Einfach einzubauendes Rückfahrkamerasystem von Pearl Automation

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Pearl Automation hat Mitte 2016 ein Rückfahrkamerasystem für Autos veröffentlicht, welches besonders einfach einzubauen ist, da es über den Rückspiegel funktioniert. Unterstützung fand das Startup bei namhaften Investoren, wie zum Beispiel Accel, Shasta Ventures, Wellcome Trust und Venrock. Die Besonderheit: beim jungen Unternehmen sind unter den 80 Mitarbeitern alleine 50, die zuvor bei Apple gearbeitet haben.

Pearl Automation Mitarbeiter stammen überwiegend von Apple

Das Startup Pearl Automation verfügt insgesamt über rund 80 Mitarbeiter und 50 davon sind ehemalige Apple Angestellte. Trotzdem begrüßt Apple diesen Schritt seiner Ex-Mitarbeiter, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Der Grund für die Kündigung bei Apple war bei der überwiegenden Mehrheit, dass sie die Nase voll hatten von der Geheimniskrämerei des Konzerns. Sie gaben an, dass das Apple Management besser offener und freundlich gestaltet werden sollte. Pearl Automation konzentriert sich auf Accessoires für Autos, wodurch die Konkurrenz zu Apple nur sehr gering ist. Natürlich gibt es auch Apple CarPlay, aber dennoch fokussiert sich Apple überwiegend auf den Handymarkt.

So war zum Beispiel Brian Latimer bei Apple dafür verantwortlich, die entwickelten Produkte möglichst geheim zu halten. Diese Aufgabe wurde seitens Apple sehr ernst genommen und Latimer sollte eine Möglichkeit entwickeln, um Prototypen zu zerstören, damit diese nicht an die Öffentlichkeit geraten. In der New York Times sagte Latimer, dass es sich für ihn sehr befreiend anfühle, nun genau zu wissen, was er tut – ohne Geheimniskrämerei.

Pearl Automation informiert seine Mitarbeiter

Eine der Richtlinien des Startups lautet, dass jeder Mitarbeiter auch über die Vorgänge im Unternehmen Bescheid wissen muss. Exakt diese Philosophie scheint es zu sein, die für Zustimmung sorgt, denn mittlerweile wurden 50 Mitarbeiter von Apple abgeworben. Ein weiteres Unternehmen, welches von ehemaligen Apple Mitarbeitern gegründet wurde, ist Nest. Es wurde vor zwei Jahren für 3,2 Milliarden US Dollar von Google gekauft. Auch hier wurde eine Geschäftsidee umgesetzt, dem Apple keine Hoffnung gab.

Nest Mitbegründer Matt Rogers ist nun ebenfalls zu Pearl gewechselt. Gegen Pearl hegt Apple keinen Groll, stattdessen wünscht der Unternehmenssprecher sogar viel Erfolg. Mit ein Grund mag sein, dass das besonders leicht einzubauende Rückfahrsystem den Rückspiegel des Fahrzeugs in Verbindung mit einem iPhone nutzt. Somit profitiert auch Apple von der innovativen Geschäftsidee von Pearl. Der Rückfahrspiegel kostet übrigens rund 500 $. Noch halten sich die Verkaufszahlen im Rahmen, doch die Strategie von Pearl ist sowieso langfristig ausgelegt.


Bildnachweis: © Pearl Automation Inc.

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Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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