Hundefutterindustrie: Das Geschäft mit dem Hundefutter

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Das Hundefutter ist einer der monatlichen Posten, der auf der Liste nicht unterschätzt werden sollte. Wer sich für einen Hund entscheidet, wünscht sich dabei natürlich auch, diesem das Beste zu geben. Doch Tierhalter sollten sich hier deutlich besser informieren.

Die Statistik zum Hundefutter: Das wird ausgegeben

Ein Blick auf die Statistik macht deutlich, wie tief wirklich in die Tasche gegriffen wird, um Hundefutter zu kaufen. Allein im Jahr 2016 lagen die Ausgaben für Feuchtfutter bei 432 Millionen Euro, für Trockenfutter bei 427 Millionen Euro und für Snacks sogar bei 495 Millionen Euro. Das heißt, die Zeiten, in denen die Hunde vom Tisch gefüttert wurden, sind vorbei. Ganz so ist es zwar noch nicht. Noch immer gibt es Halter, die ihren Tieren einfach die Essensreste vorsetzen und sie so füttern. Das ist jedoch die Minderheit.

In dem Glauben, seinem Hund etwas Gutes zu tun, wird lieber auf das Feucht- und Trockenfutter der Hersteller gesetzt. Diese müssen schließlich wissen, was gut für den Hund ist.

Echte Fotos oder Fake-Fotos von Plastik in Platinum, Rinti und anderem Hundefutter?

Echte Fotos oder Fake-Fotos von Plastik in Platinum, Rinti und anderem Hundefutter? (#01)

Über die Hundefutterindustrie eine Bindung aufbauen

Futter ist für die Halter oft der einfachste Weg, um mit ihren Tieren kommunizieren zu können. Was heißt das? Zur Belohnung erhalten die Hunde ebenso Futter, wie zwischendurch und dann auch noch zu festen Zeiten. Hier wird sehr oft von menschlichen Bedürfnissen ausgegangen. Wer Hunger hat, der greift normalerweise zu etwas zu Essen.

Warum soll es beim Hund nicht ebenso gemacht werden? Vergessen wird allerdings dabei, dass Wölfe in freier Wildbahn auch nicht ständig am Fressen sind. Stattdessen jagen sie eher selten, fressen die Beute und ziehen sich dann über mehrere Stunden oder auch über einen ganzen Tag zurück. Ständiges Fressen im Zusammenspiel mit zu wenig Bewegung sorgt heute dafür, dass die Tiere immer mehr menschliche Krankheiten aufweisen.

Wie die Hundefutterindustrie krank machen kann

Natürlich basieren die Erkrankungen nicht nur auf dem Fakt, dass Hunde heute teilweise zu wenig Bewegung haben und zu viel Futter bekommen. Auch die Inhaltsstoffe des Futters sind ein Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist. Zu hinterfragen, was genau eigentlich in der Futterschale landet, ist ein erster Schritt.

Viele Halter schauen kurz auf die Sorte Hundefutter, die sie kaufen. Hier stehen groß Begriffe, wie Rind oder Hähnchen, drauf und schon wird geglaubt, dass dies auch enthalten ist. Bei einigen Futtersorten ist jedoch alles im Futter enthalten, nur nicht das, was drauf steht. Stattdessen werden Schlachtabfälle und viel Getreide verarbeitet.

 

Die Hundefutterindustrie ist bis zu einem gewissen Grad verpflichtet aufzuschlüsseln, was in dem Futter enthalten ist. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe kann Haltern also schon einmal Aufschluss darüber geben, mit was sie es hier zu tun haben. (#04)

Die Hundefutterindustrie ist bis zu einem gewissen Grad verpflichtet aufzuschlüsseln, was in dem Futter enthalten ist. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe kann Haltern also schon einmal Aufschluss darüber geben, mit was sie es hier zu tun haben. (#04)

Was bedeuten die Angaben der Hundefutterindustrie?

Die Hundefutterindustrie ist bis zu einem gewissen Grad verpflichtet aufzuschlüsseln, was in dem Futter enthalten ist. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe kann Haltern also schon einmal Aufschluss darüber geben, mit was sie es hier zu tun haben. Das gilt für Nassfutter ebenso, wie für Trockenfutter.

Doch was bedeuten die Inhaltsstoffe eigentlich genau? Gut zu wissen ist, dass die Stoffe, die ganz vorne in der Liste stehen, auch in großer Menge im Futter zu finden sind. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass es sich hierbei um Fleisch handeln sollte. Vor allem einige Bezeichnungen sind sehr schwammig gehalten.

