Datenanalyse ermöglicht bessere Radwege

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Die Menschen wünschen sich deutlich besser ausgebaute Radwege und wenden sich mit diesem Anliegen auch an den Staat und an die Kommunen. Hier stellt sich jedoch die Frage, wie Verbesserungen ohne ein gutes Datenmanagement durchgeführt werden sollen. An dieser Stelle muss die Datenanalyse eingesetzt werden.

Die Ausbesserung der Radwege ohne Datenanalyse: Wie funktioniert das?

Das Fahrrad ist bereits seit mehr als 200 Jahren eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel. Mit der Erfindung wurde eine optimale Basis geschaffen, sich schnell und effizient bewegen zu können. Neben der Mobilität spielt auch die Gesundheit eine große Rolle. Dennoch gibt es zahlreiche Probleme, die eine Mobilität mit dem Fahrrad einschränken. Dies hängt nicht zuletzt auch mit Radwegen zusammen, die in einem schlechten Zustand sind oder deren Ausbau bisher nicht weiter vorangetrieben wurde.

Interessant zu wissen ist, wie die Ausbesserung der Radwege derzeit ohne eine konsequente Datenanalyse verfügt. Auch hier gibt es ein gewisses Datenmanagement. Meist ist es so, dass Beobachtungen direkt vor Ort angestellt werden.

Diese Beobachtungen sind jedoch sehr stark begrenzt und es ergibt sich keine gute Datenqualität. Dennoch werden anhand der Ergebnisse dann die Ausbesserungen vorgenommen. Dies ist zwar schon eine Veränderung, allerdings nicht in der Effektivität, wie sie für die Radfahrer notwendig wäre. Stattdessen steht hier nur eine Problemlösung im Vordergrund, die kurz anhält. Viel besser wäre es, über eine Datenanalyse herausfinden zu können, welche Knotenpunkte es gibt, welche Haupt- und Nebenverkehrsstraßen wichtig sind und wo die Verbesserung liegen muss.

Interessant zu wissen ist, wie die Ausbesserung der Radwege derzeit ohne eine konsequente Datenanalyse verfügt.(#01)

Interessant zu wissen ist, wie die Ausbesserung der Radwege derzeit ohne eine konsequente Datenanalyse verfügt.(#01)

Datenanalyse von realen Daten der Radfahrer

Die Analyse müsste auf der Basis von realen Daten, die durch Radfahrer zusammengetragen werden, starten. Diese Daten stehen sogar zur Verfügung, denn zahlreiche Radfahrer greifen heute schon auf spezielle Apps zurück. Die Apps sind so konzipiert, dass sie verschiedene Bewegungsdaten sammeln und diese könnten über eine Datenanalyse ausgewertet werden. Die Datenqualität ist hoch, denn immerhin handelt es sich hierbei um Informationen, die direkt von der Quelle kommen.

Nun möchte sich die TU Dresden dieser Daten annehmen und für eine systematische Auswertung sorgen. Ziel ist es herauszufinden, wie die Datenanalyse dabei helfen kann, die Radverkehrsplanung zu optimieren. Wenn die Daten zeigen, dass die Erkenntnisse hilfreich für die Verkehrsplanung sind, können diese an die Planungsbüros weitergegeben werden. Optimal ist es, wenn die Daten dann zukünftig durch die Planungsbüros selbst ausgewertet werden können.

 

 Ziel ist es herauszufinden, wie die Datenanalyse dabei helfen kann, die Radverkehrsplanung zu optimieren.(#02)

Ziel ist es herauszufinden, wie die Datenanalyse dabei helfen kann, die Radverkehrsplanung zu optimieren.(#02)

Mehr Informationen zum Projekt rund um das Datenmanagement

Zu der Thematik wurde ein Projekt ins Leben gerufen. Der Nationale Radverkehrsplan, kurz NRVP genannt, soll dafür sorgen, dass Gemeinden und Städte deutlich fahrradfreundlicher werden. Dieses Vorhaben wird durch die TU Dresden unterstützt.

Die Leitung von dem Projekt wurde an Prof. Dr. Bernhard Schlag sowie Prof. Dr. Udo Becker vergeben. Auch einen Forschungsbeirat gibt es. Dieser setzt sich zusammen aus verschiedenen Forschern, die an der TU Dresden aktiv sind. Unter anderem stammen die Forscher aus den Bereichen Psychologie sowie Geografie. Abgerundet wird die Zusammenstellung vom Forschungsbeirat durch Radverkehrsbeauftragte aus den Städten Leipzig und Dresden.

Video: Radreise – 1.Tag Unterwegs auf dem Saarland Radweg – eine hügelige Sache

Basis für die Arbeit werden die gesammelten Daten sein. Zusätzlich dazu gibt es die Ergebnisse einer Kommunalbefragung, die ebenfalls zur Verfügung stehen. Eine Förderung des Projektes erfolgt durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).


Bildnachweis:©Shutterstock – Titelbild:Ralf Gosch – #01:A_Lesik – #02: Solis Images

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Hans-Jürgen Schwarzer leitet die Content-Marketing-Agentur schwarzer.de. Als Marketer, Unternehmer und Verleger in Personalunion wie auch als leidenschaftlicher Blogger gehört er zu den Hauptautoren von startup-report.de und industry-press.com. Innerhalb seiner breiten Palette an Themen liegen dem Mainzer Lokalpatriot dabei „ausgefallene“ Ideen und technische Novitäten besonders am Herzen.

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