Igus: 3D-Druck-Material für Lebensmittel-Technik zugelassen

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Bauteile aus dem 3D-Druck gewinnen eine immer größere Bedeutung. Die Igus GmbH, die Energiekettensysteme, Gleitlager und andere Kunststoffkomponenten für bewegte Anwendungen herstellt, hat deswegen sein Druckmaterial iglidur l150 entwickelt. Das Material ist nunmehr nach der EU-Verordnung 10/2011 für den Lebensmittelkontakt zugelassen worden. Mit diesem Tribor-Filament ist es nun möglich, Sonderteile für bewegte Anwendungen zu drucken, die in direkten Kontakt mit Nahrungsmitteln oder Bestandteilen von Kosmetika stehen. Dabei ist der Werkstoff schmier- und wartungsfrei.

Leicht zu verarbeiten und auch für andere Branchen geeignet

Zudem kann er in jedem Drucker genutzt werden, bei dem sich Düsentemperatur auf 250 Grad einstellen lässt. Igidur I150 hat lediglich eine geringe Schwindung und kann somit auch auf Druckern verwendet werden, die keine heizbare Druckplatte aufweisen. Der Hersteller empfiehlt für diesen Fall eine Haftfolie aus dem eigenen Angebot. „iglidur I150 ist äußerst vielseitig und daher auch für viele andere Branchen interessant“, erklärt Tom Krause, Produktmanager Tribo-Filamente bei igus. „Es ist sehr zäh und das am einfachsten zu verarbeitende Tribo-Filament. Dabei überzeugt der Werkstoff mit einer hohen Verschleißfestigkeit bei Gleitgeschwindigkeiten von bis zu 0,2 m/s.“ Der Polymerhersteller testete sein Produkt ausgiebig und hat sie für Interessierte online gestellt. (www.igus.de)

Nach diesen Versuchen zeigt das Material eine bis zu 50 Prozent höhere Abriebfestigkeit im Vergleich zu herkömmlichen 3D-Materialien wie etwa ABS.

Igus hat weitere Filamente im Programm

Neben iglidur I150 hat igus fünf weitere schmier- und wartungsfreie Filamente im Programm. Während I150 sich hauptsächlich für die Lebensmitteltechnik eignet, sind andere Materialien zum Beispiel dort einsetzbar, wo es auf Widerstandsfähigkeit gegen Chemikalien oder Dauerbelastung ankommt. Das können komplexe bewegte Teile im Vorrichtungsbau sein, aber auch der Sondermaschinenbau oder die Produktion von Kleinserien.


Bildnachweis: © Igus Gmbh

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Mein Beruf ist das Schreiben; ich arbeite als freier Journalist, Texter und Buchautor. Das reicht für Leben und Modellbau, also auch für das eigentliche Leben. Beruflich wie als Modellbauer interessiert mich die Luftfahrt, speziell die der großen Luftfahrtländer. Hauptantriebskräfte: Neugier, Kaffee und ein guter Witz.

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