budenheim KG wurde zum Highlight der Veranstaltungsreihe „Lange Nacht der Industrie“. Für Unternehmensleitung und Mitarbeiter ist es etwas ganz Besonderes, aus dem Alltag berichten zu dürfen und die positive Resonanz der Besucher zu erfahren. Das gibt Mut für die Zukunft – was angesichts einer schwankenden Wirtschaftsentwicklung wohl jedes Unternehmen gebrauchen kann.

Die Lange Nacht der Industrie nutzen vor allem junge Besucher, um sich die Budenheim KG genauer anzusehen, sie wollten hier vor allem erfahren, wie das Unternehmen als Arbeitgeber agiert. Es wurden Einstiegsvarianten ins Unternehmen dargestellt und es konnte über die Erwartungen gesprochen werden, die jeder an die Firma und an den Arbeitgeber Budenheim KG stellt.

Die blaue Stunde wurde von Vorträgen, persönlichen Gesprächen und Führungen durch das Unternehmen gekennzeichnet – wobei spannende Dinge des Alltags anschaulich erklärt wurden. Die Budenheim KG ist an der Produktion verschiedener Produkte weltweit beteiligt und spielt in der ersten Riege der Phosphatspezialitäten-Hersteller mit. Wer in diesem Jahr die blaue Stunde verpasst hat, kann im nächsten Jahr ausreichende Erfahrungen sammeln, denn dann wird wieder eine solche Veranstaltung stattfinden.

Was steckt hinter der Langen Nacht der Industrie?

In der Produktion bei Budenheim

In der Produktion bei Budenheim

Weltweit wird der Industrie immer wieder ein negativer Stempel aufgedrückt. Dies ist aber nicht gerechtfertigt und viele Unternehmen, die sich durch herausragende Arbeiten darstellen könnten, sind kaum bekannt. Durch die Lange Nacht der Industrie soll das anders werden und die Unternehmen sollen die Chance dazu bekommen, sich in positivem Licht zu zeigen. Dabei geht es auch darum, dass die Lange Nacht der Industrie den Menschen einer Region überhaupt erst einmal zeigt, welche Firmen dort angesiedelt sind, womit sie sich befassen und wer vielleicht als Arbeitgeber infrage kommt. Denn viele Unternehmen suchen händeringend nach gutem Personal, sind aber einfach zu unbekannt oder machen nicht genügend Werbung für sich, als dass sich jemand „blind“ bewerben würde. Die Lange Nacht der Industrie soll nun Unternehmen und Interessenten zusammenbringen, potenzielle Arbeitgeber und mögliche Arbeitnehmer aufeinandertreffen lassen sowie die Zukunftsperspektiven beider Seiten verbessern.

Dabei setzt die Lange Nacht der Industrie vor allem darauf, dass die Besucher betreut und beraten werden, dass persönliche Gespräche und Führungen möglich sind – kurz: dass die gesamte Kommunikation stimmt. Dabei bleibt anzumerken, dass die Besuche für Gäste kostenfrei sind. Teilweise werden hochkarätige Redner mit ins Boot geholt, dies wird durch ein sehr gutes Sponsoring ermöglicht.

Gibt es etwas Vergleichbares zur Langen Nacht der Industrie?

Diese Frage kann ganz klar mit einem deutlichen „Nein“ beantwortet werden, denn die Lange Nacht der Industrie ist immer noch einzigartig. Sie wurde nach dem Vorbild der Langen Nacht der Wissenschaften ins Leben gerufen, nur geht es hier eben um die Unternehmen aus der Industrie, die als mögliche Arbeitgeber und Projektpartner zur Verfügung stehen. Das Veranstaltungsformat soll zusammenbringen, was zusammen gehört – Wirtschaft und Bevölkerung sollen sich besser kennenlernen. Dabei ist das Format nicht auf Unternehmen einer bestimmten Größe beschränkt, sondern die Teilnahme steht allen Firmen offen. Selbst die Industrieunternehmen, die aus nur sehr wenigen Mitarbeitern oder einer einzigen Produktionsanlage bestehen, können sich hier präsentieren. Schließlich sagt die Größe des Unternehmens nichts darüber aus, wie gut oder schlecht eine Firma als Arbeitgeber oder Ausbilder ist.

Die Lange Nacht der Industrie hat sich bereits seit der ersten Veranstaltung in 2008 bewährt, inzwischen haben hier mehr als 450 Unternehmen teilgenommen. Die Zahl der Veranstaltungsregionen ist zudem auf elf gewachsen. Interessant ist zudem, dass sich die Themen in jeder Region unterscheiden. Das heißt, wer sich für ein Thema aus der Industrie besonders interessiert, kann in die entsprechende Region reisen, um die Lange Nacht der Industrie dort ausgiebig nutzen zu können. Rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn gibt es immer eine Suchfunktion auf der zugehörigen Internetseite, sodass sich Besucher oder Interessierte rechtzeitig sämtliche Informationen holen können.

Für die teilnehmenden Unternehmen bedeutet die Veranstaltung in der Regel vollen Erfolg, denn sie bekommen hier die kostenlose Möglichkeit der Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Damit ist die Lange Nacht der Industrie ein sehr gutes Werbemittel mit Erfolgen, die ansonsten mit kaum einem Marketingkonzept zu realisieren wären. Während sich die geplante Werbung meist nur auf ein Produkt oder eine Leistung bezieht, können die Teilnehmer hier das Unternehmen als Ganzes präsentieren und zeigen so ihre Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit.


Bildnachweis: © Kilian Schwarz / Chemische Fabrik Budenheim KG

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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