3Cubes aus weißem Lochblech: Bürogebäudekomplex im Büropark Caohejing entsteht

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Momentan erfolgt gerade die Fertigstellung des 3Cubes. Dabei handelt es sich um einen Bürogebäudekomplex im Büropark Büropark Caohejing, Shanghai in China. Verantwortlich dafür zeichnen die Architekten von „gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner“ aus Berlin. Sie sorgten mit ihrem Entwurf für eine innovative Fassade, in der sich die üblichen Elemente einer solchem mit Landschaftselementen verbinden.

Fertigstellung der 3Cubes und der Umgang mit einer Fassade

Der Entwurf für die 3Cubes stammt von Meinhard von Gerkan, Nikolaus Goetze und Magdalene Weiss vom Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner. Sie alle sorgten dafür, dass nun im Büropark Caohejing in Shanghai eine Fassade steht, die ihresgleichen sucht. Der Bürogebäudekomplex soll unterschiedliche Servicefunktionen erfüllen und besitzt zahlreiche Untergeschosse. Die Bruttogeschossfläche liegt bei ca. 60.000 m². Die 3Cubes werden durch drei kubische Baukörper dargestellt, die sich in unterschiedlichen Höhen befinden. Diese Baukörper wurden zwischen 35 und 60 Meter Höhe gestaffelt angeordnet. So wurde eine einzigartige Fassade geschaffen, die es in dieser Art noch nicht gibt und die als innovativ und richtungsweisend gilt.

Die Architekten haben größten Wert darauf gelegt, dass die Fassade einen ganz eigenen Charakter bekommt und haben Moderne und Eleganz kombiniert. Die weißen Baukörper wirken elegant. Sie gleichen sich an die Fassade an, weil sie ebenfalls vertikal orientiert sind. Dennoch ist die Gesamtkonstruktion derart außergewöhnlich, dass hiermit städtebaulich gesehen etwas ganz Neues geschaffen wurde. Kontrast und Harmonie wechseln sich ab, der Bürogebäudekomplex passt sich nicht einfach in die vorhandenen Gebäude ein – und wirkt dennoch so, als würde er schon immer hierher gehören.

Wie bei vielen anderen Gebäuden auch kam das Lochblech bei der Gestaltung der 3Cubes zum Einsatz – dazu gleich mehr.

Innovative Gestaltung der Baukörper durch Lochbleche

Die Architekten aus Berlin haben nicht nur mit den 3Cubes für Aufsehen gesorgt, sondern auch mit der Gestaltung der Außenlandschaft. Diese wölbt sich zu einem Hügel auf, auf dem sich Grasflächen und Bäume befinden. Die Untergeschosse des Gebäudes sind über bogenförmige Einschnitte gut zu erreichen und erhalten natürliches Licht. Die Landschaft um das Gebäude herum stellt eine Art Verbindung des Gebäudes mit der Außenwelt dar und sorgt dennoch dafür, dass dieser Bürogebäudekomplex separiert wirkt. Schon allen die kühle Eleganz des Objekts betont die Besonderheit und Alleinstellung dieses Baus.

Auch bei der Fassade gilt als wichtigstes Element zur Gestaltung, dass immer eine Anpassung und Abweichung vorhanden ist. Optisch wird der Betrachter der Fassade nicht nur durch das Lochblech leicht irritiert, sondern auch derart: Der kleinste Kubus besitzt zwei Öffnungen, die größer sind als die übrigen und die über zwei Geschosse führen. Der größte Kubus hingegen rastert seine Öffnungen, die nur über ein Geschoss reichen, über kleinere Öffnungen.

Auch hier kamen wieder Lochbleche zum Einsatz – das Lochblech erlebt derzeit einen wahren Boom in der Baubranche. Einzelne Elemente des Gebäudes wurden verglast oder durch Lochbleche verkleidet. Ausblick und Belichtung konnten damit über Öffnungen, die separat einstellbar sind, optimiert werden. Durch die Lochbleche gibt es optimale Möglichkeiten zur Beschattung des Gebäudes bzw. einzelner Räume und Bereiche. Außerdem wird dem Wunsch nach Privatheit Rechnung getragen.

Die Lochbleche sorgen zudem dafür, dass die 3Cubes ästhetisch stark wirken, die Fassaden, die in vertikal verschiebbaren Winkeln gefaltet wurden, ergeben ein lebendiges Bild. In die Fassade wurde aber nicht nur das Lochblech integriert, sondern auch eine starke Beleuchtung. Die Flächen der Fassaden sind damit zu Lichtinstallationswänden geworden, für deren Bespielung ein Raster genutzt wird.


Bildnachweis: © freeimages.com – Bhavit Naik

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Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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