Dazu gehören:

  • Pflanzliche Nebenerzeugnisse: Sind pflanzliche Nebenerzeugnisse im Futter enthalten, dann handelt es sich dabei um Nebenprodukte aus der Aufbereitung, die bei Getreide durchgeführt wird. Aber auch die Aufbereitung von Gemüse und Hülsenfrüchten hinterlässt Nebenerzeugnisse. Das heißt, im Hundefutter finden sich möglicherweise Grannen sowie Erdnussschalen oder auch Weizenkleie. Wie gut ein Hund dies verträgt, ist abhängig davon, ob er allergisch auf Getreide reagiert.
  • Tierische Nebenerzeugnisse und Fleisch: Bei dieser Bezeichnung sollte genau geschaut werden, welcher Anteil an Fleisch vorhanden ist. In einigen Futtersorten finden sich allerdings nur sehr geringe Prozentanteile. Stattdessen wird das Futter mit tierischen Nebenerzeugnissen gestreckt. Dies können vor allem die Nebenprodukte von Tieren sein, die von Menschen nicht gegessen werden. Dazu gehören Milz und Knorpel, Sehnen und Lunge oder Euter.
  • Geflügelmehl: Hierbei handelt es sich um gemahlene Schnäbel und Krallen von Geflügel.

Hundefutter, das nur einen geringen Fleischanteil hat, weist häufig auch zusätzliche Geschmacksstoffe auf. Warum ist das so? So wird verhindert, dass der Vierbeiner riecht, was in dem Futter vorhanden ist. Würde er dies bemerken, ist es sehr wahrscheinlich, dass er es gar nicht frisst. Zu den Geschmacksstoffen gehören beispielsweise Leberspray oder Fettgeschmack.

Echte Fotos oder Fake-Fotos von Plastik in Platinum, Rinti und anderem Hundefutter?

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Wie die Hundefutterindustrie Verhaltensstörungen in Kauf nimmt

Nun könnte man meinen, die Geschmacksstoffe sind in erster Linie zwar nicht sehr gesund, bringen aber keine wirklichen Schäden mit sich. Ganz so einfach ist es nicht. Einer der Stoffe, der besonders häufig zum Einsatz kommt, ist Glutamat. Glutamat wird jedoch nicht nur vom Menschen eher schlecht vertragen.

Es kann bei Hunden zu Entwicklungsstörungen und zu Verhaltensstörungen führen. Bemerken Hundehalter Veränderungen im Verhalten des Tieres, dann werden diese meist nicht auf das Futter zurückgeführt. Für die Hundefutterindustrie ist dies natürlich gut. Sie strecken das Futter weiter mit Getreide sowie mit Resten aus der Fleisch- und Pflanzenverarbeitung und Hundehalter geben schlechtes Futter an ihren Hund weiter.

Glutamat kann sich auch auf den Appetit von Hunden auswirken. Er ruft Veränderungen beim Fressverhalten hervor und sorgt dafür, dass der Hund mehr Futter zu sich nimmt, als er braucht. Das Ergebnis ist ein starkes Übergewicht bei den Hunden.

Eine der größten Einnahmequellen der Hundefutterindustrie ist das Trockenfutter. Es ist besonders praktisch für den Halter, denn es macht wenig Schmutz, lässt sich gut dosieren und auch sehr gut transportieren. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Halter sehr gerne auf Trockenfutter zurückgreifen. Dieses setzt sich jedoch vor allem aus Tiermehl sowie aus Getreide zusammen. (#05)

Eine der größten Einnahmequellen der Hundefutterindustrie ist das Trockenfutter. Es ist besonders praktisch für den Halter, denn es macht wenig Schmutz, lässt sich gut dosieren und auch sehr gut transportieren. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Halter sehr gerne auf Trockenfutter zurückgreifen. Dieses setzt sich jedoch vor allem aus Tiermehl sowie aus Getreide zusammen. (#05)

Ein großes Problem: Das Trockenfutter

Eine der größten Einnahmequellen der Hundefutterindustrie ist das Trockenfutter. Es ist besonders praktisch für den Halter, denn es macht wenig Schmutz, lässt sich gut dosieren und auch sehr gut transportieren. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Halter sehr gerne auf Trockenfutter zurückgreifen. Dieses setzt sich jedoch vor allem aus Tiermehl sowie aus Getreide zusammen.

Damit es seine Form erhält, wird es unter einem sehr hohen Druck gepresst und anschließend mit Geschmacksverstärkern versehen. Die Pellets selbst können im Magen des Hundes aufquellen und zu Schmerzen sowie zu Verdauungsproblemen führen. Zudem haben Hunde einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit, wenn sie nur mit Trockenfutter ernährt werden.

Alternative 1: Auf gutes Hundefutter zurückgreifen

Die Hundefutterindustrie hat nicht ausschließlich schlechtes Futter im Angebot. Tatsächlich haben sich in den letzten Jahren einige Firmen etabliert, die damit werben, dass sie vor allem Fleisch sowie gesunde Inhaltsstoffe für das Futter verwenden und auf ungesunde Zusatzstoffe verzichten. Hersteller, wie Wolfsblut und auch RINTI, haben einen sehr guten Absatz.

Halter freuen sich darüber, dass sie hochwertiges Futter in zahlreichen verschiedenen Sorten erhalten. Immerhin werden hier inzwischen sogar exotische Fleischsorten, wie Strauß oder Büffel, angeboten. Gerade für empfindliche Hunde ist das eine sehr gute Alternative.

Aber auch wer auf den Einkauf von sehr gutem Hundefutter achtet, stellt sich die Frage, ob es wirklich die optimale Entscheidung ist. Grund dafür sind in der Vergangenheit aufgetretene Probleme bei Herstellern, wie Platinum und RINTI. So haben Halter beispielsweise Plastik im Hundefutter gefunden. Zwar haben die Hersteller sehr schnell reagiert. Im Kopf der Halter bleibt dennoch, dass es hier zu Problemen kam.

 

Echte Fotos oder Fake-Fotos von Plastik in Platinum, Rinti und anderem Hundefutter?

Echte Fotos oder Fake-Fotos von Plastik in Platinum, Rinti und anderem Hundefutter? (#03)

Alternative 2: Selbst kochen für den Hund

Es muss nicht immer die Unterstützung der Hundefutterindustrie sein. Auch andere Möglichkeiten stehen zur Verfügung. So gibt es Hundehalter, die ganz auf Nahrung der Hundefutterindustrie verzichten und stattdessen selbst kochen. Hier gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Von rohem Fleisch und unbehandelten Knochen über gekochtes Fleisch und Gemüse bis hin zu Fisch ist alles möglich. Hunde wissen Abwechslung in ihrem Napf durchaus zu schätzen und freuen sich darüber, wenn sie neue Dinge probieren dürfen.

Oft ist jedoch die Angst zu groß, dass der Hund durch diese Ernährung nicht ausreichend Nährstoffe erhält. Wer sich unsicher ist, wendet sich dann doch wieder der Hundefutterindustrie zu. Allerdings ist es für den Vierbeiner vor allem wichtig, dass er ausgewogen und artgerecht ernährt wird. Mehrmals pro Woche können Fleischknochen gereicht werden. Auf diese Weise erhält der Hund die notwendige Menge an Calcium, die er benötigt.

Wer nicht kochen möchte, der kann auch zum BARF greifen. Die Rohfütterung schließt Knochen, Fleisch und Rohkost ein. Allerdings ist es empfehlenswert, sich mit dem Tierarzt zu besprechen und den Hund in regelmäßigen Abständen untersuchen zu lassen, ob er ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist.

Hundefutterindustrie mit Öko-Aspekt: Bitte nicht zu sehr!

Einen weiteren Zweig hat die Hundefutterindustrie für sich entdeckt. So wird spezielles Öko-Futter für den Hund angeboten, das mit Kräutern angereichert ist. Auch vegetarische und sogar vegane Snacks stehen zur Verfügung. Es ist sicher nicht problematisch, wenn der Hund ab und zu davon probiert. Allerdings ist es nicht zu empfehlen, zu viel öko für den Hund zur Verfügung zu stellen. So vertragen die Vierbeiner gerade kräftige Gewürze nicht gut, teilweise kann es sogar zu Vergiftungen kommen. Wird ein Hund zudem nur vegetarisch oder vegan ernährt, sind mögliche Schäden am Bewegungsapparat und den Organen zu erwarten.

Bei der Suche nach der passenden Ernährung für den Hund spielen also mehrere Faktoren eine Rolle. Es geht nicht nur darum, möglichst günstig gutes Futter zu bekommen und der Hundefutterindustrie so ein Schnippchen zu schlagen. Wichtig ist es, die Ernährung auf den Hund anzupassen und darauf zu achten, dass sie möglichst artgerecht ist. Ein gut ernährter Hund hat ein glänzendes Fell und kräftige Zähne, ist gesund und hat Freude an der Bewegung. Zeigt der Hund eine Lethargie oder wird sein Fell stumpf, kann es sinnvoll sein, einen Blick auf die Ernährung zu werfen und diese zu korrigieren.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  PongMoji -#Bilder von 1-3 Schwarzer.de-#04: PongMoji -#05:  AVAVA

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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